18. Instrument-, Drum- und Effekt-Racks

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Das Innere eines Audio-Effekt-Racks

Ein Rack ist ein flexibles Werkzeug, um mit Effekten, Plug-Ins und Instrumenten in der Ger√§tekette einer Spur zu arbeiten. Racks k√∂nnen verwendet werden, um komplexe Signalbearbeitungen, dynamische Performance-Instrumente, gelayerte Synthesizerkl√§nge und mehr aufzubauen. Gleichzeitig machen Racks die Ger√§teketten besser zu handhaben, da sie die wichtigsten Bedienelemente zusammenf√ľhren k√∂nnen. W√§hrend Racks besonders die Kombination mehrerer Ger√§te vereinfachen, k√∂nnen sie jedoch sogar die M√∂glichkeiten einzelner Ger√§te erweitern, indem Sie f√ľr solche das Definieren neuer Parameter-Zusammenh√§nge erlauben.

Racks erweitern deutlich das mit Live 5 eingef√ľhrte Konzept der Ger√§te-Gruppen. Die Ger√§te-Gruppen aus Live Sets von Live 5 werden beim Import automatisch in Racks umgewandelt. Beachten Sie, dass diese Live Sets, sobald sie einmal gesichert wurden, nicht mehr mit √§lteren Versionen von Live ge√∂ffnet werden k√∂nnen.

18.1 Racks -- ein √úberblick

18.1.1 Signalfluss und parallele Geräteketten

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Das Innere eines Audio-Effekt-Racks

In jeder Spur von Live werden Geräte seriell in Geräteketten verbunden, wo das Signal von einem Gerät zum nächsten gereicht wird, von links nach rechts. Standardmäßig zeigt die Geräte-Ansicht nur eine einzelne Gerätekette an, aber es gibt keine Beschränkung hinsichtlich der gleichzeitig in einer Spur nutzbaren Ketten.

Racks erlauben es (unter anderem), zus√§tzliche Ger√§teketten in eine Spur einzuf√ľgen. Besitzt eine Spur mehrere Ger√§teketten, so arbeiten diese parallel: In Instrument- und Effekt-Racks erh√§lt jede Ger√§tekette das gleiche Eingangssignal zur gleichen Zeit, bearbeitet dieses dann aber seriell durch ihre eigenen Ger√§te. Der Ausgang all dieser parallelen Ger√§teketten wird zusammengemischt und bildet das Ausgangssignal des Racks.

Drum-Racks erlauben ebenfalls das gleichzeitige Verwenden mehrerer Ketten, aber diese bearbeiten das Eingangssignal etwas anders: Statt alle das gleiche Signal zu erhalten, empfangen die einzelnen Ketten im Drum-Rack jeweils nur das Signal einer einzelnen wählbaren MIDI-Note.

Man kann sich den gesamten Inhalt eines Racks als einzelnes Ger√§t vorstellen. Das bedeutet, dass das Einf√ľgen eines neuen Racks an einer beliebigen Stelle einer Ger√§tekette sich nicht von dem Einf√ľgen eines anderen Ger√§ts unterscheidet und dass ein Rack beliebig viele andere Racks enthalten kann. Werden in der Ger√§tekette einer Spur nach einem Rack weitere Ger√§te eingef√ľgt, so wird der Ausgang des Racks ganz normal an diese weitergeleitet.

18.1.2 Makro-Regler

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Die Makro-Regler.

Eine besondere Eigenschaft der Racks sind ihre Makro-Regler.

Die Makro-Regler sind eine Gruppe von acht Reglern, von denen jeder eine beliebige Anzahl von Parametern beliebiger Ger√§te im Rack steuern kann. Wie Sie die Regler einsetzten, bleibt Ihnen √ľberlassen -- sei es, um den Bedienkomfort zu erh√∂hen, indem z.B. der Zugriff auf einen wichtigen Ger√§teparameter vereinfacht wird oder um exotische √úberg√§nge mehrerer Parameter gleichzeitig zwischen Rhythmus und Klangfarbe zu gestalten oder aber um einen gewaltigen Synthesizer zu konstruieren, der sich hinter einer einzigen, frei definierbaren Bedienoberfl√§che verbirgt. Im Abschnitt Die Makro-Regler verwenden (siehe 18.7) finden Sie eine genaue Beschreibung, wie Sie Makro-Regler einsetzen k√∂nnen.

F√ľr ein H√∂chstma√ü an musikalischem Ausdruck empfehlen wir Ihnen die Makro-Regler √ľber MIDI (siehe 27.2.1) einer externen Bedienoberfl√§che zuzuweisen.

18.2 Racks erzeugen

Es gibt vier Rack-Varianten f√ľr die unterschiedlichen Ger√§te in Live: Instrument-Racks, Drum-Racks, Audio-Effekt-Racks und MIDI-Effekt-Racks. Genau wie bei den unterschiedlichen Spur-Typen gibt es auch bei den Racks Regeln, was die m√∂glichen enthaltenen Ger√§te betrifft:

  • MIDI-Effekt-Racks k√∂nnen nur MIDI-Effekte enthalten und nur in MIDI-Spuren verwendet werden.
  • Audio-Effekt-Racks bearbeiten Audiosignale und k√∂nnen in Audio-Spuren verwendet werden. Man kann sie auch in MIDI-Spuren einsetzen, aber nur, wenn Sie auf ein Instrument folgen.
  • Instrument-Racks enthalten Instrumente, k√∂nnen zus√§tzlich aber auch MIDI- und Audio-Effekte enthalten. In diesem Fall m√ľssen sich die MIDI-Effekte am Anfang der Ger√§tekette des Racks befinden, gefolgt von einem Instrument, dann von den Audio-Effekten.
  • Drum-Racks(siehe 18.6) √§hneln Instrument-Racks; sie k√∂nnen sowohl Instrumente als auch MIDI- und Audio-Effekte enthalten, und ihre Ger√§te m√ľssen entsprechend nach den gleichen Signalfluss-Regeln angeordnet werden. Drum-Racks k√∂nnen auch bis zu sechs Return-Ketten mit Audio-Effekten enthalten, f√ľr die in jeder Kette des Haupt-Racks jeweils ein unabh√§ngiger Send-Parameter zur Verf√ľgung steht.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Racks zu erzeugen. Ein neues, leeres Rack kann durch Ziehen eines generischen Rack-Presets (zum Beispiel "Audio-Effekt-Rack") aus dem Geräte-Browser in eine Spur erzeugt werden. Geräte können dann direkt in die Liste der Geräteketten oder in die Geräte-Ansicht gezogen werden, die beide im nächsten Abschnitt vorgestellt werden.

Besitzt eine Spur bereits mehrere Ger√§te, die Sie in einem Rack gruppieren wollen, dann w√§hlen Sie einfach die Titelleisten dieser Ger√§te in der Ger√§te-Ansicht aus und √∂ffnen mit [Rechts-Klick](PC) / [CTRL-Klick](Mac) auf einer der Titelleisten das Kontextmen√ľ. Dort finden Sie die Befehle Gruppiere und Gruppiere als Drum-Rack. Beachten Sie, dass wenn Sie diesen Befehl erneut mit mit dem gleichen Ger√§t wiederholen, Sie ein Rack innerhalb einem Racks erzeugen. Sie k√∂nnen auch mehrere Ketten innerhalb eines Racks mit diesen Befehlen gruppieren. Auch dies erzeugt ein Rack innerhalb eines Racks. In der Track-Ansicht ist der Inhalt eines Racks immer zwischen Klammern dargestellt: Wie in der Mathematik, besitzt ein Rack in einem anderen ein Paar Klammern innerhalb eines anderen Paars von Klammern.

Um die Gruppierung von Ger√§ten aufzuheben und das umgebende Rack zu beseitigen, selektieren Sie die Titelzeile des Racks und rufen den Befehl Gruppierung aufheben aus dem Bearbeiten-Men√ľ oder dem Kontextmen√ľ auf.

18.3 Darstellungs-Optionen f√ľr Racks

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Die Komponenten eines Effekt-Racks.
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Die Komponenten eines Drum-Racks.
  1. Racks besitzen verschiedene Ansichten, die ganz nach Bedarf ein- oder ausgeblendet werden k√∂nnen. Jedes Rack hat darum ganz links eine Ansichten-Spalte, wo die entsprechenden Ansichten-Schalter zu finden sind. Welche Ansichten-Schalter zur Verf√ľgung stehen, h√§ngt davon ab, ob es sich um ein Instrument-, Drum- oder Effekt-Rack handelt.
  2. Makro-Regler
  3. Kettenliste. In Drum-Racks kann diese Ansicht sowohl Drum- als auch Return-Ketten enthalten.
  4. Geräte
  5. Racks können auch durch ihre abgerundeten Ecken identifiziert werden, die ihren Inhalt einklammern und umschließen. Ist die Geräte-Ansicht eingeblendet, wird die End-Klammer etwas abgesetzt dargestellt, um die Rack-Hierarchie zu verdeutlichen.
  6. Pad-Ansicht (siehe 18.6.1). Diese Ansicht gibt es nur in Drum-Racks.

Um ein ganzes Rack zu bewegen, zu kopieren oder zu l√∂schen, w√§hlen Sie einfach seine Titelleiste an (nicht die Titelleiste eines Ger√§ts darin!). Ist ein Rack selektiert, kann es mit dem Befehl Umbenennen aus dem Bearbeiten-Men√ľ jederzeit umbenannt werden. Sie k√∂nnen mit dem Befehl Infotext bearbeiten aus dem Bearbeiten-Men√ľ oder dem [Rechts-Klick](PC) / [CTRL-Klick](Mac) Kontextmen√ľ des Racks auch Ihren eigenen Infotext f√ľr das Rack eingeben.

Wenn alle Ansichten eines Racks ausgeblendet sind, schrumpft seine Titelleiste auf die Breite der Ansichten-Spalte; das Rack beansprucht auf diese Weise so wenig Platz wie m√∂glich. Der gleiche Effekt l√§sst sich mit dem Befehl Einklappen aus dem [Rechts-Klick](PC) / [CTRL-Klick](Mac) Kontextmen√ľ oder durch Doppelklicken der Rack-Titelzeile erzielen.

Wenn Sie ein bestimmtes Ger√§t in einem Rack auffinden wollen, ohne manuell durch seinen gesamten Inhalt zu scrollen, werden Sie folgende Navigations-Abk√ľrzung sch√§tzen: [Rechts-Klick](PC) / [CTRL-Klick](Mac) auf dem Ger√§te-Ansicht-Reiter l√§sst eine hierarchische Liste mit allen Ger√§ten der Kette der Spur erscheinen. W√§hlen Sie einfach das gew√ľnschte Ger√§t aus der Liste aus und Live wird es f√ľr Sie selektieren und in die Ger√§te-Ansicht holen.

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Mit dem Kontextmen√ľ schnell in Racks navigieren.

18.4 Liste der Geräteketten

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Die Kettenliste in einem Audio-Effekt-Rack.

Wenn ein Signal in ein Rack eingespeist wird, begegnet es zunächst der Liste der Geräteketten. Wir wollen sie deswegen auch zuerst vorstellen.

Die Liste der Ger√§teketten repr√§sentiert den Verzweigungspunkt f√ľr ankommende Signale: Jede der parallelen Ger√§teketten beginnt hier, als Eintrag in der Liste. Unterhalb der Liste ist ein leerer Bereich, in dem neue Ketten erzeugt werden k√∂nnen, indem man Presets, Ger√§te oder sogar bereits bestehende Ger√§teketten dorthin zieht.

Hinweis: Racks, Ger√§teketten und Ger√§te k√∂nnen beliebig in und aus Racks und sogar in andere Spuren gezogen werden! Indem Sie eine Kette selektieren und dann auf eine andere Spur der Session- oder Arrangement-Ansicht ziehen, wird der Fokus auf diese Spur gelenkt, ihre Ger√§te-Ansicht wird sichtbar und Sie k√∂nnen die Kette an der gew√ľnschten Position loslassen.

Da die Geräte-Ansicht immer nur eine Gerätekette zu einem gegebenen Zeitpunkt anzeigen kann, dient die Liste auch als Navigationshilfe: Die Auswahl in der Liste bestimmt, was in der danebenliegenden Geräte-Ansicht angezeigt wird (sofern diese eingeblendet ist). Probieren Sie die Tasten ARROWDOWN und ARROWUP auf Ihrer Rechnertastatur aus und Sie werden feststellen, dass Sie damit durch den Inhalt eines Racks blättern können.

Die Liste der Geräteketten erlaubt auch eine Mehrfachselektion von Ketten, die besonders beim Kopieren, Organisieren und Umgruppieren hilfreich ist. Bei einer Mehrfachselektion wird in der Geräte-Ansicht die Anzahl der selektierten Ketten angezeigt.

Jede Kette besitzt ihren eigenen Aktivierungs-Schalter sowie Solo- und Hot-Swap-Schalter. Ketten in Instrument-, Drum- und Audio-Effekt-Racks besitzen eigene Volume- und Pan-Parameter, Drum-Rack-Ketten dar√ľber hinaus noch Send- sowie MIDI-Zuweisungs-Parameter. Wie Live-Clips, k√∂nnen auch ganze Ketten als Presets √ľber den Ger√§te-Browser gesichert und geladen werden. Sie k√∂nnen eine Kette benennen, indem Sie sie selektieren und dann den Umbenennen-Befehl aus dem Bearbeiten-Men√ľ w√§hlen. Sie k√∂nnen mit dem Befehl Infotext bearbeiten aus dem Bearbeiten-Men√ľ oder dem [Rechts-Klick](PC) / [CTRL-Klick](Mac) Kontextmen√ľ des Lokators auch Ihren eigenen Infotext f√ľr den Lokator eingeben. Das Kontextmen√ľ enth√§lt auch eine Farbpalette, mit der Sie der Kette eine gew√ľnschte Farbe zuweisen k√∂nnen.

18.4.1 Auto-Selektion

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Auto-Selektion in einem Audio-Effekt-Rack.

Ist der Schalter f√ľr die Auto-Selektion aktiviert, wird jede Kette, die gerade Signale bearbeitet, automatisch in der Kettenliste ausgew√§hlt. In Drum-Racks w√§hlt diese Funktion diejenigen Ketten aus, die gerade ihre zugewiesene MIDI-Eingangsnote empfangen. In Instrumenten- und Effekt-Racks arbeitet die Auto-Selektion mit den weiter unten erl√§uterten Zonen zusammen, was beim Bearbeiten und bei der Fehlersuche in komplexeren Konfigurationen sehr hilfreich ist.

18.5 Zonen

Zones sind eine Reihe von Datenfiltern, die sich am Eingang jeder Ger√§tekette in einem Instrument- und Effekt-Rack befinden. Zusammen bestimmen Sie den Bereich der Werte, der eine Ger√§tekette erreicht. Standardm√§√üig verhalten sich Zonen v√∂llig transparent und fordern keine Aufmerksamkeit von Ihnen. Sie k√∂nnen jedoch so rekonfiguriert werden, dass sie weitreichende Kontrollm√∂glichkeiten bieten. Die drei Zonen-Typen, deren Editor mit den Schaltern √ľber der Liste der Ger√§teketten gew√§hlt werden kann, sind Key, Velocity und Chain Select. Der folgende Schalter Hide verbirgt den Editorbereich.

Hinweis: Anmerkung: Audio-Effekt-Racks haben keine Zonen f√ľr Noten und Anschlagsst√§rken, da nur die anderen beiden Zonen-Typen MIDI-Daten filtern. Entsprechend haben Drum-Racks gar keine Zonen; sie filtern MIDI-Noten auf der Basis der Parameter in der Kettenliste.

Zonen besitzen unten einen Hauptbereich, der f√ľr das √Ąndern der Gr√∂√üe und das Bewegen einer Zone benutzt wird, sowie einen kleineren oberen Bereich, der dem Erzeugen von Ein- und Ausblendungen dient. Die Gr√∂√üen√§nderung beider Bereiche erfolgt durch Anklicken und Ziehen der rechten oder linken Ecke, das Bewegen durch Anklicken und Ziehen einer Zone an allen Stellen au√üer den Ecken.

18.5.1 Der Signalfluss durch Zonen

Um zu verstehen wie Zonen funktionieren, wollen wir den Signalfluss in einem MIDI-Effekt-Rack betrachten. Unser MIDI-Effekt-Rack befindet sich in der Gerätekette einer MIDI-Spur und bearbeitet MIDI-Signale. Wir nehmen an, dass es vier parallele Geräteketten enthält, in denen sich jeweils ein MIDI-Effekt befindet.

  1. Alle MIDI-Daten der Spur werden an ihre Gerätekette und damit auch an den Eingang des MIDI-Effekt-Racks geleitet.
  2. Unser MIDI-Effekt-Rack hat vier Geräteketten, die alle gleichzeitig die gleichen MIDI-Daten empfangen.
  3. Damit MIDI-Daten eine Ger√§tekette erreichen k√∂nnen, m√ľssen sie jede Zone in dieser Kette passieren k√∂nnen. Jede Ger√§tekette in einem MIDI-Effekt-Rack besitzt drei Zonen: eine f√ľr den Notenbereich (Key) eine f√ľr den Bereich der Anschlagswerte (Vel) und eine f√ľr die Auswahl der Kette (Chain select).
  4. Ein ankommende MIDI-Note wird mit der Key-Zone einer Kette verglichen. Liegt sie innerhalb des eingestellten Notenbereichs, darf sie zwecks Vergleich bei der nächsten Zone vorstellig werden; liegt sie nicht im eingestellten Bereich, wissen wir bereits, dass die Note diese Gerätekette nicht erreichen wird.
  5. Ein entsprechender Vergleich findet f√ľr die eingestellte Velocity-Zone und die Chain-Select-Zone statt. Liegt die Note innerhalb dieser beiden Zonen, wird sie an das erste Ger√§t in dieser Ger√§tekette geleitet.
  6. Der Ausgang aller parallelen Geräteketten wird gemischt und bildet den finalen Ausgang des MIDI-Effekt-Racks. Folgt auf das Rack ein weiteres Gerät in der Gerätekette der Spur, erhält es nun den Ausgang des Racks zur weiteren Verarbeitung.

18.5.2 Noten-Zonen

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Der Editor f√ľr die Noten-Zonen.

Ist der Key-Schalter aktiviert, erscheint der Noten-Zonen-Editor rechts neben der Liste der Geräteketten und zeigt an, welcher Bereich des gesamten MIDI-Notenbereichs (fast 11 Oktaven) jeder Kette zugeordnet ist. Ketten reagieren nur auf solche MIDI-Noten, die innerhalb ihres Notenbereichs liegen. Die Zonen der verschiedenen Ketten können eine beliebige Anzahl von Noten umfassen, was flexible "Keyboard-Split"-Konfigurationen erlaubt.

Die Ein/Ausblendbereiche von Noten-Zonen schwächen die Velocity-Werte an den Zonen-Grenzen ab.

18.5.3 Zonen f√ľr die Anschlagst√§rke

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Der Editor f√ľr die Velocity-Zonen

Jede Ger√§tekette in einem Instrument- oder MIDI-Rack besitzt auch eine Zone f√ľr die Anschlagswerte; sie bestimmt den Bereich der MIDI-Note-On-Velocity-Werte, auf den die Kette reagiert.

Wird er eingeblendet, ersetzt der Editor f√ľr die Velocity-Zonen den Editor f√ľr die Noten-Zonen rechts neben der Liste der Ger√§teketten. Note-On-Velocity-Werte liegen in einem Bereich zwischen 1 und 127, und dieser Wertebereich ist oben im Editor zu sehen. Davon abgesehen ist die Funktionalit√§t hier identisch zu der im Noten-Zonen-Editor.

Die Ein/Ausblendbereiche schwächen die Velocity-Werte an den Zonen-Grenzen ab.

18.5.4 Zonen f√ľr die Ger√§teketten-Wahl

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Der Editor f√ľr die Ger√§teketten-Wahl.

Wenn Sie den Schalter Chain in einem Instrument- oder Effekt-Rack aktivieren, wird der Ketten-Wahl-Editor angezeigt. Diese Racks besitzen Ketten-Wahl-Zonen, die Ihnen das spontane Filtern √ľber einen einzigen Parameter erlauben. Der Editor zeigt √§hnlich wie der Velocity-Editor eine Skala von 0-127 an. √úber dieser Skala findet sich jedoch ein Indikator der bewegt werden kann: der Ketten-W√§hler.

Obwohl alle Ger√§teketten in einem Rack Eingangssignale erhalten, dringen sie nur zu jenen durch und erzeugen ein Ausgangssignal, bei denen sich die eingestellte Zone f√ľr die Ger√§teketten-Wahl mit dem aktuellen Wert des Ketten-W√§hlers √ľberlappt.

Standardm√§√üig filtern die Zonen f√ľr die Ger√§teketten-Wahl bei Instrument- und MIDI-Effekt-Racks nur Noten und ignorieren alle anderen MIDI-Daten (wie zum Beispiel MIDI-Controller). Um alle Daten zu filtern, aktivieren Sie die Option "Ketten-Wahl filtert MIDI Ctrl", die im [Rechts-Klick](PC) / [CTRL-Klick](Mac) Kontextmen√ľ der Skala f√ľr die Ketten-Wahl-Zonen zu finden ist.

Bei MIDI-Effekt-Racks reduzieren die Ein/Ausblendbereiche die Velocity-Werte der in die Ketten eingespeisten Noten. Bei Instrument-Racks und Audio-Effekt-Racks, die beide Audiosignale ausgeben, beeinflussen die Ein/Ausblendbereiche die Lautst√§rken am Ausgang jeder Kette. Was passiert dann also, wenn der Ketten-W√§hler bei einem gerade spielenden Sound aus dem Bereich herausbewegt wird, der als Zone f√ľr die Ger√§teketten-Wahl definiert ist? Endet die Zone mit einer Ein/Ausblendung, dann wird die Ausgangslautst√§rke der Kette auf Null abgesenkt, wenn sich der Ketten-W√§hler au√üerhalb der Zone befindet. Besitzt die Zone keine Ein/Ausblendung, dann wird die Ausgangslautst√§rke nicht abgesenkt, so dass Effekte in der Kette (zum Beispiel ein langer Hall oder ein langes Delay) gem√§√ü ihren eigenen Einstellungen abklingen k√∂nnen.

Machen wir uns kurz Gedanken, wie man die Zonen f√ľr die Ger√§teketten-Wahl in einer Performance-Situation nutzen kann:

Preset-Bänke mit Hilfe der Geräteketten-Wahl erzeugen

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Zonen f√ľr die Ger√§teketten-Wahl zum Erzeugen von Effekt-Presets nutzen.

Anders als bei den anderen Zonen-Typen, ist die Standard-L√§nge einer Zone f√ľr die Ger√§teketten-Wahl 1 und der Standardwert 0. Ausgehend von dieser Einstellung kann man sehr schnell "Preset-B√§nke" im Editor f√ľr die Ger√§teketten-Wahl-Zonen erzeugen.

Wieder verwenden wir ein Rack mit vier Ketten als Ausgangspunkt. Jede der vier Ketten enth√§lt unterschiedliche Effekte, zwischen denen wir gerne umschalten w√ľrden. Um das "griffig" tun zu k√∂nnen, steuern wir den Ger√§teketten-W√§hler mit dem Drehgeber einer externen Hardware-Bedienoberfl√§che.

Nun bewegen wir die Ger√§teketten-Wahl-Zonen f√ľr die zweite und die dritte Kette so, dass beide eigene, aufeinanderfolgende Bereiche belegen: Die erste Zone hat den Wert 0, die zweite erh√§lt den Wert 1, die dritte den Wert 2, die vierte den Wert 3.

Da jede unserer Zonen f√ľr die Ger√§teketten-Wahl nun einen individuellen Wert hat und sich keine zwei Zonen √ľberlappen, kann nur immer eine der Zonen dem Wert des Ger√§teketten-W√§hlers entsprechen (der oben im Editor angezeigt wird). Indem wir den Ger√§teketten-W√§hler verschieben, k√∂nnen wir darum bestimmen, welche der Ketten das Signal verarbeitet. Mit dem Drehgeber unserer MIDI-Bedienoberfl√§che k√∂nnen wir m√ľhelos zwischen verschiedenen Instrumenten oder Effekten w√§hlen.

Preset-B√§nke mit Hilfe der Ein/Ausblendbereiche √ľberblenden

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Das √úberblenden zwischen Effekt-Presets mit Hilfe der Zonen f√ľr die Ger√§teketten-Wahl.

Wenn wir das letzte Beispiel etwas erweitern, k√∂nnen wir unsere Zonen f√ľr die Ger√§teketten-Wahl so modifizieren, dass ein weicher √úbergang zwischen unseren "Presets" entsteht. Um das zu erreichen, verwenden wir die Ein/Ausblendbereiche der Zonen.

Um Platz f√ľr das √úberblenden zu haben, vergr√∂√üern wir die Zonen etwas. Das Einstellen der Zonen wie abgebildet gew√§hrleistet, dass es einen exklusiven Punkt f√ľr jede Zone gibt, an der die anderen nicht zu h√∂ren sind. Wir √ľberblenden zwischen den Zonen √ľber acht Schritte. Falls dieser √úbergang f√ľr Ihre Anwendung zu grob sein sollte, k√∂nnen Sie die Zonen einfach anders positionieren und die √úberblendbereiche vergr√∂√üern.

18.6 Drum-Racks

Wir haben bereits √ľber Drum-Racks gesprochen und die meisten ihrer Funktionen entsprechen denen der Instrument- und Effekt-Racks. Drum-Racks haben jedoch ein etwas anderes Aussehen, einige besondere Parameter sowie ein besonderes Verhalten, das f√ľr die Erstellung von Drumkits optimiert ist.

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Die Kettenliste in einem Drum-Rack.
  1. Zus√§tzlich zu den Standard-Schaltern aller Racks haben Drum-Racks vier zus√§tzliche Schalter in ihrer Ansicht-Spalte. Von oben nach unten sind dies der Auto-Selektions-Schalter sowie Ein/Ausblend-Schalter f√ľr Eing√§nge/Ausg√§nge, den Send- und den Return-Bereich.
  2. Eing√§nge/Ausg√§nge-Bereich. Der MIDI-In-Note-Parameter w√§hlt die MIDI-Note, auf die die Drum-Kette reagieren soll. Die Liste zeigt die Notennamen, die MIDI-Notennummern sowie die Standard-GM-Belegung an. Der MIDI-Out-Note-Parameter w√§hlt die Note, die an die Ger√§te der Kette ausgegeben wird. Das Choke-Men√ľ w√§hlt eine von 16 m√∂glichen Stummschaltungs-Gruppen. Ketten, die der gleichen Stummschaltungs-Gruppe zugewiesen sind, schneiden einander beim Triggern ab. Dies ist zum Beispiel n√ľtzlich, um eine offene Hihat durch das Triggern einer geschlossenen zum Verstummen zu bringen. Ist f√ľr MIDI-In-Note "All Notes" gew√§hlt, sind der MIDI-Out-Note-Parameter und das Choke-Men√ľ inaktiv -- in diesem Fall leitet die Kette einfach die empfangenen Noten an ihre Ger√§te weiter. Der kleine Vorh√∂r-Taster links neben diesen Parametern schickt eine Note an die Kette und macht es so einfach, Ihre Zuweisung auch ohne ein MIDI-Ger√§t zu testen.
  3. Mixer-Bereich. Zus√§tzlich zu den Mixer- und Hot-Swap-Bedienelementen der anderen Racks besitzen Drum-Racks auch Send-Regler. Diese erlauben es Ihnen einen w√§hlbaren Anteil des Post-Fader-Signals jeder Drum-Kette zu jeder der verf√ľgbaren Return-Ketten zu senden. Beachten Sie, dass die Send-Parameter erst dann zur Verf√ľgung stehen, wenn Return-Ketten erzeugt wurden.
  4. Return-Ketten. Die Return-Ketten eines Drum Racks sind in einem gesonderten Bereich unten in der Kettenliste sichtbar. Hier können bis zu sechs Ketten mit Audio-Effekten erzeugt werden, die mit den Send-Reglern in jeder der Drum-Ketten gespeist werden.

Das Audio-an-Men√ľ im Mixer der Return-Ketten erlaubt es Ihnen, das Signal der Kette entweder an den Hauptausgang des Racks oder direkt zu den Return-Spuren des Sets zu leiten.

18.6.1 Pad-Ansicht

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Pad-Ansicht.

Sie bietet eine einfache M√∂glichkeit, Samples und Ger√§te zuzuweisen und zu manipulieren. Jedes Pad repr√§sentiert eine der 128 verf√ľgbaren MIDI-Noten. Die Pad-√úbersicht links dient zum Verschieben des sichtbaren Ausschnitts in 16er-Gruppen; dies kann entweder durch Verschieben der Umrandung oder mit Hilfe der Tasten [Pfeil-hoch] und [Pfeil-runter] Ihrer Rechnertastatur erfolgen. Halten Sie die Taste ALT(PC) / CMD(Mac), um den Ausschnitt um einzelne Reihen statt Oktaven zu verschieben.

Fast jedes Objekt aus Lives Browser - Samples, Effekte, Instrumente und Presets - kann auf ein Pad gezogen werden. Es wird dadurch der Note des Pads zugewiesen und bewirkt, dass intern Ketten und Ger√§te wie ben√∂tigt erzeugt oder rekonfiguriert werden. Ziehen Sie zum Beispiel ein Sample auf ein leeres Pad, wird eine neue Kette mit einem Simpler erzeugt, der das Sample l√§dt und √ľber die Note des Pads spielbereit h√§lt. Ziehen Sie dann einen Audio-Effekt auf das gleiche Pad, wird dieser nach Simpler in der gleichen Kette platziert. Um Simpler zu ersetzen, k√∂nnen Sie einfach ein anderes Sample auf das gleiche Pad ziehen - dabei werden nur Simpler und das Sample ersetzt; MIDI-Effekte vor Simpler oder Audio-Effekte nach Simpler bleiben unangetastet.

Zus√§tzlich zum Ziehen von Objekten aus dem Browser k√∂nnen Pads auch sehr schnell √ľber Hot-Swap belegt werden. Wenn Sie im Hot-Swap-Modus sind, wechselt beim Dr√ľcken von D das Hot-Swap-Ziel zwischen dem Drum-Rack selbst und dem zuletzt selektierten Pad.

Werden mehrere Samples zugleich auf ein Pad gezogen, so werden neue Simpler und Ketten erzeugt und ausgehend von diesem Pad in Halbtonschritten aufwärts zugewiesen. Alle Samples, die möglicherweise den betreffenden Pads bereits zugewiesen waren, werden dabei ersetzt (wobei die Effekt-Geräte wiederum nicht angetastet werden). ALT(PC) / CMD(Mac)-Ziehen mehrerer Samples weist alle Samples einem einzelnen Pad zu, indem es ein eingebettetes Instrument-Rack erzeugt, dessen Ketten alle der Note des Pads zugewiesen sind.

Das Ziehen eines Pads auf ein anderes vertauscht die Notenzuweisung der beiden Pads. Dies bedeutet, dass MIDI-Clips, die die betreffenden Noten triggern, nun die "falschen" Klänge spielen -- wobei das wahrscheinlich genau das ist, was Sie beabsichtigt haben. ALT(PC) / CMD(Mac)-Ziehen eines Pads auf ein anderes wird die Ketten beider Pads in einem eingebetteten Drum-Rack stapeln.

Sie k√∂nnen die Zuweisung auch jederzeit in der Kettenliste mit den MIDI-In-Note-Parametern √§ndern. Die Pad-Ansicht wird automatisch aktualisiert, um Ihre √Ąnderungen widerzuspiegeln. Weisen Sie mehreren Ketten die gleiche MIDI-In-Note zu, wird das Pad dieser Note sie alle triggern.

Wenn Sie mit zahlreichen verschachtelten Racks arbeiten, kann die innere Struktur schnell kompliziert werden. Die Pad-Ansicht erleichtert die Arbeit, da sie Ihren Fokus auf die oberste Ebene lenkt: die der Noten und Klänge. Es ist wichtig zu verinnerlichen, dass ein Pad eher eine Note repräsentiert als eine Kette. Genauer: Es repräsentiert alle Ketten, die seine Note empfangen können, unabhängig davon, wie tief diese sich im Rack befinden. Was Sie mit einem einzelnen Pad steuern können, hängt davon ab, wie viele Ketten es repräsentiert:

  • Ein leeres Pad zeigt nur die Note an, die es triggern wird. Wenn Sie mit der Maus auf das Pad gehen, zeigt die Statuszeile diese Note, sowie das zugeh√∂rige, durch den GM-Standard vorgeschlagene Instrument an.
  • Ein Pad das nur eine Kette triggert, zeigt den Namen dieser Kette an. In diesem Fall erlaubt Ihnen das Pad einen einfachen Zugriff auf zahlreiche Bedienelemente, die normalerweise √ľber die Kettenliste erreicht werden, etwa f√ľr Stummschaltung, Solo, Vorh√∂ren und Hot-Swap. Sie k√∂nnen die Kette √ľber das Pad auch l√∂schen oder umbenennen.
  • Ein Pad das mehrere Ketten triggert, hat den Namen "Multi". Seine Mute-, Solo- und Vorh√∂r-Schalter betreffen alle seiner Ketten. Schalten Sie Ketten √ľber die Kettenliste individuell stumm oder auf Solo, zeigt das Symbol des Pads diesen gemischten Zustand an. Hot-Swappen und Umbenennen sind bei einem Multi-Pad deaktiviert, aber Sie k√∂nnen alle seine Ketten gleichzeitig l√∂schen.

Obwohl die Pad-Ansicht vor allem die Bearbeitung und das Sound-Design erleichtern soll, ist sie auch eine n√ľtzliche Performance-Schnittstelle -- besonders dann, wenn sie mit einer Hardware getriggert wird, die mit Pads ausgestattet ist. Geh√∂rt Ihr Pad-Controller zu den von Ableton nativ unterst√ľtzten Hardware-Controllern (siehe 27.1.1), w√§hlen Sie ihn einfach als Bedienoberfl√§che auf der Link/MIDI-Seite von Lives Voreinstellungen aus. Haben Sie ein Drum-Rack auf einer Spur die MIDI empf√§ngt, wird Ihr Pad-Controller dann immer die Pads triggern, die auf dem Bildschirm zu sehen sind. Scrollen Sie in der Pad-√úbersicht zu einer anderen Pad-Auswahl, wird Ihr Pad-Controller automatisch diesen zugewiesen.

18.7 Die Makro-Regler verwenden

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Das Belegen der Makro-Regler im Zuweisungs-Modus.

Beim Erzeugen komplexer Ger√§teketten helfen die Makro-Regler, die Kontrolle √ľbersichtlich zu gestalten, da sie die wichtigsten Parameter eines Racks steuern k√∂nnen (welche das sind, bestimmen nat√ľrlich Sie!). Nachdem Sie entsprechende Zuweisungen vorgenommen haben, k√∂nnen Sie den Rest des Racks ausblenden.

Ein eigener Zuweisungs-Schalter in der Makro-Regler-Ansicht √∂ffnet die T√ľr zu diesen M√∂glichkeiten. Das Aktivieren des Zuweisungs-Schalters bewirkt drei Dinge:

  • Alle zuweisbaren Parameter eines Racks erscheinen farblich hinterlegt;
  • Map-Taster erscheinen neben jedem Makro-Regler;
  • Der Zuweisungs-Browser (siehe 27.2) wird ge√∂ffnet.

So gehen Sie bei der Zuweisung der Makro-Regler vor:

  1. Aktivieren Sie den Makro-Zuweisungs-Modus mit dem Zuweisungs-Schalter;
  2. W√§hlen Sie einen Ger√§te-Parameter durch Anklicken f√ľr die Zuweisung aus;
  3. Weisen Sie den Parameter einem Makro-Regler zu, indem Sie seinen Map-Taster anklicken. Die Zuweisungs-Details erscheinen im Zuweisungs-Browser. Standardm√§√üig √ľbernimmt das Makro seinen Namen und die Ma√üeinheiten (dB, %, etc.) von dem Ger√§te-Parameter, den es steuert.
  4. Begrenzen Sie falls gew√ľnscht den zu steuernden Bereich mit den Min/Max-Feldern im Zuweisungs-Browser. Invertierte Zuweisungen lassen sich erzeugen, indem man den Min-Wert gr√∂√üer als den Max-Wert w√§hlt. Die aktuellen Werte k√∂nnen im [Rechts-Klick](PC) / [CTRL-Klick](Mac) Kontextmen√ľ auf einem Eintrag des Zuweisungs-Browsers invertiert werden.
  5. Wählen Sie einen weiteren Geräte-Parameter, falls Sie weitere Zuweisungen vornehmen wollen, oder verlassen Sie den Makro-Regler-Zuweisungs-Modus durch erneutes Anklicken des Zuweisungs-Schalters.

Beachten Sie, dass Parameter, die einem Makro-Regler zugewiesen wurden, nicht mehr aktiv sind, da sie ihre Kontrolle vollst√§ndig an die Makro-Regler "abtreten" (sie k√∂nnen jedoch immer noch extern √ľber Clip-H√ľllkurven (siehe Kapitel 20) moduliert werden).

Sie können Ihre Zuweisungen im Zuweisungs-Browser jederzeit bearbeiten oder löschen (er ist sichtbar, wenn der Zuweisungs-Modus aktiviert ist).

Sobald einem einzelnen Makroregler mehr als ein Parameter zugeordnet ist, wird der Name des Makros wieder auf den allgemeinen Namen (z.B. Macro 3) zur√ľckgesetzt. Auch die Einheiten des Makros √§ndern sich zu einer Skala von 0 bis 127, au√üer wenn alle Parameter die gleiche Einheit und den gleichen Werteumfang besitzen.

Sie k√∂nnen Makro-Regler mit den entsprechenden Befehlen im Bearbeiten-Men√ľ oder im [Rechts-Klick](PC) / [CTRL-Klick](Mac) Kontextmen√ľ auch mit eigenen Namen, Farben und Info-Texten versehen.

18.8 Mischen mit Racks

Jedes Instrument- oder Drum-Rack das mehr als eine Kette enth√§lt, erlaubt ein Mischen neben den anderen Spuren im Mixer der Session-Ansicht. Eine Spur mit einem solchen Rack besitzt einen Ausklapp-Schalter 31233.png in ihrer Titelzeile, die den Mixer des Racks ein- oder ausblendet. Entsprechend haben auch alle im Rack eingebetteten Ketten diesen Schalter. Dies macht es einfach, die Hierarchie Ihres Racks zu √ľberblicken -- oder sie einfach auszublenden, wenn Sie nur mit der Mischung arbeiten wollen.

InlineRackMixer.png
Das Mischen von Rack-Ketten in der Session-Ansicht.

Ketten sehen im Mixer der Session-Ansicht √§hnlich wie Spuren aus, sie besitzen aber keine Clip-Slots. Ihre Misch- und Routing-Parameter entsprechen denen, die auch in der Kettenliste des Racks zu sehen sind und √Ąnderungen auf einer Seite werden sofort auf der anderen reflektiert. Entsprechend k√∂nnen Bearbeitungen der Ketten wie Umbenennen, Umsortieren und Umgruppieren entweder im Mixer oder in der Kettenliste vorgenommen werden. Klicken Sie die Titelzeile eines Ketten-Mixerkanals an, so werden nur die Ger√§te dieser Kette in der Ger√§te-Ansicht dargestellt.

Wie bei Spuren gilt: werden Ketten mehrfach im Mixer der Session-Ansicht selektiert, f√ľhrt eine √Ąnderung eines Mixer-Parameters bei eine der Ketten auch zur √Ąnderung des gleichen Parameters der anderen gew√§hlten Ketten. Beachten Sie, dass dieses Verhalten nur f√ľr Parameter gilt, die mit dem Session-Mixer ver√§ndert werden und nicht bei einer √Ąnderung der gleichen Parameter in der Kettenliste des Racks.

18.8.1 Ketten extrahieren

Ketten k√∂nnen aus ihrem Heimat-Rack herausgezogen und in andere Spuren oder Racks bewegt werden. Die kann entweder aus der Kettenliste oder aus dem Mixer der Session-Ansicht heraus erfolgen. Return-Ketten eines Drum-Racks k√∂nnen ebenfalls extrahiert werden und erzeugen neue Return-Spuren, wenn sie in den Mixer gezogen werden. Drum-Ketten haben dar√ľber hinaus eine weitere Funktionalit√§t: Zieht man sie aus dem Mixer auf eine neue Spur, nehmen sie ihre MIDI-Noten mit. Arbeiten Sie zum Beispiel an einem MIDI-Drumloop in einer einzelnen Spur und wollen sp√§ter nur die Snare daraus auf eine eigene Spur legen, fassen Sie einfach die Titelzeile der Snare-Kette im Mixer an und ziehen Sie in den freien Bereich des Mixers. Dies erzeugt eine neue Spur mit dem Inhalt der betreffenden Kette: den Ger√§ten und den MIDI-Daten. Wollen Sie nur die Ger√§te ohne Noten extrahieren, ziehen Sie die Kette aus der Ketten-Liste statt aus dem Mixer.

DrumRackExtract.png
Das Extrahieren von Drum-Ketten im Mixer extrahiert die MIDI-Daten.

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