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Hardware-Drum-Maschinen mit Push spielen

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Vielleicht sind Sie mit Push schon ganz gut vertraut, unserem Instrument zum Spielen von Melodien, zum Triggern von Clips, zum Sequenzieren von Beats und vielem mehr. Wenn Sie das Geschehen aufmerksam verfolgt haben, wissen Sie mittlerweile auch, dass Sie mit Push Hardware-Synthesizer spielen und steuern können. Heute wollen wir die Hardware-Setups noch einmal Revue passieren lassen und Ihnen zeigen, wie Sie mit Hilfe der Drum-Pads und der Sequenzer-Modi in Push auch Ihren Drum-Maschinen neue Facetten abgewinnen.

Wir sprachen mit den in Barcelona beheimateten Künstlern Cardopusher und Nehuen, die gemeinsam als CWS (sprich "Classicworks") in Erscheinung treten, über ihren Einsatz von Push innerhalb des Hardware-Setups. Mehr dazu gleich im nachfolgenden Interview. Außerdem baten wir Produktspezialist Jesse Abayomi zu demonstrieren, wie Sie ein Setup aus Push und Drum-Maschinen aufsetzen – mit weiterführenden Informationen zu Custom Racks, Automation und Drum-Variationen direkt über Pushs Bedienoberfläche.

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Ihr habt ein neues Live-Setup, richtig? Könnt Ihr uns sagen, woraus es besteht?

Cardopusher & Nehuen: Mit unseren persönlichen Projekten sind wir ja normalerweise als DJs unterwegs. Für diese neue CWS-Geschichte wollten wir es anders machen, eher live. Zur Zeit besteht unser Set aus zwei synchronisierten Laptops (und zwei Ableton Push) mit Ableton Live, einer Vermona DRM1 Drum-Maschine, einer Sherman Filterbank, einem Vermona Mono Lancet, einer Bassbot TT303 (303-Clon), zwei Delay-Pedalen (Boss Terra Echo und Strymon El Capistan) und einem kleinen Mixer mit integrierten Effekten.

Was genau macht Ihr mit Push?

C & N: Im Studio nutzen wir Push quasi für alles. Wir komponieren damit, machen damit unsere Sequenzen und steuern darüber sämtliche externen Geräte, die wir haben – von der Drum-Maschine bis zum Synthesizer. Auf der Bühne triggert ein Push Audio und Effekte und ein weiteres MIDI. Wir synchronisieren letztlich alles via MIDI und die Sequenzen kommen ausnahmslos von Push.

Warum verwendet Ihr lieber Drum-Maschinen und Hardware anstatt auf Software-Plug-Ins zu setzen?

C & N: Wir nutzen auch Software-Plug-Ins, gerade für Effekte. Wir sind also keine hundertprozentigen Hardware-Puristen. Aber Hardware vermittelt Dir definitiv ein lebendigeres Gefühl, das Du bei Software so nicht unbedingt findest. Drum-Maschinen produzieren Grooves, die sich nicht eins zu eins imitieren lassen, selbst wenn Du richtig gut programmieren kannst. Das Gleiche gilt für echte Synthies – deren akustisches Spektrum ist einfach weiter gefasst.

Oben: Lernen Sie von Produktspezialist Jesse Abayomi, wie Sie perfekt mit Push und Drum-Maschinen arbeiten.

Packt Ihr noch irgendwelche Effekte auf den Sound? Und wenn ja, laufen die über den Rechner und Ihr steuert sie mit Push?

C & N: Ja, Effekte kommen dazu, sobald wir beim Mixen angelangt sind. Und wir steuern Sie am liebsten mit Push. Insbesondere die Ableton-Plug-Ins, weil jeder Parameter so schnell zugänglich ist.

Ihr habt gerade erst auf dem Mutek Spanien gespielt. Wie habt Ihr Euch darauf vorbereitet?

C & N: Wir haben in den vergangenen Monaten viel Zeit im Studio verbracht, eine Menge ausprobiert und hart daran gearbeitet, unser Set so aufzubauen, dass es möglichst durchdacht ist. Gleichzeitig wollten wir es roh und derb halten, mit möglichst viel Platz für Improvisation.

Habt Ihr das Gefühl, Ihr könnt mit Push etwas aus Euren Drum-Maschinen und Synthies rausholen, das allein mit der Hardware nicht möglich wäre?

C & N: Was wir an Push so mögen ist, dass du Dinge während des Prozesses verändern kannst. Du kannst eine Drum-Maschine oder einen Synthie anschließen und sie über den Push Sequenzer spielen. So gelangt man schnell zu immer neuen Ideen. Davon abgesehen besitzen einige unserer Drum-Maschinen ja nicht mal einen Sequenzer.

 

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