1 Einleitung

Ableton Push ist ein ausdrucksstarkes Instrument zum Musikmachen, mit dem du Melodien, Akkorde, Beats und Samples bearbeiten kannst und komplette Songs erschaffst. Als Standalone-Instrument genutzt, kannst du dich mit Push im Studio oder unterwegs ganz auf das Songschreiben konzentrieren. Nahtlos kannst du deine Live-Sets an Push ĂŒbergeben und umgekehrt.

Push funktioniert außerdem als Schnittstelle, an der du mehrere akustische und elektronische Instrumente gleichzeitig aufnehmen und steuern kannst. Auf der BĂŒhne eignet sich Push als Instrument fĂŒr Echtzeitspiel, Step-Sequencing und zum Starten von Clips.

Du kannst dieses Handbuch verwenden, um mit den grundlegenden Workflows von Push vertraut zu werden oder um die Funktionen und Bedienelemente von Push nachzuschlagen. Hier findest du verschiedene Videos, die dich bei den ersten Schritten unterstĂŒtzen: https://www.ableton.com/learn-push/

1.1 Was ist enthalten?

Push bringt ein Netzteil, ein USB-C-Kabel, eine Erste-Schritte-Anleitung, eine Info-BroschĂŒre zu Sicherheit und Garantiebestimmungen sowie ein Poster mit.

Alle technischen Daten zu Push findest du auf dieser Seite: https://www.ableton.com/push/tech-specs/

1.2 Hardware-Übersicht

1.2.1 Bedienelemente

Bedienelemente

1.2.2 AnschlĂŒsse

AnschlĂŒsse
  1. Audio-AusgÀnge: 2 x 6,35 mm symmetrische Klinkenbuchsen

  2. Audio-EingÀnge: 2 x 6,35 mm symmetrische Klinkenbuchsen. Der Pegel lÀsst sich von Line (symmetrisch) auf Instrument (unsymmetrisch) umstellen.

  3. ADAT In und Out: erweitert Push um bis zu 10 Inputs und 12 Outputs

  4. MIDI In und Out: Anschluss fĂŒr MIDI-Kabel via Breakout-Kabel mit 3,5 mm

  5. USB-A: Anschluss fĂŒr MIDI-Controller oder class-compliant MIDI-Interfaces

  6. Stromzufuhr: DC 20V 3A fĂŒr Strombetrieb und zum Aufladen des Akkus

  7. USB-C: zur Bedienung von Live durch Push

  8. Dynamische Ports: wahlweise als Pedal-Eingang oder CV-Ausgang nutzbar Mithilfe von Breakout-Kabeln sind bis zu vier CV-AusgÀnge möglich.

  9. Kopfhörer: 1 x 6,35 mm Klinkenbuchse stereo

  10. Netzschalter: zum Ein- und Ausschalten

1.3 Push-Konfigurationen

Push ist in zwei AusfĂŒhrungen erhĂ€ltlich. Die erste Konfiguation beinhaltet einen Prozessor, einen Akku und eine SSD, so dass du Push als Standalone-Instrument verwenden kannst. Die zweite enthĂ€lt diese Komponenten nicht, deshalb muss Push an einen Computer angeschlossen werden, um mit Live Musik zu machen.

Ein Upgrade-Kit mit allen Komponenten fĂŒr Push als Standalone wird ab Ende 2023 im Ableton Shop erhĂ€ltlich sein, damit du Push auch nachtrĂ€glich erweitern kannst.

Was die Funktionen betrifft, besteht kein Unterschied zwischen einem Push mit Prozessor und einem Push ohne. Der einzige Unterschied ist, dass GerĂ€te mit Prozessor nicht mit einem Computer verbunden sein mĂŒssen, um Musik zu machen.

Der KĂŒrze halber beziehen wir uns in diesem Handbuch einfach auf Push, ohne zwischen Standalone- und prozessorlosen GerĂ€ten zu trennen – es sei denn, es ist notwendig.

2 Einrichten

Push lÀsst sich entweder einzeln im Standalone-Modus oder an einen Computer angeschlossen im Control-Modus betreiben.

Ist das Netzteil mit Strom verbunden, kannst du Push mit dem gelben Schalter auf der RĂŒckseite einschalten.

Beim ersten Hochfahren startet Push im Standalone-Modus. Nun fĂŒhrt dich ein kurzes Start-Tutorial durch die neuen Funktionen von Push.

Wenn du Push ausschalten willst, halte den Hauptschalter drei Sekunden lang gedrĂŒckt.

Sollten Probleme mit Push auftreten, kannst du den Hauptschalter 10 Sekunden lang gedrĂŒckt halten, um das Ausschalten zu erzwingen.

2.1 Push mit dem Computer verbinden

Schalte Push ein und schließe das GerĂ€t mithilfe des USB-C-Kabels an den Rechner an. Im Control-Modus ist das Netzteil nicht notwendig, aber du kannst es anschließen, um das GerĂ€t zu einem spĂ€teren Zeitpunkt im Standalone-Modus zu verwenden.

DrĂŒcke den Setup-Button:

Der Setup-Button.

Im Status-Tab kannst du erkennen, ob sich Push gerade im Standalone- oder im Control-Modus befindet. DrĂŒcke den leuchtenden Button ĂŒber dem Display, um in den Control-Modus zu wechseln. Öffne dann Live auf dem Computer, falls noch nicht geschehen.

Live steuern.

Push wird von Live automatisch als BedienoberflĂ€che erkannt. Push 3 wird ab Live 11.3 unterstĂŒtzt.

2.2 Setup-MenĂŒ

Im Setup-MenĂŒ nimmst du verschiedene Hardware-Einstellungen vor, verbindest das GerĂ€t mit dem WLAN, aktualisierst Pushs Software und mehr.

2.2.1 Status

Der Status-Tab.

Wie oben beschrieben kannst du im Status-Tab sehen, welcher Betriebs-Modus bei Push gerade aktiv ist und kannst ihn Àndern.

Unter dem Eintrag fĂŒr den Standalone-/Control-Modus kannst du den Akkustand ablesen. Wird Push gerade geladen, zeigt das Batterie-Symbol dies an.

Im Normalfall hÀlt der Akku zum Musikmachen etwa 2,5 Stunden. FÀllt der Ladestand des Akkus unter 7 %, erscheint auf Pushs Display unabhÀngig von der aktuellen Anzeige das Batteriesymbol. EntlÀdt sich der Akku vollstÀndig, wÀhrend du Push noch verwendest, wird das aktuelle Set automatisch gespeichert und das GerÀt fÀhrt sicher herunter.

FĂŒr Standalone-GerĂ€te kannst du hier auch den verfĂŒgbaren Speicherplatz auf der SSD einsehen.

Mit Display Light passt du die Helligkeit von Pushs Display an, wĂ€hrend du mit LED Brightness die Helligkeit der Pads und Buttons bestimmst. FĂŒr beide Optionen sind 100 % voreingestellt (unsere Empfehlung).

Als Workflow kannst du Scene oder Clip einstellen. Diese Option bestimmt, wie sich Szenen und Clips verhalten, wenn du Duplicate oder New drĂŒckst oder auf dem Steuerkreuz die Pfeile nach oben und unten verwendest.

Was du am besten auswÀhlst, hÀngt davon ab, wie du deine musikalischen Ideen organisieren möchtest. Im Scene-Workflow (voreingestellt), sind musikalische Ideen als navigierbare Szenen organisiert. Im Clip-Workflow konzentrierst du dich nur auf aktuell ausgewÀhlte Clips.

Im Scene-Workflow:

  • Duplicate erzeugt eine neue Szene mit allen Clips, die gerade laufen und die Wiedergabe geht direkt darin ĂŒber. Es handelt sich um dieselbe Funktion wie Szene einfangen und erzeugen im Erzeugen-MenĂŒ von Live.

  • New erzeugt ebenfalls eine neue Szene mit allen derzeit laufenden Clips, bis auf den Clip in der aktuellen Spur. Stattdessen entsteht ein leerer Clip-Slot in der Spur und du kannst einen neuen Einfall festhalten.

  • Die Pfeile hoch und runter verschieben die Auswahl um eine Szene nach oben oder unten. Die Mitte des Steuerkreuzes triggert die ausgewĂ€hlte Szene. Den ausgewĂ€hlten Clip triggerst du, indem du Shift gedrĂŒckt hĂ€ltst und dann die Mitte des Steuerkreuzes drĂŒckst.

Im Clip-Workflow:

  • Duplicate erzeugt eine Kopie des aktuell gewĂ€hlten Clips im nĂ€chsten Clip-Slot, wĂ€hrend die Wiedergabe von Clips in allen anderen Spuren weiterlĂ€uft. Du kannst auch bei gehaltenem Shift-Taster Duplicate drĂŒcken und so eine neue Szene mit allen spielenden Clips erzeugen.

  • New legt einen leeren Clip-Slot in der selektierten Spur an. Auf Clips in anderen Spuren wirkt sich dies nicht aus.

  • Die Pfeile hoch und runter verschieben die Auswahl um eine Szene nach oben oder unten. Die Mitte des Steuerkreuzes triggert den ausgewĂ€hlten Clip. Die ausgewĂ€hlte Szene startest du, indem du Shift gedrĂŒckt hĂ€ltst und dann die Mitte des Steuerkreuzes drĂŒckst. Auf Clips in anderen Spuren wirkt sich dies nicht aus.

Exclusive Arm bestimmt, ob mehrere Spuren gleichzeitig aufnahmebereit sein können oder nicht. Ist On eingestellt, kann immer nur eine Spur scharf geschaltet werden. Ist Off eingestellt, können mehrere Spuren scharf geschaltet werden.

Du kannst Link aktivieren und Push mit anderen Link-fÀhigen Anwendungen verbinden und synchronisieren.

Bei eingeschaltetem Play Sync gelten alle Start- und Stopp-Befehle gleichermaßen fĂŒr alle verbundenen Apps, in denen Start Sync Stop aktiviert ist.

2.2.2 Expression

Der Expression-Tab.

In diesem Tab kannst du das Verhalten des notenspezifischen Pitchbend (Note Pitch Bend) festlegen und einen von drei Expression-Modi wÀhlen: MPE, Poly Aftertouch und Mono Aftertouch.

Das notenspezifische Pitchbend ist automatisch fĂŒr alle Live-Devices eingeschaltet, die solche Daten empfangen können. VerfĂŒgt ein Device nicht ĂŒber notenspezifisches Pitchbend, kannst du mit dem Finger waagerecht ĂŒber ein Pad gleiten, um Noten erneut auszulösen (Glissando). Du kannst diese automatische Funktion mithilfe des Drehreglers ĂŒber Note Pitch Bend ein- oder ausschalten. Ist On eingestellt, ist das notenspezifische Pitchbend immer an. Ist Off eingestellt, ist das notenspezifische Pitchbend immer aus.

Die Pads sind so vorkonfiguriert, dass sie MPE-Daten (MIDI Polyphonic Expression) verarbeiten. Wenn du fĂŒr jede Note nur die Aftertouch-Daten senden möchtest, so dass die Variationen im Fingerdruck fĂŒr jedes Pad einzeln erfasst werden, kannst du Poly Aftertouch verwenden. Wenn du möchtest, dass alle Noten auf den gleichen Fingerdruck reagieren, kannst du Mono Aftertouch verwenden.

FĂŒr MPE-Daten stehen folgende Optionen zur VerfĂŒgung:

In Tune Location: Ist hier die Option Finger gewĂ€hlt, kannst du mit dem Finger das Pad berĂŒhren und so die Null-Position des Pitchbend bestimmen. Wenn du zum Beispiel den Finger rechts auf dem Pad platzierst, bleibt die Tonhöhe so lange bestehen, bis du den Finger waagerecht bewegst und damit das Pitchbend aktivierst.

Ist unter In Tune Location die Option Pad ausgewÀhlt, bestimmt die Position deines Fingers auf dem Pad den Pitchbend-Wert, wobei Null in der Pad-Mitte liegt.

In Tune Width: Dieser Parameter bestimmt, wie schnell die Pitchbend-Änderungen ansprechen, wenn du den Finger waagerecht ĂŒber das Pad bewegst. Der mögliche Bereich liegt zwischen 0 und 20 mm. Wenn du einen geringen Wert einstellst, wie 3 mm, dann Ă€ndert sich die Tonhöhe schneller, wenn du mit dem Finger ĂŒber das Pad fĂ€hrst. Ein höherer Wert, wie 15 mm, bedeutet, dass sich die Tonhöhe nur allmĂ€hlich Ă€ndert, wenn du mit dem Finger ĂŒber das Pad fĂ€hrst.

Slide Height: Mit Slide Height kannst du fĂŒr Pads den Wertebereich auf der senkrechten Achse zwischen 10 und 16 mm festlegen.

2.2.3 Sensitivity

Der Sensitivity-Tab.

Mithilfe der entsprechenden Drehregler kannst du einstellen, wie empfindlich die Pads auf die eingehende AnschlagsstÀrke (Velocity) der Noten reagieren, so dass sich Unterschiede im Fingerdruck verschieden auswirken können.

Threshold: Der Schwellenwert bestimmt, wieviel Kraft notwendig ist, um ein Pad zu triggern. Bei geringen Werten aktiviert bereits ein sanfter Druck das Pad, bei höheren Werten ist mehr Kraft erforderlich.

Drive: Die Verzerrung verschiebt alle Werte der Velocity-Kurve zu den Extremwerten. Mit hohen Drive-Werten erreichst du schneller hohe AnschlagsstÀrken. Geringe Werte bedeuten, dass du nur selten hohe Velocity-Werte erreichst, es sei denn, du schlÀgst die Pads sehr fest an.

Compand: Mit Compand kannst du die Velocity-Werte gleichzeitig strecken und komprimieren. Bei Werten ĂŒber Null verschiebt Compand diese zur oberen oder unteren Grenze der Velocity-Kurve, so dass die Noten entweder laut oder leise klingen. Compand-Werte unter Null verschieben die AnschlagsstĂ€rke in den mittleren Bereich.

Range: Dieser Bereich definiert, wieviel Druck auf ein Pad notwendig ist, um die volle AnschlagsstÀrke zu erreichen. Die anderen Sensitivity-Parameter sind diesem Wertebereich untergeordnet.

Mit den Parametern Drive und Compand lassen sich komplexere VerlĂ€ufe fĂŒr die Velocity-Kurve erstellen, die interessant fĂŒr verschiedene Spielweisen sind.

2.2.4 Audio-Tab

Der Audio-Tab.

Im Audio-Reiter kannst du die Einstellungen fĂŒr Pushs eingebautes Audio-Interface festlegen.

Du kannst eine Samplingrate zwischen 44.100 und 96.000 Hz wĂ€hlen und als PuffergrĂ¶ĂŸe 128 bis 2048 Samples bestimmen.

Die PuffergrĂ¶ĂŸe kann die Latenz beeinflussen; eine geringe PuffergrĂ¶ĂŸe bewirkt weniger Latenz und eine grĂ¶ĂŸere PuffergrĂ¶ĂŸe eine höhere Latenz. Wir empfehlen, die voreingestellten 128 Samples beizubehalten. Wenn du Aussetzer oder Knackser hörst, kannst du versuchen, die PuffergĂ¶ĂŸe zu erhöhen, aber bitte bedenke, dass hierdurch zusĂ€tzliche Latenz entstehen kann.

FĂŒr jeden Audio-Eingang sind drei Arten von Eingangs-Pegeln möglich:

  • Line: +4 dBu nominal, +18 dBu maximal, VorverstĂ€rkung 0 dB

  • Instrument: -2 dBu, +12 dBu maximal, VorverstĂ€rkung +6 dB

  • High: -22 dBu, -8 dBu maximal, VorverstĂ€rkung +26 dB

Der Line-Pegel ist symmetrisch, wÀhrend Instrument und High unsymmetrisch sind.

Der eingehende Signalpegel wird neben dem gewÀhlten VorverstÀrker-Typ angezeigt.

StandardmĂ€ĂŸig verwendet die Master-Spur die AusgĂ€nge 1 und 2, die auf Kopfhörer und Lautsprecher geroutet sind. Mit dem Drehregler ĂŒber Outputs kannst du beeinflussen, wie die digitalen AusgĂ€nge von Live auf die analogen AusgĂ€nge von Push geroutet werden. Hierdurch kannst du die AusgĂ€nge 3 und 4 auch fĂŒr Kopfhörer verwenden oder externe Effekte einbinden.

Alle Line-AusgÀnge von Push sind symmetrisch.

Eine Auflistung aller technischen Spezifikationen von Pushs Audio-Interface findest du hier.

2.2.5 MIDI-Tab

Der MIDI-Tab.

Im MIDI-Reiter kannst du die Ports fĂŒr Track, Remote, Sync und MPE fĂŒr externe MIDI-GerĂ€te aktivieren.

GerĂ€te mit class-compliant MIDI-Interfaces kannst du ĂŒber den USB-A-Anschluss mit Push verbinden oder du schließt MIDI-Kabel an die Buchsen fĂŒr MIDI In bzw. MIDI Out an, um MIDI-Daten mit externen GerĂ€ten auszutauschen.

Im MIDI-Tab kannst auf die Einstellungen fĂŒr EingĂ€nge und AusgĂ€nge der angeschlossenen MIDI-GerĂ€te zugreifen:

  • Track: erlaubt Push das Senden und Empfangen von MIDI-Noten und MIDI-CC-Daten.

  • Remote: erlaubt die Fernsteuerung durch einen MIDI-Controller.

  • Sync: erlaubt Push das Senden und Empfangen von MIDI-Clock-Daten.

  • MPE: erlaubt Push das Empfangen von MPE-Daten von angeschlossenen MPE-GerĂ€ten.

Pushs MIDI-Ein- und AusgĂ€nge sind vorkonfiguriert fĂŒr das Empfangen und Senden von MIDI-Noten. Wenn du an die USB-A-Buchse ein MIDI-GerĂ€t anschließt, muss die Option Track fĂŒr Input und Output eingeschaltet sein.

Alle BedienoberflĂ€chen, die Live nativ unterstĂŒtzen, werden auch von Push im Standalone-Modus erkannt.

2.2.6 Pedals- & CV-Tab

Der Pedals- & CV-Tab.

An Pushs Buchsen Pedal 1 und 2 kannst du Fußschalter und Expression-Pedale anschließen.

Die Pedal-Buchsen können außerden CV-, Trigger-, Clock- und Gate-Daten an Modular-GerĂ€te senden. Der CV-Ausgang ist zunĂ€chst deaktiviert, aber du kannst CV Out mithilfe der beiden Drehregler ĂŒber den Pedal-Anzeigen einschalten.

Beide Pedal-Buchsen sind stereo, so dass ein Y-Kabel von mĂ€nnlichem TRS auf zwei weibliche TS verwendet werden kann und insgesamt vier CV-AusgĂ€nge verfĂŒgbar sind. Auch einige ADAT-Extender lassen sich mit CV verwenden.

Die Spannung betrÀgt 0 bis 10 V, die effektive Auflösung 12 Bit und der Frequenzbereich DC bis 20 kHz.

Beim Verwenden von CV belegt Pedal 1 die AusgÀnge 5 und 6 von Push und Pedal 2 die AusgÀnge 7 und 8.

2.2.7 Wi-Fi-Tab

Der Wi-Fi-Tab.

Im Wi-Fi-Reiter kannst du Push mit einem WLAN verbinden, um Link zu aktivieren und um Packs und Software-Updates fĂŒr Push ohne einen Computer zu laden. Außerdem kannst du so Dateien von Push auf einen Computer ĂŒbertragen.

Mit dem Button links ĂŒber dem Display schaltest du Wi-Fi ein oder aus. Ist Wi-Fi eingeschaltet, erscheint eine Liste verfĂŒgbarer Netzwerke, die du mithilfe des ersten Drehreglers auswĂ€hlen kannst. BetĂ€tige den Display-Button oberhalb von Connect, um die Verbindung herzustellen. Danach wirst du aufgefordert, das WLAN-Passwort einzugeben.

Navigiere mit dem Jogwheel oder dem Steuerkreuz durch den vorhandenen Zeichensatz. Um ein Zeichen auszuwĂ€hlen, drĂŒcke auf das Jogwheel oder in die Mitte des Steuerkreuzes. Du kannst das Jogwheel auch seitlich antippen, um den Cursor zu bewegen. DrĂŒcke den Button ĂŒber dem X oben im Display, um die Passworteingabe zu verlassen; den Button ĂŒber Delete zum Löschen oder den Button unter Space zum Bearbeiten der Eingabe. Wenn du fertig mit der Passwort-Eingabe bist, verwende den Button ĂŒber Done.

Sobald eine WLAN-Verbindung besteht, erscheint der Name des Netzwerks grĂŒn. Solange die Wi-Fi-Funktion im Wi-Fi-Tab aktiv ist, verbindet sich Push beim Neustart automatisch mit diesem Netzwerk.

Du kannst ein bereits verbundenes Netzwerk entfernen, indem du den Shift-Taster gedrĂŒckt hĂ€ltst, denn dadurch verwandelt sich die Connect-Option in Forget.

2.2.8 Software-Tab

Der Software-Tab.

Im Software-Reiter kannst du das anonyme Senden von Absturzberichten und Statistiken aktivieren, deine Live-Lizenz fĂŒr Push im Standalone-Modus autorisieren, Pushs Software aktualisieren, Absturzberichte von Push herunterladen und Push auf die Werkseinstellungen zurĂŒcksetzen.

2.2.8.1 Send Stats & Reports

Wenn du diese Option aktivierst, werden Absturzberichte (nur fĂŒr Standalone-Modus) und Statistiken an Ableton ĂŒbermittelt. Die Daten sind anonym und beinhalten keinerlei persönliche Angaben zu deiner Lizenz oder zu deinem Account.

2.2.8.2 Live-Lizenz fĂŒr Push als Standalone autorisieren

Push wird mit Live Intro geliefert, aber du kannst mit Push im Standalone-Modus auch jede andere Live-Edition autorisieren.

DrĂŒcke hierfĂŒr den Button ĂŒber der Authorize-Option und öffne den Dialog mit folgender URL: http://push.local/authorize

Gib diese URL in die Browserzeile eines Computers oder MobilgerÀts ein; hierbei musst du mit demselben WLAN verbunden sein wie Push.

Auf Push erscheint nun ein sechsstelliger Code. Trage ihn auf der Website ein, um die Autorisierung fortzusetzen.

Code vom Push-Display eingeben.

Nach der Eingabe des Codes wirst du zu ableton.com weitergeleitet. Melde dich dort mit deinem Account an und wÀhle die Live-Lizenz aus, die du autorisieren möchtest.

Live-Lizenz fĂŒr Push auswĂ€hlen.

Wenn du eine Lizenz fĂŒr Live Standard oder Suite autorisierst, muss das GerĂ€t eventuell neu gestartet werden, um den Vorgang abzuschließen.

Nach der Autorisierung wird die aktualisierte Live-Lizenz gemeinsam mit dem verwendeten Account im Software-Reiter angezeigt. Nun kannst du auf alle zugehörigen Live-Funktionen zugreifen und alle Packs herunterladen, die zu deinem Account gehören.

Bei Bedarf kannst du jederzeit weitere Live-Lizenzen anhand dieser Schritte autorisieren.

2.2.8.3 Pushs Software aktualisieren

Im Standalone-Modus beruht Push auf einer eigenen Software, die regelmĂ€ĂŸig neue Funktionen und Updates erhĂ€lt. Dieses Softwarepaket beinhaltet auch die Firmware fĂŒr das GerĂ€t. Wenn ein Software-Update verfĂŒgbar ist, erscheint ein Sternchen hinter „Software” und ein Dialog zeigt dir die neueste Version an. DrĂŒcke den Button ĂŒber Update, um die aktuelle Software herunterzuladen. WĂ€hrend des Updates muss Push mit Strom versorgt werden.

VerfĂŒgbare Firmware-Updates.

WĂ€hrend das Update installiert wird, ist ein Fortschrittsbalken zu sehen. Du kannst den Vorgang bei Bedarf abbrechen, indem du den leuchtenden Cancel-Button rechts unter dem Display verwendest. Sobald das Update fertig installiert ist, muss das GerĂ€t neu gestartet werden, um die Änderungen zu ĂŒbernehmen.

2.2.8.4 Advanced Options

Wenn du im Software-Reiter bist und den Shift-Taster drĂŒckst, kannst du auf erweiterte Optionen zugreifen.

Erweiterte Optionen (Advanced Options).

Der Button ĂŒber Legal öffnet ein Dialogfenster zu folgender URL: http://push.local/legal

Gib diese URL in die Browserzeile eines Computers oder MobilgerÀts ein; hierbei musst du mit demselben WLAN verbunden sein wie Push. Nun kannst du zwei Rechtsdokumente abrufen: Lizenzinformationen zu Drittanbietern, die Enbenutzer-Lizenzvereinbarung sowie URLs und Logos von Drittanbietern.

Rechtliche Hinweise (Legal Info).

Diese Dokumente sind rein informativ und mĂŒssen nicht heruntergeladen oder gespeichert werden.

Der Button ĂŒber Crash Info fĂŒhrt zu einem Dialog mit folgender URL: http://push.local/crash

Gib diese URL in die Browserzeile eines Computers oder MobilgerÀts ein; hierbei musst du mit demselben WLAN verbunden sein wie Push. Nun kannst du die Absturzberichte herunterladen, die Push im Standalone-Modus erzeugt hat.

Wenn du die URL aufgerufen hast, gehe zum Button unter Done. Push zeigt jetzt einen sechsstelligen Code an, den du auf der Website eingibst, um den Download der Berichte zu starten. Der Download umfasst die zuletzt generierten Absturzberichte.

Absturzberichte senden (Crash Reports).

Als nÀchstes kannst du die zip-Datei an den Technischen Support von Ableton schicken, um Fehler beheben zu lassen.

Mit dem Button ĂŒber Reset Push kannst du Push auf die Werkseinstellungen zurĂŒcksetzen. Deine Nutzungsdaten, Sets und die Autorisierung werden dann gelöscht. Dieser Vorgang kann etwas dauern, bitte schließe vor dem Reset die Stromversorgung an.

3 Schnittstellen

Bei Pushs Design steht die KonnektivitĂ€t im Vordergrund. Durch das eingebaute Audio-Interface, seine AnschlĂŒsse fĂŒr verschiedene GerĂ€te und seine Link-FĂ€higkeit bildet Push den Knotenpunkt fĂŒr dein gesamtes Musik-Setup.

3.1 Audio-Schnittstelle

Pushs eingebautes Audio-Interface lĂ€sst sich auch fĂŒr Live verwenden.

HierfĂŒr verbindest du Push ĂŒber das USB-C-Kabel mit deinem Rechner und öffnest Lives Audio-Einstellungen. Nun kannst du Push als Eingangs- oder Ausgangs-GerĂ€t auswĂ€hlen.

Push als Eingangs- oder AusgangsgerĂ€t fĂŒr Audio auswĂ€hlen.

3.1.1 Anschluss von Lautsprechern und Kopfhörern

Du kannst deine Studio-Monitore ĂŒber die Buchsen Out 1 und 2 anschließen. Verwende Out 1 fĂŒr den linken Lautsprecher und Out 2 fĂŒr den rechten.

Schließe deinen Kopfhörer ĂŒber die Headphones-Buchse an.

Bei den AnschlĂŒssen fĂŒr Out und Headphones handelt es sich um 6,35-mm-Klinkenbuchsen.

3.1.2 Anpassen des Ausgangspegels

Du kannst die Ausgangspegel von Main-Output (Out 1 und 2), Kopfhörer-Ausgang, Master-Spur und Vorhören (Cue) mithilfe des Volume-Drehreglers links vom Push-Display Ă€ndern. Beim ersten Einschalten von Push ist standardmĂ€ĂŸig die LautstĂ€rke des Main-Outputs ausgewĂ€hlt.

Mit dem Drehregler Volume passt du die LautstÀrke des Main-Ausgangs an.

Durch DrĂŒcken des Encoders blĂ€tterst du durch die anderen Volume-Optionen. Durch Antippen des Volume-Drehreglers siehst du, welche Option gerade eingestellt ist. Um den Pegel kleinschrittig anzupassen, kannst du Shift gedrĂŒckt halten und den Volume-Drehregler betĂ€tigen.

3.2 Hardware-Schnittstellen

Push bietet dir mehrere Hardware-AnschlĂŒsse, damit du deine LieblingsgerĂ€te verbinden und gemeinsam mit Push verwenden kannst.

3.2.1 Verbinden mit MIDI-GerÀten

Du kannst class-compliant MIDI-GerĂ€te per USB-MIDI-Kabel an den USB-A-Port anschließen oder MIDI-TRS-A-Kabel (3,5 mm) mit den Ports fĂŒr MIDI In und Out verbinden.

3.2.2 Verbinden von Pedalen und CV Out

Über die Buchsen Pedal 1 und 2 kannst du Fußpedale an Push anschließen. Mit diesen AnschlĂŒssen können außerdem CV-Daten an ModulargerĂ€te gesendet werden.

Mit Pedal 1 kannst du Pushs Aufnahmefunktionen per Fuß steuern. Einmaliges DrĂŒcken auf den Fußtaster schaltet die Record-Taste um, wechselt also zwischen Aufnahme/Overdub und Wiedergabe des aktuellen Clips. Schnelles zweifaches DrĂŒcken des Fußschalters entspricht dem DrĂŒcken des New-Tasters. Pedal 2 dient als Sustain-Pedal.

Allerdings verhalten sich einige Fußschalter “umgekehrt”; das heißt die Noten werden genau dann gehalten, wenn das Sustain-Pedal nicht heruntergedrĂŒckt wird. Die Fußschalter-PolaritĂ€t kann normalerweise korrigiert werden, indem der Fußschalter gedrĂŒckt gehalten an die Buchse angeschlossen wird. Wir empfehlen jedoch Fußschalter mit einem außen angebrachten PolaritĂ€ts-Schalter.

Beide Pedal-Buchsen sind stereo, so dass ein Y-Kabel von mĂ€nnlichem TRS auf zwei weibliche TS verwendet werden kann und insgesamt vier CV-AusgĂ€nge verfĂŒgbar sind.

Beim Verwenden von CV belegt Pedal 1 die AusgÀnge 5 und 6 von Push und Pedal 2 die AusgÀnge 7 und 8.

3.2.3 Verbinden mit ADAT

An die optischen Schnittstellen lassen sich Audio-Interfaces und ADAT-Kabel anschließen. Damit stehen dir 8 zusĂ€tzliche Ein- und AusgĂ€nge zur VerfĂŒgung, so dass du mehr als zwei Audiosignale gleichzeitig aufnehmen oder Multikanal-Installationen bedienen kannst und vieles mehr.

Wenn du ADAT verwendest, kannst du ĂŒber die Einstellungen im Spur-Mix-Modus auf die Ein- und AusgangskanĂ€le 9 bis 16 zugreifen.

Ableton Link ist eine Technologie, die mehrere GerĂ€te ĂŒber ein geteiltes Netzwerk im selben Timing hĂ€lt. Link ist Bestandteil von Push, Live und Note sowie einer stetig wachsenden Zahl von iOS-Apps. Jede Link-fĂ€hige Anwendung kann synchron zu einer anderen Link-fĂ€higen Software spielen, sobald beide mit demselben Netzwerk verbunden sind.

Um Link in Push einzurichten, muss das GerĂ€t mit demselben Netzwerk verbunden sein, wie alle weiteren GerĂ€te, mit denen du synchron sein willst. Das kann entweder ein lokales Netzwerk oder eine Ad-hoc-Verbindung (Computer zu Computer) sein. Aktiviere nun die Option Link im Status-Reiter des Setup-MenĂŒs. Bei eingeschaltetem Play Sync gelten alle Start- und Stopp-Befehle gleichermaßen fĂŒr alle verbundenen Apps, in denen Start Sync Stop aktiviert ist.

Link-Optionen im Status-Tab.

Die erste App oder Live-Instanz, die einer Link-Session beitritt, bestimmt das Tempo fĂŒr alle anderen. Alle Link-fĂ€higen Anwendungen oder Live-Instanzen können jederzeit das Tempo Ă€ndern und die anderen folgen. Versuchen mehrere Personen gleichzeitig, das Tempo zu Ă€ndern, versuchen alle anderen zu folgen, aber die letzte TempoĂ€nderung „gewinnt”.

Die TempoĂ€nderungen von Teilnehmenden einer Link-Session ĂŒberschreiben alle Tempo-Automationen in deinem Set.

Übrigens lĂ€sst sich das VorzĂ€hlen des Metronoms auch bei aktivem Link verwenden.

Im Normalfall lĂ€sst sich Link problemlos aktivieren und liefert eine weitreichende, funktionierende Synchronisation. Sollten Probleme auftreten, empfehlen wir dir diese Fehlerbehebung fĂŒr Link.

4 Erstellen eines Live-Sets

Du kannst direkt auf der Hardware ein komplettes Live-Set produzieren, angefangen beim HinzufĂŒgen von Spuren und Devices bis hin zu Tempo- und Taktart-Einstellungen.

4.1 Verwenden des Browsers

Um neue Spuren zu erstellen und Devices zu laden, drĂŒcke den Add-Taster rechts vom Display und rufe den Browse-Modus auf.

Der Add-Button.

Im Display siehst du nun das MenĂŒ zum EinfĂŒgen von Devices und Spuren. Mit dem Jogwheel oder dem Steuerkreuz kannst du durch die MenĂŒs navigieren und etwas auswĂ€hlen.

Browse-Modus.

WĂ€hle Device aus, um alle Inhalte anzuzeigen, die fĂŒr deinen Account verfĂŒgbar sind, wie Packs, die User Library und der Ordner Current Project (hierin sind alle aufgenommenen Samples aus dem Set enthalten).

Devices suchen und auswÀhlen.

Du kannst mithife des Jogwheels oder mit dem Steuerkreuz durch die MenĂŒs blĂ€ttern. DrĂŒcke auf das Jogwheel oder in die Mitte des Steuerkreuzes, um ein Device auszuwĂ€hlen. Wenn du dich in einem UntermenĂŒ befindest, kannst du das Jogwheel von rechts antippen, um ins vorherige MenĂŒ zu gelangen.

WĂ€hlst du MIDI, Audio oder Return Track aus, kannst du eine vorgefertigte Spur anlegen oder dir fĂŒr jeden Spurtyp die passenden Sounds und Devices aussuchen.

Das MenĂŒ Add MIDI Track.

Im Track-MenĂŒ hast du dieselben Optionen zur Navigation wie oben beschrieben: Per Jogwheel oder Steuerkreuz navigierst du und wĂ€hlst Devices aus und per Jogwheel bewegst du dich durch die MenĂŒs und UntermenĂŒs.

Zum Navigieren und Umschalten zwischen den UntermenĂŒs kannst du auch den Drehregler ganz links verwenden.

Mit dem Drehregler kannst du durch UntermenĂŒs navigieren.

Du verlĂ€sst das Browse-MenĂŒ wieder, wenn du den Button ĂŒber dem X drĂŒckst, das in der linken Ecke des Displays erscheint.

ZunÀchst ist das Vorhören (Preview) von Devices ausgeschaltet, aber du kannst es oberhalb des Displays mithilfe des zweiten Buttons von links aktivieren.

Vorhören fĂŒr den Sound aktivieren.

Bei eingeschaltetem Preview hörst du von den Devices aus der Core-Library und von offiziellen Live Packs einen Klangausschnitt, wÀhrend du die Preset-Liste durchblÀtterst.

4.1.1 Collections

Analog zu Lives Sammlungen kannst du Presets, Samples und Sets mithilfe von Labels unter Collections organisieren.

DrĂŒcke hierfĂŒr den Display-Button ĂŒber Favorites und lege ein markiertes Device unter Favorites ab oder entferne es.

Devices zu Favoriten hinzufĂŒgen.

Um in die anderen Kategorien von Collections zu gelangen, kannst du den Drehregler ĂŒber Favorites verwenden.

Mit dem Encoder kannst du die Kategorie auswÀhlen.

Im Device-MenĂŒ findest du alle Kategorien von Collections in einer Übersicht.

Collections.
Die Kategorie Favoriten.

4.2 Arbeiten mit Devices und Spuren

WĂ€hle im Browse-Modus per Jogwheel oder Steuerkreuz ein Device aus und setze es mit Add in die Spur ein.

Ein geladenes Device.

Verwende den Display-Button ĂŒber dem Titel des Device, um alle verfĂŒgbaren Parameter anzuzeigen.

Die Parameter-Tabs in einem Device.

Du kannst die einzelnen Tabs öffnen, indem du die jeweiligen Buttons unterhalb des Displays drĂŒckst.

Um in der Spur weitere Devices einzusetzen, verwendest du wieder den Add-Button, um zurĂŒck in den Browse-Modus zu gelangen. In MIDI-Spuren werden die MIDI-Effekte vor das Instrument bzw. vor das Instrument- oder Drum-Rack gesetzt und Audio-Effekte dahinter. In Audio-Spuren kannst du ausschließlich Audio-Effekte einsetzen.

Um ein GerĂ€t zu löschen, drĂŒckst du bei gehaltenem Delete-Taster den Display-Taster ĂŒber dem Titel des Device.

Du kannst ein GerĂ€t stummschalten, indem du bei gehaltenem Mute-Taster den Display-Taster ĂŒber dem Titel des Device drĂŒckst. Das bietet sich an, wenn du nur ein bestimmtes Device stummschalten willst und nicht die gesamte Spur. Ist ein Device stummgeschaltet, erscheinen seine Parameter in der Anzeige grau. Um das Device wieder hörbar zu machen, drĂŒcke bei gehaltenem Mute-Taster erneut den Button ĂŒber dem Titel des Device.

Ein Device stummschalten.

Um einen MIDI- oder Audio-Effekt an eine andere Position in der Effekt-Kette einer Spur zu verschieben, hĂ€ltst du den Taster mit dem Titel des Device gedrĂŒckt, verwendest einen beliebigen Drehregler, um das Device neu zu platzieren und lĂ€sst dann den Taster los.

Einen Effekt zu einer anderen Position bewegen.

4.2.1 Hot-Swap-Modus

Um ein Device in einer Spur auszutauschen, öffne den Swap-Modus mithilfe des Hot-Swap-Buttons.

Der Hot-Swap-Modus.

Was du im Display siehst, hĂ€ngt davon ab, aus welcher Browserkategorie das zuvor verwendete Device stammt. War das selektierte Device zum Beispiel ein Bass-Preset von Drift, dann erscheint der Ordner fĂŒr die Bass-Presets von Drift.

Wie auch im Browse-Modus kannst du per Jogwheel oder Steuerkreuz durch die Devices blĂ€ttern und sie auswĂ€hlen. Anders als im Browse-Modus beendet das AuswĂ€hlen eines Device jedoch nicht automatisch den Swap-Modus und wechselt zurĂŒck in die Device-Ansicht. Das heißt du kannst weitere Sounds auswĂ€hlen und ausprobieren, bis du das Gesuchte findest. Neben Jogwheel und Steuerkreuz kannst du auch mit den Buttons Load Next und Load Previous zwischen den Devices umherschalten und musst sie nicht erst einzeln in der Liste auswĂ€hlen.

Wenn im Hot-Swap-Modus ein Device angewĂ€hlt ist, kannst du auf den Pads die neuen Sounds ausprobieren. Du kannst aber auch Preview aktivieren und so fĂŒr jedes Device ein Klangbeispiel anhören, wĂ€hrend du durch die Liste scrollst.

Wenn du ein neues Device anwĂ€hlst oder die Buttons Load Next oder Load Previous verwendest, wird das Device automatisch in die Spur gesetzt und ersetzt das vorherige. Um das ursprĂŒngliche Device zurĂŒck in die Spur zu setzen, kannst du es im Device-MenĂŒ erneut selektieren.

Zum Verlassen des Hot-Swap-Modus drĂŒckst du erneut den Swap-Button oder den Button oberhalb des angezeigten Device-Titels.

4.2.2 Spur-Optionen

ZusĂ€tzliche Optionen fĂŒr eine Spur sind verfĂŒgbar, wenn du bei gedrĂŒcktem Shift-Button den Button unterhalb des angezeigten Spurtitels verwendest.

Die Spur-Optionen.

Mit den entsprechenden Buttons unterhalb der Anzeige kanst du die Optionen aufrufen. Mit Rename kannst du eine Spur umbenennen.

Du kannst Spuren gruppieren, indem du Select gedrĂŒckt hĂ€ltst und fĂŒr jede zu gruppierende Spur den entsprechenden Display-Button drĂŒckst. Halte als nĂ€chstes Shift gedrĂŒckt, gehe auf einen der unteren Display-Buttons der selektierten Spuren und wĂ€hle Group.

Mit der Option Freeze (Einfrieren) kannst du bei rechenintensiven Spuren die CPU-Last senken. Wird eine Spur eingefroren, entsteht fĂŒr jeden Clip in der Spur eine Sampledatei. Statt das Device und die Clip-Einstellungen in Echtzeit zu berechnen, werden diese Sampledateien wĂ€hrend der Wiedergabe verwendet.

Flatten (als Audio fixieren) ersetzt alle vorhandenen Clips und Devices in einer Spur durch die Sampledateien, die durch Einfrieren entstanden sind. Wichtig zu beachten ist, dass du nach dem Einfrieren genau das hörst, was sich ergibt, wenn du die Spur als Audio fixierst. Wenn du also im Device noch Parameter Àndern willst, musst du dies tun, bevor du auf Flatten gehst.

Du kannst eine andere Spurfarbe festlegen, indem du eine der verfĂŒgbaren Farben auf den Pads auswĂ€hlst.

Die Optionen fĂŒr Spur-Farben.

4.3 Arbeiten mit Racks

Mit Instrument-, Drum- und Effekt-Racks kannst du mehrere Device-Ketten in einem Device zusammenfassen. Auf dem Display von Push haben Racks besondere Symbole, die sie von Einzel-Devices unterscheiden.

Ein MIDI-Effekt-Rack, ein Instrument-Rack und ein Audio-Effekt-Rack.
Ein Drum-Rack.

Um ein Instrument-Rack aufzuklappen und seine Devices anzuzeigen, wĂ€hle es mit dem Display-Button aus und drĂŒcke den Button dann erneut. Das Rack klappt aus und zeigt die Devices in der aktuell gewĂ€hlten Kette an. Ist ein Rack aufgeklappt, erscheint eine Linie, die bis zum Ende der eingekapselten Devices reicht.

Ein Instrument-Rack in der erweiterten Ansicht.

Um ein Drum-Rack aufzuklappen und seine Devices anzuzeigen, wĂ€hle es mit dem Display-Button aus und drĂŒcke den Button dann erneut.

Ein Drum-Rack in der erweiterten Ansicht.

Du kannst fĂŒr jedes Device den Display-Button verwenden, um seine Parameter zu öffnen. Ist ein Device angewĂ€hlt, kannst du mithilfe der Drehregler die entsprechenden Parameter anpassen.

Jeder Drehregler beeinflusst den entsprechenden Parameter.

EnthĂ€lt ein Instrument-Rack mehrere Ketten, halte den Display-Button oberhalb des Racktitels gedrĂŒckt, so dass alle Ketten unterhalb des Displays erscheinen.

Mehrere Ketten in einem Instrument-Rack.

Eine Kette auswÀhlen kannst du mit den zugehörigen unteren Display-Buttons und so auf die Parameter zugreifen.

4.4 Tempo und Taktart

Mit dem Drehregler Swing and Tempo kannst du den Swing-Anteil und das Tempo deines Sets Àndern.

Der Drehregler Swing & Tempo.

Tippe den Drehregler an, um zu sehen, ob gerade Swing oder Tempo eingestellt ist und drĂŒcke zum Umschalten. Durch Drehen beeinflusst du den Swinganteil oder legst das Tempo fest. Mit dem Drehregler kannst du das Tempo in einzelnen BPM-Schritten anpassen. Um das Tempo in Schritten von 0,1 BPM anzupassen, halte Shift gedrĂŒckt und betĂ€tige dann den Drehregler.

Der Regler stellt den Swinganteil von quantisierten oder sich wiederholenden Noten (Repeat) in Schritten von 1 % ein, im Bereich von 0 bis 100 %.

Die Swing-IntensitÀt anpassen.
Das Tempo einstellen.

Das Tempo kannst du auch einstellen, wenn du im gewĂŒnschten Tempo auf den Button Tap Tempo drĂŒckst.

Der Button Tap Tempo.

Halte den Metronome-Button gedrĂŒckt, um auf die Metronom- und Taktarteinstellungen in deinem Set zuzugreifen.

Der Metronome-Button.
Die Einstellungen fĂŒr Metronom und Taktart.

Du kannst die Dauer des VorzĂ€hlens fĂŒr das Metronom durch den entsprechenden Drehregler beeinflussen. Als Metronom-Sound kannst du Classic, Click oder Wood festlegen.

Der Parameter Rhythm bestimmt, in welcher Taktunterteilung das Metronom tickt. Bei der Standardeinstellung Auto folgt das Ticken dem Taktnenner.

Die Taktart fĂŒr das Set legen die beiden entsprechenden Drehregler fest.

5 Verwalten von Sets, Projekten, Presets und Packs

Im Standalone-Modus kannst du Sets erstellen, sichern, betrachten und öffnen sowie Sets zwischen Live und Push hin und her ĂŒbertragen, so dass deine Arbeit im Studio und unterwegs kontinuierlich im Fluss bleibt. Du kannst außerdem Packs herunterladen und Presets in deiner User-Library ablegen, wĂ€hrend du im Standalone-Modus bist.

5.1 Arbeiten mit Sets und Projekten

Die Art des Dokuments, das du mit Push erstellst und bearbeitest, bezeichnet man als Live-Set. Du kannst dir ein Live-Set als einzelnen Song oder als Projekt vorstellen. Live-Sets werden innerhalb von Projekt-Ordnern abgelegt und mit ihnen alle Bestandteile des Sets: Clips, Device-Presets, Samples usw.

Wenn du Push zum ersten Mal einschaltest, wird automatisch ein neues, leeres Set erstellt.

Ein leeres Set.

Ein neues Set kannst du auch mithilfe des Set-Buttons erstellen und dann den Display-Button ĂŒber + New Set drĂŒcken.

Neues Set erstellen.

Alternativ dazu kannst du den Session-Button unterhalb des Steuerkreuzes gedrĂŒckt halten und den New-Button drĂŒcken, um ein neues Set zu erstellen.

Der Session-Button und der New-Button.

5.1.1 Sichern von Sets

Wenn du dich im Standalone-Modus befindest, speicherst du mit dem Save-Button das aktuelle Set direkt auf Pushs Festplatte.

Der Save-Button.

Wenn du ein neues Live-Set sicherst, entsteht ein Projektordner, der das Set und alle von dir referenzierten Samples beinhaltet. Das Set bzw. der Projektordner werden automatisch benannt. Aber deine Sets und Projekte kannst du jederzeit umbenennen.

Hinweis: Push sammelt keine Samples aus Ableton Packs oder aus der Core Library. Wenn du mit Push erstellte Sets in Live öffnest, mĂŒssen dieselben Dateiinhalte fĂŒr Packs und Live auf allen hierfĂŒr verwendeten Computern installiert sein.

5.1.2 Neue Version eines Sets sichern

Um ein neues Set im selben Projektordner wie dein letztes Set abzulegen, halte Shift gedrĂŒckt und drĂŒcke Save. So kannst du neue Varianten eines Sets erstellen, die nur wenig Platz auf Pushs Festplatte einnehmen, weil die Samples fĂŒr alle Varianten im selben Projektordner gespeichert sind.

Der Shift-Button.

5.1.3 Set als neues Projekt sichern

Wenn du dein Set in einem neuen Projektordner speichern willst, halte Duplicate gedrĂŒckt und drĂŒcke dann Save. Das ist nĂŒtzlich, wenn du deine aktuelle Arbeit als Ausgangspunkt fĂŒr ein neues StĂŒck nehmen willst oder wenn du bestimmte Spuren aus einem Set in ein anderes ĂŒbertragen möchtest. Alle referenzierten Samples und Aufnahmen werden dann in den neuen Projektordner kopiert.

Der Duplicate-Button.

5.1.4 Ansehen und Öffnen von Sets

DrĂŒcke den Sets-Button, um im Standalone-Modus deine gespeicherten Sets anzuzeigen. Befindest du dich im Control-Modus, erscheinen nach dem DrĂŒcken des Buttons deine zuletzt geöffneten Live-Sets sowie alle in deinen Packs enthaltenen Demo-Sets.

Der Sets-Button.

Durch Sets kannst du dich genauso bewegen wie du durch die Device-Liste navigierst, wenn du dich im Browse-Modus befindest.

Gesicherte Sets.

Du kannst mit dem Jogwheel durch die Sets blÀttern oder sie mit den Pfeiltasten einzeln durchgehen.

Das Jogwheel.

Markiere das Set, das du öffnen willst und drĂŒcke auf das Jogwheel oder in die Mitte des Steuerkreuzes, um es zu laden.

5.1.5 Sortierung von Sets

StandardmĂ€ĂŸig steht das zuletzt geĂ€nderte Set ganz oben in der Liste. Mit dem dritten Drehregler kannst du auswĂ€hlen, ob die Sets nach Datum oder Name angezeigt werden. DrĂŒcke den Button direkt unter dem Drehregler, um aufsteigend oder absteigend zu sortieren.

Sets, nach Namen sortiert.

5.2 Sichern von Device-Presets

Du kannst eigene Presets in der User-Library von Push speichern, um aus anderen Sets darauf zuzugreifen.

Mit dem Device-Button öffnest du den Device-Modus.

Der Device-Button.

DrĂŒcke bei gehaltenem Save-Button auf den Button oberhalb eines Device oder Racks, um es als Preset in der User-Library abzulegen.

Gesichertes Preset.

Presets erhalten automatisch die Bezeichnung des Devices, worin sie erstellt wurden und werden im selben Ordner wie das ursprĂŒngliche Device abgelegt. Alle folgenden neuen Presets in diesem Device erhalten als Namens-Endung eine weitere „-1”.

So greifst du mit Push auf deine User-Library zu:

  1. Mit Add rechts vom Display öffnest du den Browse-Modus.
Der Add-Button.
  1. Im Display siehst du nun die Option zum HinzufĂŒgen von Devices und Spuren. WĂ€hle Device aus, indem du auf das Jogwheel oder in die Mitte des Steuerkreuzes drĂŒckst.
Der Browse-Modus von Push.
  1. Gehe per Jogwheel oder Steuerkreuz zur User-Library.
Zur User-Library navigieren.
  1. WĂ€hle die User-Library aus, indem du auf das Jogwheel oder in die Mitte des Steuerkreuzes drĂŒckst.
Die User-Library.

5.3 Inhalte löschen oder umbenennen

Alle Inhalte, die du mit Push erstellst und speicherst, kannst du löschen oder umbenennen.

Markiere zunĂ€chst im Browse-Modus oder in der Set-Übersicht das Device oder das Set, das du Ă€ndern möchtest. Tippe nun das Jogwheel von links an, um das KontextmenĂŒ fĂŒr diesen Eintrag anzuzeigen. Drehe am Jogwheel und markiere so die Option Delete (Löschen) oder Rename (Umbenennen). DrĂŒcke auf das Jogwheel, um die Auswahl zu bestĂ€tigen. Du verlĂ€sst das MenĂŒ wieder, wenn du den Button ĂŒber dem X drĂŒckst, das in der linken oberen Ecke des Displays erscheint.

Dateien löschen oder umbenennen.

Wenn du Delete gewĂ€hlt hast, kannst du die Datei durch erneutes DrĂŒcken des Jogwheels permanent löschen oder den Vorgang abbrechen, indem du den Button ĂŒber dem X drĂŒckst, das ganz links oben im Display steht.

Löschen einer Datei bestÀtigen oder abbrechen.

Wenn du Rename ausgewĂ€hlt hast, kannst du mit dem Jogwheel oder dem Steuerkreuz durch den vorhandenen Zeichensatz navigieren. Um ein Zeichen auszuwĂ€hlen, drĂŒcke auf das Jogwheel oder in die Mitte des Steuerkreuzes. Du kannst das Jogwheel auch seitlich antippen, um den Cursor zu bewegen. DrĂŒcke den Button ĂŒber dem X oben im Display, um den Texteingabe zu verlassen; den Button ĂŒber Delete zum Löschen oder den Button unter Space zum Bearbeiten der Eingabe. Wenn du fertig mit der Eingabe des Dateinamens bist, verwende den Button ĂŒber Done.

Dateien umbenennen.

5.4 Installieren und Verwalten von Packs

Alle Live Packs, die mit deiner Live-Lizenz verknĂŒpft sind, kannst du herunterladen, installieren und im Standalone-Modus nutzen. Voraussetzung hierfĂŒr ist, dass du mit dem WLAN verbunden bist. Mehr hierĂŒber erfĂ€hrst du im Abschnitt Wi-Fi im Kapitel Setup.

5.4.1 Packs installieren

Um direkt auf deine Packs zuzugreifen, kannst du den Add-Button verwenden und dann den Button oberhalb des Wortes Packs im Display.

Auf deine Packs zugreifen.

Nun erscheint eine Liste aller Packs, die derzeit auf Push installiert sind, sowie alle Packs, die zum Download bereitstehen. Zur Installation eines Packs navigierst du per Jogwheel oder Steuerkreuz zu Available Packs und bestÀtigst die Auswahl.

VerfĂŒgbare Packs mit Pushs Browser auswĂ€hlen.

Die Seite Available Packs zeigt dir alle Packs, die Teil deiner autorisierten Live-Lizenz sind.

Die Liste der verfĂŒgbaren Packs (Available Packs).

Zum Herunterladen eines Packs kannst du es mit dem Jogwheel oder mit dem Steuerkreuz auswĂ€hlen. Wenn du den Download anhalten willst, drĂŒcke erneut das Jogwheel oder das Steuerkreuz.

Sobald ein Pack heruntergeladen wurde, drĂŒcke erneut das Jogwheel oder die Mitte des Steuerkreuzes, um es zu installieren. Du kannst die Installation abbrechen, wenn du rechts unten den Display-Button unter Cancel verwendest.

5.4.2 Packs verwalten

Zum Löschen eines nicht installierten Pack-Downloads markierst du das Pack mit dem Jogwheel und tippst das Rad von links an. Nun erscheint die Option Delete Download und du kannst den Download durch DrĂŒcken des Jogwheels entfernen oder durch DrĂŒcken des Display-Buttons ĂŒber X (oben links) den Vorgang abbrechen.

Ein heruntergeladenes Pack entfernen.

Um ein Pack zu deinstallieren, markiere es mit dem Jogwheel und tippe das Rad von links an. Nun erscheint die Option Uninstall und du kannst das Pack durch DrĂŒcken des Jogwheels deinstallieren oder durch DrĂŒcken des Display-Buttons ĂŒber X (oben links) den Vorgang abbrechen.

Ein Pack deinstallieren.

5.5 KontinuitÀt von Push und Live

Du kannst deine Songs fortlaufend auf Push und Live weiterentwickeln, denn jedes Sets, das du im Standalone-Modus auf Push entwickelst, kannst du auf dem Rechner öffnen oder auf ihn ĂŒbertragen. Ebenso kannst du Sets zurĂŒck auf Push ĂŒbertragen und deine Arbeit außerhalb des Studios fortsetzen; vorausgesetzt du verwendest native Devices, hast alle Spuren mit Plugins eingefroren und alle Samples im Projektordner abgelegt.

5.5.1 Push mit Live koppeln

ÜberprĂŒfe zunĂ€chst, ob sich Push im Standalone-Modus befindet und mit dem demselben Netzwerk wie der Computer verbunden ist. In Lives Voreinstellungen unter Library steht die Option Push anzeigen standardmĂ€ĂŸig auf An.

Die Option Push zeigen in Lives Voreinstellungen.

In Lives Browser ist dann unter Orte das Push-Symbol sichtbar.

Das Push-Symbol in Lives Browser.

Per Klick auf das Symbol erscheinen alle verfĂŒgbaren Push-GerĂ€te in deiner NĂ€he. Auch die Namen der GerĂ€te werden hier angezeigt. Werden mehrere Pushs in der NĂ€he aufgelistet, findest du den genauen GerĂ€te-Namen als „Push xxx-xxx” im Status-Tab des Setup-MenĂŒs von Push. So kannst du genau bestimmen, welches GerĂ€t gekoppelt wird. Klicke auf Connect, um Push mit Live zu verbinden.

Der Connect-Button.

Push zeigt jetzt einen sechsstelligen Code an; gib diesen im Dialogfeld von Live ein und setze mit OK den Koppelungsvorgang fort. Alternativ dazu kannst du mit Cancel den Vorgang abbrechen.

Den Code vom Push-Display hier eingeben.

Sobald du Push erfolgreich mit Live gekoppelt hast, erscheinen alle deine Sets, die du im Standalone-Modus oder in der User-Library gespeichert hast, in Lives Browser. So lange Push mit Live gekoppelt ist, kannst du alle neuen oder im Standalone-Modus geĂ€nderten Sets in Lives Browser sehen. Verlasse hierfĂŒr das Push-Symbol unter Orte und gehe dann wieder zurĂŒck, um die Dateiliste zu aktualisieren.

Lives Browser zeigt alle Ordner von Push an.

Du kannst die Koppelung von Push und deinem Computer aufheben, indem du per Rechtsklick auf das Push-Symbol unter Orte gehst und Trennen auswÀhlst.

Verbindung von Push und Live trennen.

5.5.2 Sets von Push in Live öffnen

Um ein Set von Push herunterzuladen und zu öffnen, klappe den Ordner Projects auf, der sich im Abschnitt Push in Lives Browser befindet. Klappe nun einen einzelnen Projektordner auf, um die Inhalte darin zu sehen und doppelklicke dann auf die ALS-Datei, die du öffnen möchtest.

Der Zugriff auf deine Sets im Ordner Projects.

Alle Inhalte des Projektordners werden in einen temporĂ€ren Speicher geladen und das Set wird als aktuelles Projekt geöffnet. Sobald ein Set in Live geöffnet wurde, wird eine separate Kopie von dem auf Push gespeicherten Set angelegt. Daraus folgt, dass ein Set, das du in Live bearbeitest und dann sicherst, nicht automatisch die Änderungen fĂŒr das Set auf Push ĂŒbernimmt, sondern manuell zurĂŒckĂŒbertragen werden muss.

Du kannst das Set lokal speichern. Gehe hierfĂŒr in Live zum Datei-MenĂŒ und auf Live-Set sichern. Nun sollst du ein Verzeichnis angeben, worin der Projektordner mit dem Set und den zugehörigen Dateien gespeichert wird.

5.5.3 Dateien von Live zu Push ĂŒbertragen

Um Sets zu Push zu ĂŒbertragen, ziehe bitte den gesamten lokalen Projektordner (nicht nur die ALS-Datei) auf den Projektordner, der unter Push in Lives Browser zu finden ist. Du kannst die Projektordner auch direkt auf das Push-Symbol unter Orte ziehen.

Einen Projektordner durch Ziehen auf Push ĂŒbertragen.

Der nun erscheinende Dialog weist dich darauf hin, bitte alle Spuren mit Plugins einzufrieren und vor dem Set-Transfer den Befehl Alles sammeln und sichern in Lives Datei-MenĂŒ auszufĂŒhren. Wenn du bereit bist, klicke Weiter, um die Übertragung zu starten.

Der Dialog zur DateiĂŒbertragung.

Um einzelne Samples und Presets in die User-Library auf Push zu verschieben, kannst du sie auf das Push-Symbol ziehen oder in den darin vorhandenen Ordner User Library.

5.5.4 Dateien verwalten

Es ist möglich, in Lives Browser die Dateien unter dem Push-Symbol zu verwalten und zwar genauso, wie du dort mit lokalen Dateien umgehen wĂŒrdest. Du kannst:

  • Dateien durch Ziehen verschieben.

  • Dateien löschen, indem du sie auswĂ€hlst und dann per [Rechtsklick](Win) / [CTRL-Klick](Mac) im KontextmenĂŒ auf Löschen gehst oder die Löschen-Taste auf der Tastatur verwendest.

  • Dateien umbenennen, indem du sie auswĂ€hlst und dann per [Rechtsklick](Win) / [CTRL-Klick](Mac) im KontextmenĂŒ den Befehl Umbenennen aufrufst oder das TastaturkĂŒrzel CTRL-R(Win) / CMD-R(Mac) verwendest.

  • Einen neuen Ordner innerhalb eines vorhandenen Ordners erstellen, wenn du per [Rechtsklick](Win) / [CTRL-Klick](Mac) in seinem KontextmenĂŒ den Befehl „Neuer Ordner” auswĂ€hlst.

6 Spielen und Programmieren von Beats

Mit den verschiedenen Layouts des 8x8-Grids kannst du Beats spielen, einen Stepsequencer programmieren oder deine Drum-Sounds und -Rhythmen bearbeiten.

Um mit Push Beats zu erstellen, musst du zunÀchst per Note-Taster den Noten-Modus aktivieren.

Der Note-Button.

FĂŒge nun ein Drum-Kit in einer MIDI-Spur ein, indem du mit dem Add-Button rechts neben dem Display den Browse-Modus aufrufst.

Der Add-Button.

DrĂŒcke auf das Jogwheel oder in die Mitte des Steuerkreuzes, um ein Device auszuwĂ€hlen.

Im Browse-Modus ein Device auswÀhlen.

Per Jogwheel oder Steuerkreuz blĂ€tterst du durch die Kategorie Drums und wĂ€hlst durch DrĂŒcken ein Device aus. Navigiere so weiter und lade eines der Drum-Rack-Presets.

Ein geladenes Drumkit.

FĂŒr die Arbeit mit Drum-Racks kann auf Pushs 8x8-Grid eines von drei Layouts eingestellt werden: Loop Selector, 16 Velocities und 64 Pads. Durch mehrmaliges DrĂŒcken des Layout-Buttons kannst du zwischen den Optionen umschalten.

Die Layout-Taste

6.1 Loop-Selector-Layout

Ist das Loop-Selector-Layout aktiviert, sind die Pads in drei Bereiche unterteilt, so dass du gleichzeitig spielen, Schritte in den Step-Sequencer eingeben und die Clip-LĂ€nge einstellen kannst.

Das Loop-Selector-Layout.

Die 16 Drum-Rack-Pads befinden sich auf dem Grid unten links als 4x4-Anordnung und erlauben das Spielen in Echtzeit.

Die Optionen im Display erscheinen in derselben Farbe wie die Spur, wĂ€hrend die unterschiedlichen Farben der Pads im Drum-Rack folgendermaßen kodiert sind:

  • Spur-Farbe: dieses Pad enthĂ€lt einen Sound

  • Grau: dieses Pad ist leer

  • GrĂŒn: dieses Pad erklingt gerade

  • Weiß: dieses Pad ist selektiert

  • Dunkelblau: dieses Pad ist solo geschaltet

  • abgeschattete Spurfarbe: diese Pad ist stumm

Wenn deine Drum-Racks mehr als 16 Pads enthalten, kannst du die Auswahl nach oben oder unten verschieben, indem du den Touch-Strip oder die Taster Octave Up und Octave Down benutzt.

Die Buttons Octave-Up/Down.

Um die Auswahl Reihe fĂŒr Reihe zu verschieben, kannst du Shift gedrĂŒckt halten und dann den Touch-Strip oder die Octave-Taster verwenden.

Der Shift-Button.

Um Steps in einer Sequenz zu platzieren, drĂŒcke ein Drum-Rack-Pad an der Stelle im Sequencer, wo du den Step einsetzen möchtest. Sobald sich ein neuer Step im Sequencer befindet, startet die Wiedergabe.

WĂ€hle ein Drum-Rack-Pad aus und setze Steps in den Sequencer.

Ein Pattern baust du auf, wenn du der Sequenz mehrere Drum-Rack-Pads als Steps hinzufĂŒgst.

Um Steps im Sequencer zu platzieren, ohne den Sound des Drum-Rack-Pads abzuspielen, halte Select gedrĂŒckt und drĂŒcke dann das Pad, das sequenziert werden soll.

Ein Step lĂ€sst sich wieder löschen, wenn du das entsprechende Pad im Sequencer drĂŒckst. Um alle Steps eines einzelnen Drum-Rack-Pads zu löschen, halte beim Antippen des Pads den Taster Delete gedrĂŒckt.

Möchtest du alle im Loop platzierten Steps sichtbar machen, drĂŒcke den Clip-Button und öffne so die Clip-Ansicht.

Der Clip-Button.
Die Clip-Ansicht.

In der Clip-Ansicht kannst du außerdem verschiedene Optionen zum Bearbeiten aufrufen, indem du ein Pad oder eine Pad-Gruppe gedrĂŒckt hĂ€ltst. Mithilfe der Drehregler kannst du Nudge (Verschieben), Length (LĂ€nge), Velocity (AnschlagsstĂ€rke) und andere Parameter anpassen.

Mit den Loop-Length-Optionen, unten rechts neben dem Pad-Grid, kannst du die Loop-LĂ€nge einstellen und festlegen, welchen Loopabschnitt du im Melodic- bzw. Drum-Sequencer sehen und bearbeiten kannst.

Jedes Loop-Length-Pad entspricht einer Seite mit Steps, wobei die LĂ€nge einer Seite von der gewĂ€hlten Step-Auflösung abhĂ€ngt. Beim Arbeiten in der Standard-Auflösung von 1/16-Noten, sind jeweils zwei Seiten mit Schritten verfĂŒgbar, fĂŒr insgesamt zwei Takte.

Zum Ändern der LooplĂ€nge hĂ€ltst du ein Loop-Length-Pad gedrĂŒckt und tippst dann auf das Pad, wo der Loop enden soll. Du kannst die LooplĂ€nge auch auf eine ganze Seite ausdehnen, indem du das Loop-Length-Pad mit der gewĂŒnschten LĂ€nge doppelt antippst.

Bitte beachte, dass die Seite, die du siehst, nicht zwangslĂ€ufig diejenige ist, die du hörst. Wenn du die LooplĂ€ngen festlegst, aktualisieren sich die Seiten, so dass die momentane Abspielposition immer sichtbar ist, angezeigt durch ein grĂŒnes Lauflicht auf den Pads.

In einigen FĂ€llen möchtest du dieses automatische Folgen vielleicht deaktivieren. Zum Beispiel, um eine einzelne Seite eines lĂ€ngeren Loops zu editieren, wĂ€hrend der Loop in der GesamtlĂ€nge weiterlĂ€uft. HierfĂŒr tippst du auf das Pad, das der Seite entspricht. So fixierst du die Seitenansicht, ohne dass die LooplĂ€nge geĂ€ndert werden muss. Du kannst auch zur vorherigen oder nĂ€chsten Seite blĂ€ttern, indem du die Page-Left/Right-Taster verwendest.

Langes DrĂŒcken von Layout ermöglicht dir vorĂŒbergehend den Zugriff auf das 16-Velocities-Layout. Hierdurch kannst du die Pads rechts unten auf dem Grid verwenden, um den Velocity-Wert fĂŒr ein Drum-Pad festzulegen. Du kannst dieses Layout auch als statisch festlegen, indem du Shift hĂ€ltst, bevor du die Layout-Taste drĂŒckst. Um das 16-Velocities-Layout wieder zu lösen, drĂŒcke erneut den Layout-Button.

6.2 16-Velocities-Layout

Das 16-Velocities-Layout Àhnelt dem Loop-Selector-Layout insofern, als du mit den Drum-Rack-Pads die Steps im Sequencer aufnehmen kannst. Allerdings werden die Loop-LÀngen-Parameter unten rechts auf dem Grid durch Velocity-Pads ersetzt.

DrĂŒcke den Layout-Button und schalte so auf das 16-Velocities-Layout um. In diesem Modus stehen die 16 Pads unten rechts fĂŒr 16 verschiedene Velocity-Stufen (AnschlagsstĂ€rke) des aktiven Drum-Rack-Pads.

Du kannst die Velocity-Pads in Echtzeit spielen. Du kannst sie auch gemeinsam mit der Repeat-Funktion verwenden und so den Notenwiederholungen unterschiedliche LautstĂ€rken verleihen. Velocity-Pads lassen sich auch im Stepsequencer einspielen, dadurch werden Noten mit der gewĂ€hlten Velocity der Sequenz hinzugefĂŒgt. Du kannst den Velocity-Wert von vorhandenen Steps Ă€ndern, wenn du die jeweiligen Pads im Sequencer-Bereich gedrĂŒckt hĂ€ltst und dann ein Velocity-Pad auswĂ€hlst.

Das 16-Velocities-Layout.

Langes DrĂŒcken des Layout-Buttons verschafft dir vorĂŒbergehend Zugriff auf die Loop-LĂ€ngen-Parameter, so dass du die Loop-LĂ€nge des Clips einstellen kannst. Du kannst die LooplĂ€ngen-Parameter auch festlegen, indem du Shift hĂ€ltst und die Layout-Taste drĂŒckst. Um den LooplĂ€ngen-Modus der Pads wieder zu lösen, drĂŒcke erneut den Layout-Button.

6.3 64-Pads-Layout

Du kannst auch die gesamte 8x8-Pad-Matrix verwenden, um Drums in Echtzeit zu spielen. FĂŒr alle klingenden Zellen der Drum-Racks steht dir dann die entsprechende Anzahl an Pads auf dem Grid zur VerfĂŒgung, insgesamt also bis zu 64 StĂŒck. Das bietet sich bei der Arbeit mit sehr großen Drumkits an, die zum Beispiel durch Slicing entstehen. Um in den 64-Pad-Modus zu gelangen, drĂŒcke mehrfach den Layout-Button.

Das 64-Pads-Layout.

Hinweis: Beim Wechsel zwischen 64-Pad-Modus und Loop-Selector- oder 16-Velocities-Layout verschieben sich die 16 Pads fĂŒrs Step-Sequencing nicht automatisch mit. Gegebenenfalls musst du mithilfe des Touchstrip oder der Octave-Up/Down-Taster die gewĂŒnschten 16 Pads sichtbar machen.

Bei gedrĂŒcktem Layout-Button kannst du vorĂŒbergehend auf die LooplĂ€ngen-Parameter in der oberen Reihe des Grids zugreifen. Du kannst die LooplĂ€ngen-Parameter auch festlegen, indem du Shift hĂ€ltst und die Layout-Taste drĂŒckst. Um den LooplĂ€ngen-Modus der Pads wieder zu lösen, drĂŒcke erneut den Layout-Button.

6.4 Einzelne Drums laden

Wenn du in den Hot-Swap-Modus wechselst, kannst du einzelne Pads in einem geladenen Drum-Rack austauschen. HierfĂŒr muss die Drum-Rack-Spur per unterem Display-Button ausgewĂ€hlt sein, damit du die Devices aus diesem Rack in der Anzeige siehst.

ZunÀchst ist das gesamte Drum-Rack ausgewÀhlt. Um stattdessen ein einzelnes Pad auszuwÀhlen, tippe das Pad auf dem Grid an. Mit dem entsprechenden Display-Button oben kannst du zwischen den Device-Parametern, der Choke-Gruppe und den Transpositions-Einstellungen umschalten. Das rechteckige Symbol neben der Device-Bezeichnung reprÀsentiert ein Pad.

Ein einzelnes Pad aus einem Drum-Rack in der Device-Ansicht.

Wenn du nun per Swap-Button in den Hot-Swap-Modus wechselst, kannst du den Sound des selektierten Pads ersetzen oder einen neuen hinzufĂŒgen. Das ausgewĂ€hlte Pad auf dem Grid zeigt durch Blinken an, dass es bereit ist, ausgetauscht zu werden.

Im Hot-Swap-Modus wird automatisch die Kategorie des Original-Samples ausgewÀhlt. Wenn du beispielsweise ein Drum-Rack-Pad mit einem Kick-Sample auswÀhlst, erscheint die Kategorie mit Kicks, sobald du auf Swap gehst. Du kannst genauso auf ein anderes Pad im Grid tippen und im Rack auswÀhlen; die Kategorie aktualisiert sich dementsprechend.

Zum Navigieren und AuswÀhlen kannst du neben Jogwheel und Steuerkreuz auch mit den Buttons Load Next und Load Previous zwischen den Devices umherschalten und musst sie nicht erst einzeln in der Liste auswÀhlen.

Auf der BĂŒhne möchtest du vielleicht ein Pad selektieren ohne es zu triggern. Halte hierfĂŒr den Select-Button gedrĂŒckt, wĂ€hrend du ein Drum-Pad auf dem Grid spielst oder im 16-Velocities-Layout eines der 16 Velocity-Pads drĂŒckst.

Der Select-Button.

Selektieren ohne triggern funktioniert auch, wenn du den unteren Display-Button in der Spur mit dem Drum-Rack drĂŒckst. So klappt das Drum-Rack auf und die einzelnen Pads lassen sich mit den anderen unteren Display-Buttons anwĂ€hlen. Zum vorherigen und zum nĂ€chsten Pad bewegst du dich mithilfe der Pfeiltasten links und rechts auf dem Steuerkreuz.

DrĂŒcken Sie die untere Display-Taste des Drum-Racks, um auf einzelne Pads zuzugreifen.

6.4.1 ZusÀtzliche Pad-Optionen

Um Devices von einem Drum-Rack-Pad zum anderen zu kopieren, halte Duplicate gedrĂŒckt und drĂŒcke das zu kopierende Pad. Halte Duplicate weiter gedrĂŒckt und drĂŒcke das Ziel-Pad, um die kopierten Devices einzufĂŒgen. Hinweis: Hierdurch werden zwar die Devices auf dem Ziel-Pad (also auch der Sound) ersetzt, aber nicht die Noten, die bereits fĂŒr das Pad aufgenommen sind.

Der Duplicate-Button.

Ist ein einzelnes Pad ausgewÀhlt, kannst du mit dem entsprechenden oberen Display-Button zwischen den Device-Parametern, der Choke-Gruppe und den Transpositions-Einstellungen umschalten. Die zugewiesene Choke-Gruppe kannst du mit dem ersten Drehregler Àndern und die Tonhöhe mit dem zweiten.

Mit den Drehreglern eine Choke-Gruppe zuweisen oder transponieren.

Beim Arbeiten mit Drums kannst du den Pads von Push individuelle Farben geben. Halte Shift gedrĂŒckt und tippe ein Pad an, um seine Farbe zu Ă€ndern. BerĂŒhre eines der Pads im Ă€ußeren Ring, um die Farbe fĂŒr das selektierte Pad festzulegen.

Hinweis: Deine Farbzuweisungen werden zwar zusammen mit dem Live-Set gesichert und wieder geladen, sie sind aber nicht in Live sichtbar, sondern nur auf den Pads von Push.

Eine Farbe fĂŒr ein Drum-Pad wĂ€hlen.

6.5 Step-Sequencing von Beats

Tippe auf ein Pad, um es fĂŒr das Stepsequencing im Loop-Selector oder im 16-Velocities-Layout zu aktivieren.

Um Noten zu sequenzieren, verwendest du die Pads im Stepsequencer-Bereich und fĂŒgst die Noten vom Drum-Rack-Pad nach Belieben in einen Clip ein.

Noten im Step-Sequencer.

ZunÀchst entspricht jedes Step-Sequencer-Pad einer 16tel-Note, aber du kannst den Step-Abstand mit den Scenes-Buttons anpassen.

Die Szenen-Buttons.

WĂ€hrend der Wiedergabe wird der aktuelle Schritt durch ein durchlaufendes grĂŒnes Pad im Step-Sequencer-Bereich angezeigt. Ist Record aktiviert, bewegt sich ein rotes Licht durch die Pads. Das Antippen eines Steps im Sequencer löscht den Step. Du kannst den Mute-Button beim Antippen eines Steps gedrĂŒckt halten, um ihn stummzuschalten. Halte die Solo-Tase gedrĂŒckt und wĂ€hle dann ein Pad an, um es solo zu hören.

Mute- und Solo-Tasten

Die AnschlagsstÀrke (Velocity) sowie das Microtiming von Noten kannst du individuell festlegen, wie im Abschnitt Automation im Step-Sequencer beschrieben.

Um das gesamte Sequencer-Pattern zu löschen, drĂŒcke den Delete-Button. Um alle Steps eines einzelnen Drum-Rack-Pads zu löschen, halte beim Antippen des Pads den Taster Delete gedrĂŒckt. Wenn du Delete gedrĂŒckt hĂ€ltst und auf ein Pad gehst, fĂŒr das im aktuellen Pattern keine Steps aufgezeichnet sind, löschst du alle Devices von diesem Pad.

Der Delete-Button zum Löschen.

Die Pad-Farben im Stepsequencer-Bereich bedeuten:

  • Grau: dieser Step enthĂ€lt keine Note

  • Clip-Farbe: dieses Pad enthĂ€lt eine Note, hellere Pads entsprechen höheren Velocities

  • aufgehellte Clipfarbe: dieser Step enthĂ€lt eine Note, die stumm ist

  • unbeleuchtet: die beiden rechten Pad-Spalten sind unbeleuchtet, wenn der Step-Abstand triolisch ist. In diesem Fall sind diese Pads inaktiv und nur die ersten sechs Pads jeder Reihe sind als Steps verwendbar.

6.6 Beats mit Ausdruck spielen

Ab Live 11.3.2 sind MPE-Drum-Kits enthalten, die speziell auf Pushs MPE-fĂ€higes Grid zugeschnitten sind und dieses optimal nutzen. Die Drum-Kits MPE-Analog Kit and MPE-Synth Lab Kit sind Teil der Core-Library, darĂŒber hinaus findest du in den Packs Session Drums Club und Session Drums Studio weitere MPE-fĂ€hige Drum-Kits.

Sehen wir uns zum Beispiel das Pack Session Drums Club an. Öffne den Browse-Modus mit dem Add-Button. DrĂŒcke den Display-Button ĂŒber Packs und wĂ€hle Available Packs. Navigiere zum Pack Session Drums Club und folge den Schritten zur Installation. Nach der Installation werden die Inhalte des Packs automatisch angezeigt.

Die Inhalte des Packs Session Drums Club.

Gehe zur Kategorie Drums und wÀhle dort MPE Kits. Nun siehst du alle Drum-Racks mit MPE-Mappings.

Die MPE-Kits im Pack Session Drums Club.

Selektiere und lade ein Preset deiner Wahl. Du wirst feststellen, dass das Pad-Grid je nach Inhalt des Drum-Racks ein bestimmtes Farbschema aufweist. Pads mit Kickdrums und Toms haben dieselbe Farbe wie die Spur, wÀhrend Pads mit Snares, Hihats und anderer Percussion in den Abstufungen der Spurfarbe variieren. So siehst du auf einen Blick, auf welchen Pads Àhnliche Elemente liegen.

MPE-fÀhige Kits lassen sich in der Dimension Slide unterschiedlich artikulieren. Du kannst die Pads wie bei jedem anderen Drum-Rack spielen. Aber anstatt auf jedem Pad dasselbe Sample zu triggern, kannst du mit dem Finger auch oben oder unten auf speziell konfigurierte Pads tippen, um Variationen zu spielen.

Zum Beispiel enthÀlt das Snare & Press Pad im Preset MPE Kit-Dark Plate Reverb zwei Elemente, einen Snare-Schlag und einen Snare-Press. Wenn du das Pad mittig anschlÀgst, hörst du beide Sounds gleichzeitig. Wenn du im unteren Bereich des Pads zu spielen beginnst, hörst du nur den Snare-Schlag und je weiter du hinauf gehst, desto stÀrker hörst du den Snare-Press-Sound. Wenn du das Pad Hihat Closed auf der Y-Achse spielst, öffnet sich das Hihat-Pedal, von fest geschlossenem Pedal unten auf dem Pad bis hin zu halboffen oben.

WĂ€hrend manche MPE-Kits auf fein abgestufte Artikulationen ausgelegt sind, bieten andere eher dramatische und experimentelle Mappings, so dass eine breite Palette fĂŒr expressives Spielen entsteht.

7 Spielen und Programmieren von Melodien und Akkorden

Die Pads von Push wurden so entwickelt, dass sie feine Artikulationen beim Musizieren abbilden. So kannst du deine Melodien und Akkorden direkt lebendiger machen und variieren, wenn du MPE oder Aftertouch einsetzt.

Wenn eine MIDI-Spur mit einem Instrument selektiert ist, wird das 8x8-Grid automatisch fĂŒr das Spielen von Noten in der 64-Pad-Anordnung optimiert. ZunĂ€chst ist jede Note im Grid Teil der C-Dur-Tonleiter. Das Pad links unten spielt C1. Nach oben wird jedes Pad um eine Quarte erhöht. Nach rechts entspricht jedes Pad dem darauffolgenden Ton der C-Dur-Skala.

Die C-Dur-Tonleiter auf den Pads.

Mit den Buttons Octave Up und Octave Down kannst du die Oktaven verschieben.

Die Octave-Buttons.

Zum Spielen von DreiklÀngen kannst du folgendes Griffmuster auf dem Grid ausprobieren:

C-Dur-Akkord

7.1 Tonarten Àndern

Du kannst den Scale-Button drĂŒcken, um Tonart und Skala zu Ă€ndern.

Der Scale-Button.

Im Display siehst du nun die vorhandenen Tonarten und Skalen. Mit den Display-Buttons oben und unten wÀhlst du die Tonart aus. Per Drehregler oder Steuerkreuz bestimmst du die Skala.

Das MenĂŒ Scale.

Der Drehregler ganz links Àndert das Grid-Layout der Pads:

  • 4ths: Das nĂ€chste Pad in derselben Spalte hat den Abstand von einer Quarte.

  • 3rds: Das nĂ€chste Pad in derselben Spalte hat den Abstand von einer Terz.

  • Sequential: Das nĂ€chste Pad in derselben Zeile entspricht der ausgewĂ€hlten Skala.

Der Display-Button unten links wechselt zwischen tonarttreuem (In Key) und chromatischem Modus (Chromatic). Ist In Key eingestellt, sind auf den Pads nur die Töne verfĂŒgbar, die zur gewĂ€hlten Tonart gehören. Ist Chromatic eingestellt, sind alle Töne verfĂŒgbar und die Pads, deren Töne nicht zur Tonleiter gehören, leuchten nicht.

Mit dem Display-Button unten rechts schaltest du Fixed ein und aus. Mit Fixed on bleiben die Noten auf dem Grid verankert, wenn du die Tonart Ă€nderst, das heißt das Pad links unten spielt immer C (sollte die Tonart kein C enthalten, spielt das Pad den nĂ€chstliegenden Ton). Fixed off bedeutet, dass sich die Noten im Grid verschieben, so dass das Pad links unten immer den Grundton der gewĂ€hlten Tonart spielt.

Die Skalen-Optionen werden zusammen mit dem Set gespeichert und Push ruft diese Einstellungen auf, sobald das Set wieder geladen wird.

7.2 Melodien und Akkorde dynamisch spielen

FĂŒr die Pads auf Push sind drei Optionen fĂŒr expressives Spielen verfĂŒgbar: MPE, Poly Aftertouch und Mono Aftertouch. Sie lassen sich im Expression-Tab des Setup-MenĂŒs aufrufen.

Die Pads sind fĂŒr MPE vorkonfiguriert, so dass du mit jedem Pad drei Expression-Dimensionen verwenden kannst: Pressure, Slide und notenspezifisches Pitchbend.

Pressure: bezieht sich auf den Fingerdruck nach dem ersten Anschlagen der Taste, gewöhnlich als Aftertouch bezeichnet. Du kannst ein Pad spielen, diese Note halten und dann den Fingerdruck Ă€ndern, um den Sound zu modulieren. HierfĂŒr werden Pressure-Daten innerhalb von MPE-fĂ€higen Devices zu verschiedenen Modulationszielen geroutet, etwa zum Filter-Cutoff oder zum Resonanzfilter.

Slide: verarbeitet die senkrechten Bewegungen des Fingers auf dem Pad. Du kannst ein Pad spielen, diese Note halten und dann den Finger nach oben oder unten bewegen, um den Sound zu modulieren. Du kannst das Pad an verschiedenen Punkten der Y-Achse anschlagen und so jeweils unterschiedliche KlĂ€nge erzielen. Die Slide-Modulationsdaten können mit mehreren Zielen in MPE-fĂ€higen Devices verknĂŒpft werden.

Per-note pitch bend: bezieht sich auf waagerechte Fingerbewegungen auf dem Pad, die fĂŒr jede einzelne Note Pitchbend-Daten hervorbringen. In Live-Devices wird dieser Parameter ĂŒblicherweise als NotePB bezeichnet. Du kannst ein Pad spielen, diese Note halten und dann den Finger nach links oder rechts bewegen, um die Tonhöhe zu modulieren. Je nach Einstellungen unter In-Tune Width kann das Pitchbend extrem oder subtil ausfallen und es lassen sich sogar Vibrato-Effekte erzeugen. Du kannst die Tonhöhe (Pitch) auch von einem Pad zum anderen gleiten lassen, Ă€hnlich wie bei einem Gitarrengriffbrett. Wenn die Option In Key eingestellt ist, bleibt das Pitchbend immer innerhalb der Tonart. Ist als Skalen-Option Chromatic eingestellt, bewegt sich das Pitchbend in Halbtonschritten. Das notenspezifische Pitchbend ist von vornherein fĂŒr alle Live-Devices eingeschaltet, die solche Daten empfangen können. VerfĂŒgt ein Device nicht ĂŒber notenspezifisches Pitchbend, kannst du mit dem Finger waagerecht ĂŒber ein Pad gleiten, um Noten erneut auszulösen (Glissando).

Experimentiere beim Spielen mit diesen drei Dimensionen und kombiniere sie miteinander, um eine breite Palette an ausdrucksvollen und ĂŒberraschenden Sounds zu gestalten.

Die Core Library enthĂ€lt außerdem viele MPE-fĂ€hige Instrumente und Effekte, so dass du die ExpressivitĂ€t der Pads voll ausschöpfen kannst. Drift, der neue Synthesizer seit Live 11.3, verfĂŒgt beispielsweise ĂŒber mehrere Modulations-Routings, die in der Lage sind, Pressure-, Slide- und notenspezifische Pitchbend-Daten zu empfangen. Weitere Optionen fĂŒr noch mehr Ausdruck findest du in MPE Control, einem MIDI-Effekt, der die KurvenverlĂ€ufe von eingehenden MPE-Daten formt und somit die Reaktion eines Device-Parameters auf MPE-Daten beeinflusst.

7.3 Step-Sequencing von Melodien und Akkorden

ZusĂ€tzlich zum Spielen und Aufnehmen in Echtzeit kannst du Melodien und Akkorde auch schrittweise in den Sequencer eingeben. DrĂŒcke den Layout-Button und wechsele zum Melodic Sequencer.

Der melodische Step-Sequencer.

Im Melodic Sequencer kannst du die Noten auf allen acht Pad-Zeilen platzieren. Mit den Loop-Length-Parametern kannst du die Loop-LÀnge Àndern und zusÀtzliche Stepsequencer-Optionen aufrufen.

Ist als Skalen-Option In Key ausgewĂ€hlt, entsprechen die Pad-Reihen der Tonfolge in der gewĂ€hlten Tonart. Ist als Skalen-Option Chromatic eingestellt, leuchten die Noten, die zur Tonart gehören, wĂ€hrend alle tonartfremden Noten nicht leuchten. Der Grundton befindet sich auf der weißen Reihe unten auf dem Pad-Grid.

Jede Pad-Spalte steht fĂŒr einen Step in der Auflösung, die mit den Scenes-Tastern eingestellt wurde.

Die Szenen-Buttons.

DrĂŒcken eines Pads in einer Spalte fĂŒgt dem entsprechenden Step eine Note hinzu und startet die Wiedergabe, falls der Transport noch nicht lĂ€uft. Der Stepsequencer bewegt sich wĂ€hrend der Wiedergabe von links nach rechts. WĂ€hrend ein Clip lĂ€uft, geben grĂŒne Lauflichter die Wiedergabeposition an und bewegen sich wĂ€hrenddessen durch Steps und Seiten. WĂ€hrend einer Aufnahme sind die Lauflichter rot.

Jeder Step kann mehr als eine Note abspielen. Du kannst weitere Pads in der Spalte drĂŒcken und sie so dem Step zuweisen. Selektierte Noten werden durch eine aufgehellte Clipfarbe kenntlich gemacht.

Du kannst Noten löschen, wenn du das jeweilige Pad drĂŒckst. Wenn du einen Clip und damit das gesamte Pattern und alle Steps von allen Seiten löschen willst, drĂŒcke den Delete-Button. Damit ein Pad stummgeschaltet, aber nicht gelöscht wird, kannst du bei gedrĂŒcktem Mute-Button das zugehörige Pad selektieren.

Wenn du alle Noten aus der Sequenz in der Clip-Ansicht betrachten möchtest, drĂŒcke den Clip-Button.

Der Clip-Button.
Noten aus einer Sequenz in der Clip-Ansicht.

In der Clip-Ansicht kannst du außerdem verschiedene Optionen zum Bearbeiten aufrufen, indem du ein Pad oder eine Pad-Gruppe gedrĂŒckt hĂ€ltst. Mithilfe der Drehregler kannst du Nudge (Verschieben), Length (LĂ€nge), Velocity (AnschlagsstĂ€rke) und andere Parameter anpassen.

Die Edit-Optionen fĂŒr Steps, die beim Halten eines Pads erscheinen.

Genau wie bei der 64-Pad-Anordnung kann mit den Tasten Octave Up und Octave Down der verfĂŒgbare Notenbereich um eine Oktave verschoben werden. Wenn du den Bereich in der Tonart stattdessen notenweise verschieben möchtest, halte Shift gedrĂŒckt und drĂŒcke dann Octave Up oder Down. WĂ€hrend du nach oben oder unten verschiebst, erscheint der aktuelle Bereich im Display.

Alternativ dazu kannst du den Oktavbereich auch per Touchstrip Ă€ndern. HĂ€ltst du Shift gedrĂŒckt und gleitest auf dem Touchstrip mit dem Finger nach oben oder unten, wechselst du zwischen den Oktaven. HĂ€ltst du Shift nicht gedrĂŒckt, bewegst du dich mit dem Touchstrip zwischen den Noten der Tonleiter.

7.3.1 Steuerunfg der Loop-LĂ€nge (Loop Length)

Mit den Loop-Length-Optionen kannst du die Loop-LĂ€nge einstellen und festlegen, welchen Loopabschnitt du im Melodic-Step-Sequencer sehen und bearbeiten kannst.

Bei gedrĂŒcktem Layout-Button erscheinen in der oberen Grid-Zeile vorĂŒbergehend die Loop-Length-Pads. Um den Loop Selector zu fixieren, halte Shift gedrĂŒckt und gehe dann auf Layout. Um die Fixierung des Loop Selector zu lösen, drĂŒcke den Layout-Button erneut. Ob Loop Selector fixiert oder gelöst ist, wird fĂŒr jede Spur separat gespeichert.

Jedes Loop-Length-Pad entspricht einer Seite mit Steps, wobei die LĂ€nge einer Seite von der gewĂ€hlten Step-Auflösung abhĂ€ngt. Im Melodic-Sequencer-Layout ist jeweils eine Seite mit acht Schritten verfĂŒgbar, fĂŒr insgesamt zwei Takte.

Zum Ändern der LooplĂ€nge hĂ€ltst du ein Loop-Length-Pad gedrĂŒckt und tippst dann auf das Pad, wo der Loop enden soll. Du kannst die LooplĂ€nge auch auf eine ganze Seite ausdehnen, indem du das Loop-Length-Pad mit der gewĂŒnschten LĂ€nge doppelt antippst.

Bitte beachte, dass die Seite, die du siehst, nicht zwangslĂ€ufig diejenige ist, die du hörst. Wenn du die LooplĂ€ngen festlegst, aktualisieren sich die Seiten, so dass die momentane Abspielposition immer sichtbar ist, angezeigt durch ein grĂŒnes Lauflicht auf den Pads.

In einigen FÀllen möchtest du dieses automatische Folgen vielleicht deaktivieren. Zum Beispiel, um eine einzelne Seite eines lÀngeren Loops zu editieren, wÀhrend der Loop in der GesamtlÀnge weiterlÀuft. Tippe hierzu auf das Loop-Length-Pad, das der Seite entspricht. So fixierst du die Seitenansicht, ohne dass die LooplÀnge geÀndert werden muss. Du kannst auch zur vorherigen oder nÀchsten Seite blÀttern, indem du die Page-Left- und Page-Right-Taster verwendest.

Die Page-Left/Right-Tasten.

Um das automatische Folgen wieder zu aktivieren, wĂ€hle den Loop erneut aus, indem du die Loop-Length-Pads fĂŒr Start und Ende des Clips drĂŒckst. (Beachte bitte, dass das einmalige DrĂŒcken einer Seite, die sich außerhalb des aktuellen Loops befindet, den Loop sofort auf diese Seite setzt.) Bei Bedarf kannst du das automatische Folgen wieder einschalten, indem du den Button Page Left oder Page Right gedrĂŒckt hĂ€ltst.

Die Pad-Farben im Loop-Length-Bereich bedeuten:

  • Unbeleuchtet: diese Seite liegt außerhalb des Loops.

  • Grau: diese Seite ist Teil des Loops, wird aber zurzeit nicht im Step-Sequencer-Bereich angezeigt.

  • Weiß: diese Seite wird im Step-Sequencer-Bereich angezeigt, aber zurzeit nicht abgespielt.

  • GrĂŒn: diese Seite erklingt gerade.

  • Rot: diese Seite zeichnet gerade auf.

Um eine Seite mit Steps zu kopieren, halte Duplicate gedrĂŒckt und gehe zum Loop-Length-Pad fĂŒr die zu kopierende Seite. DrĂŒcke dann das Loop-Length-Pad fĂŒr die Zielseite. Allerdings werden hierdurch die auf der Zielseite vorhandenen Steps nicht gelöscht, sondern die kopierten Steps werden zusĂ€tzlich eingefĂŒgt. Wenn du alle Steps von einer Seite löschen willst, bevor du kopierte Steps einfĂŒgst, halte Delete gedrĂŒckt und tippe auf das Loop-Length-Pad fĂŒr diese Seite.

7.4 Der Melodic Sequencer + 32 Töne

Das Layout Melodic + 32 Notes kombiniert Step-Sequencing mit Echtzeitspiel zu einer Pad-Anordnung. Auf nur einer Seite greifst du mit diesem Layout sowohl auf mehrere Oktaven als auch auf Steps zu – ideal zum Sequenzieren von Akkorden und Drums. Auch zum Sequenzieren von lĂ€ngeren Phrasen ist es geeignet.

Das Layout Melodic Sequencer + 32 Notes.

Ist als Anordnung der Pads der Melodic Sequencer eingestellt, wechselst du per Layout-Button zum Layout Melodic Sequencer + 32 Notes. Ist als Pad-Anordnung 64 Notes eingestellt, drĂŒcke den Layout-Button doppelt.

7.4.1 Layout mit 32 Tönen

In der unteren HĂ€lfte des Pad-Grids kannst du Noten in Echtzeit spielen und fĂŒr das Step-Sequencing auswĂ€hlen. Jedes Pad entspricht eine der vorhandenen Töne der aktuelle gewĂ€hlten Tonleiter. Das DrĂŒcken eines Pads selektiert und spielt die Note. Um ein Pad zu selektieren, ohne es auszulösen, kannst du beim AuswĂ€hlen den Select-Button gedrĂŒckt halten.

Die Pad-Farben zeigen jeweils:

  • Spurfarbe: das ist der Grundton der Tonart.

  • Aufgehellte Spurfarbe: dieses Pad ist selektiert.

  • GrĂŒn: dieses Pad spielt aktuell.

  • Weiß: diese Note ist in der Tonart enthalten, jedoch kein Grundton.

Die Buttons Octave Up und Down verschieben den verfĂŒgbaren Notenbereich oktavenweise. Wenn du den Bereich in der Tonart stattdessen notenweise verschieben möchtest, halte Shift gedrĂŒckt und drĂŒcke dann Octave Up oder Down. WĂ€hrend du nach oben oder unten verschiebst, erscheint der aktuelle Bereich im Display.

Alternativ dazu kannst du den Oktavbereich auch per Touchstrip Ă€ndern. HĂ€ltst du Shift gedrĂŒckt und gleitest auf dem Touchstrip mit dem Finger nach oben oder unten, wechselst du zwischen den Oktaven. HĂ€ltst du Shift nicht gedrĂŒckt, bewegst du dich mit dem Touchstrip zwischen den Noten der Tonleiter.

Analog zum 64-Notes-Layout kann fĂŒr die Noten in der unteren Grid-HĂ€lfte eine Tonart oder eine Skala eingestellt werden, mithilfe der In-Key- oder Chromatic-Modi.

7.4.2 Sequencer

Das Antippen (und damit AuswĂ€hlen) eines Steps in der oberen HĂ€lfte der Pad-Matrix fĂŒgt alle selektierten Noten diesem Step hinzu. Das Halten mehrerer Steps fĂŒgt zuvor selektierte Noten in allen Steps ein. Steps, die Noten enthalten, leuchten in der Farbe des Clips.

Das Halten eines Steps macht alle Noten sichtbar, die sich darin befinden. Die Noten werden etwas heller als die Spurfarbe in der unteren HÀlfte der Pad-Grids angezeigt. Das Antippen einer gewÀhlten Note entfernt diese aus dem Step.

Um Noten von einem Step in einen anderen zu kopieren, halte Duplicate gedrĂŒckt, drĂŒcke den zu duplizierenden Step und dann den Ziel-Step.

Die Pad-Farben im Step-Sequenzer zeigen an:

  • Clip-Farbe: dieser Step enthĂ€lt eine Note.

  • GrĂŒn: dieser Step spielt aktuell.

  • Weiß: dieser Step ist selektiert.

  • Hellgrau: dieser Step enthĂ€lt eine Note, ist jedoch stummgeschaltet.

  • Grau: dieses Pad ist leer.

  • Unbeleuchtet: die beiden rechten Pad-Spalten sind unbeleuchtet, wenn der Step-Abstand triolisch ist. In diesem Fall sind diese Pads inaktiv und nur die ersten sechs Pads in jeder Reihe sind als Steps verwendbar.

Mit den Loop-Length-Parametern kannst du die Loop-LĂ€nge Ă€ndern und zusĂ€tzliche Stepsequencer-Seiten aufrufen. Bei gedrĂŒcktem Layout-Button kannst du vorĂŒbergehend in der fĂŒnften Zeile des Grids auf die Loop-Length-Pads zugreifen. Um den Loop Selector zu fixieren, halte Shift gedrĂŒckt und gehe dann auf Layout. Um die Fixierung des Loop Selector zu lösen, drĂŒcke den Layout-Button erneut. Ob Loop Selector fixiert oder gelöst ist, wird fĂŒr jede Spur separat gespeichert.

Um eine Seite mit Steps zu kopieren, halte Duplicate gedrĂŒckt und gehe zum Loop-Length-Pad fĂŒr die zu kopierende Seite. DrĂŒcke dann das Loop-Length-Pad fĂŒr die Zielseite. Allerdings werden hierdurch die auf der Zielseite vorhandenen Steps nicht gelöscht, sondern die kopierten Steps werden zusĂ€tzlich eingefĂŒgt. Wenn du alle Steps von einer Seite löschen willst, bevor du kopierte Steps einfĂŒgst, halte Delete gedrĂŒckt und tippe auf das Loop-Length-Pad fĂŒr diese Seite.

8 MIDI aufzeichnen

Mit Push kannst du direkt die MIDI-Signale von darauf gespielten Software-Instrumenten oder von externen MIDI-Instrumenten aufnehmen. FĂŒr die Aufnahme stehen mehrere Optionen zur Auswahl, wie Aufzeichnen mit fester LĂ€nge (Fixed Length), mit Wiederholungen (Repeat), die Quantisierung wĂ€hrend oder nach der Aufnahme (Quantize) und sogar das nachtrĂ€gliche Festhalten von Beats und Melodien ohne Record zu drĂŒcken (Capture). So kannst du mit Push auf vielen Ebenen kreativ werden.

Wenn du im Note-Modus arbeitest, werden MIDI-Spuren automatisch aufnahmebereit geschaltet. Im Session-Pad-Modus musst du die Spuren manuell aufnahmebereit schalten. Halte hierfĂŒr den Display-Button der Spur lange gedrĂŒckt oder wĂ€hle mit gehaltenem Record-Button den Display-Button der Spur. Neben der Spurbezeichnung erscheint nun ein Kreis, um die Aufnahmebereitschaft anzuzeigen.

Eine aufnahmebereite MIDI-Spur.

8.1 Echtzeit-Aufnahme

In einer aufnahmebereiten Spur kannst du Noten in Echtzeit aufnehmen, wenn du den Record-Button drĂŒckst und dann auf den Pads spielst.

Der Record-Button.

Wenn du zum Klick aufnehmen willst, drĂŒcke den Metronom-Button. Der Taster pulsiert, wenn das Metronom aktiv ist. Du kannst die Metronom-LautstĂ€rke anpassen, wenn du den Volume-Drehregler verwendest und dort die Option Cue Volume wĂ€hlst.

Der Metronom-Button.

DrĂŒcke den Record-Button, um die Aufnahme zu starten. Wenn du in den Metronome-Einstellungen das VorzĂ€hlen aktiviert hast, bewegt sich in der Anzeige oben ein Querbalken, der temposynchron blinkt.

Der VorzÀhl-Balken.

WÀhrend des VorzÀhlens blinkt Record und wird durchgehend rot, wenn die Aufnahme lÀuft.

Alle Noten, die du auf den Pads spielst, werden in der selektierten Spur aufgezeichnet. Erneutes DrĂŒcken von Record beendet das Aufzeichnen und spielt den Clip direkt ab. Wird Record ein drittes Mal gedrĂŒckt, aktiviert dies den Overdub-Modus, so dass du wĂ€hrend der Wiedergabe weitere Noten in den Clip aufzeichnen kannst. Wiederholtes DrĂŒcken schaltet zwischen Wiedergabe und Overdub um. WĂ€hrend der Wiedergabe erscheint im Display unterhalb des Spurnamens ein kleiner Fortschrittsbalken, der fĂŒr jeden spielenden Clip die Wiedergabeposition anzeigt.

Die Pads verfĂŒgen ĂŒber Anschlagsdynamik, wenn du die Velocity-Werte jedoch vorĂŒbergehend ĂŒberschreiben möchtest, drĂŒcke den Accent-Button. Bei eingeschaltetem Accent erhalten alle gespielten oder per Step-Sequencing eingegebenen Noten die höchste Velocity (127), unabhĂ€ngig davon, wie stark du die Pads tatsĂ€chlich anschlĂ€gst.

Aktiviere Accent, um mit höchster Velocity zu spielen oder aufzunehmen.

Wenn du Accent nur kurz drĂŒckst, bleibt die Funktion eingeschaltet. HĂ€ltst du den Button gedrĂŒckt, schaltet er sich beim Loslassen aus, so dass du Noten vorĂŒbergehend betonen kannst.

Bitte beachte, dass Accent die Velocity-Pads des Drum-Sequencers im 16-Velocities-Layout ĂŒberschreibt.

DrĂŒcken von New beendet die Wiedergabe des selektierten Clips und legt einen leeren Clip-Slot an, damit du in der Spur einen neuen Clip aufnehmen kannst. New erzeugt standardmĂ€ĂŸig eine neue Szene mit Duplikaten aller Clips von allen Spuren und spielt diese dann direkt ab, falls der Transport eingeschaltet ist (Szenen-Workflow). Dieser Ablauf lĂ€sst sich Ă€ndern, so dass durch DrĂŒcken von New nur ein leerer Clip-Slot in der selektierten Spur entsteht und andere Clips davon nicht betroffen sind. Wechsle hierfĂŒr ĂŒber das Setup-MenĂŒ in den Modus Clip Workflow.

Der New-Button.

8.2 Aufnahmen mit fester LĂ€nge (Fixed Length)

Mit dem Button Fixed Length gibst du neuen Clips eine feste LĂ€nge vor.

Der Fixed-Length-Button fĂŒr festgelegte LĂ€ngen.

Halte Fixed Length gedrĂŒckt, um die AufnahmelĂ€nge einzustellen.

Die Aufnahme-Optionen fĂŒr Fixed Length.

Ist Fixed Length aus, werden Clips so lange aufgenommen, bis du den Record-, New- oder Play/Stop-Button drĂŒckst.

Ist Fixed Length an, wird ein leerer Clip mit der ausgewÀhlten LÀnge erzeugt und die Aufnahme startet am Clip-Anfang, entsprechend der globalen Start-Quantisierung von Push. Ist Phrase Sync aktiviert, behandelt Push die gewÀhlte LÀnge als musikalische Phrase und startet die Aufnahme an der Stelle im Clip, die der Position innerhalb der Phrase mit dieser LÀnge entspricht. Angenommen es ist eine feste LÀnge von 4 Takten ausgewÀhlt, Phrase Sync ist an und der globale Transport ist bei Takt 7, dann entsteht ein leerer Clip von 4 Takten und die Aufnahme darin beginnt im dritten Takt.

Tipp: Das Aktivieren von Fixed Length wÀhrend der Aufnahme beendet das Aufnehmen und loopt die letzten Takte des Clips, abhÀngig von der Fixed-Length-Einstellung.

8.3 Aufnehmen mit Repeat-Funktion

DrĂŒcken des Repeat-Buttons aktiviert die Repeat-Intervals-Buttons, mit denen die Wiederholungsrate der Noten eingestellt wird. Der Repeat-Button pulsiert, wenn er aktiv ist und der Button mit der aktuellen Wiederholungsrate leuchtet grĂŒn.

Die Buttons fĂŒr Repeat und Repeat Intervals.

Ist eine Wiederholungsrate ausgewĂ€hlt, kannst du ein Pad gedrĂŒckt halten, um eine durchgehende Notenfolge aus gleichen Notenwerten aufzunehmen. Dies erleichtert zum Beispiel das Aufnehmen von gleichmĂ€ĂŸigen Hihat-Patterns. Durch Änderungen im Fingerdruck beeinflusst du die LautstĂ€rke der Notenwiederholungen.

Bitte beachte, dass Push fĂŒr jede Spur den Status und die Einstellungen des Repeat-Buttons gesondert speichert. Wenn du Repeat nur kurz drĂŒckst, bleibt die Funktion eingeschaltet. Wenn du den Button lange hĂ€ltst, schaltet er sich beim Loslassen aus, so dass du die Repeat-Funktion nur vorĂŒbergehend verwenden kannst.

Mit dem Drehregler Swing and Tempo stellst du den Swing-Anteil fĂŒr die Notenwiederholungen ein. Durch BerĂŒhren des Drehreglers erscheint in der Anzeige der Swing-Anteil.

Anpassen der Swing-IntensitÀt.

8.4 Capture-Funktion fĂŒr MIDI

Neben regulĂ€ren MIDI-Aufnahmen kannst du auch die Pads spielen und daraufhin den Capture-Button drĂŒcken, um die Noten festzuhalten, die du gerade auf einer aufnahmebereiten Spur gespielt hast und musst nicht zuvor Record drĂŒcken.

Der Capture-Button.

Sobald du den Taster drĂŒckst, werden die festgehaltenen Noten in einem neuen MIDI-Clip gespeichert und sofort wiedergegeben. Push erkennt das Song-Tempo und passt es an, setzt geeignete Loop-Grenzen und platziert die gespielten Noten auf den ZĂ€hlzeiten im Grid. Die festgehaltenen Noten kannst du anschließend in der Clip-Ansicht bearbeiten.

8.5 Quantisieren

Durch DrĂŒcken der Quantize-Taste rasten die Noten im gewĂ€hlten Clip auf den ZĂ€hlzeiten ein.

Der Quantize-Button.

Halte Quantize gedrĂŒckt, um die Quantisierungs-Optionen aufzurufen und zu Ă€ndern:

Die Quantisierungs-Optionen.

Swing Amount bestimmt die IntensitÀt, mit der Swing auf quantisierte Noten angewendet wird. Die Swing-IntensitÀt lÀsst sich mit dem ersten Drehregler oder direkt mit dem Drehregler Swing and Tempo einstellen.

Quantize To bestimmt den nÀchstliegenden Notenwert, auf den die Noten quantisiert werden, wÀhrend Quantize Amount festlegt, wie streng die Noten quantisiert werden.

Um Noten wĂ€hrend der Aufnahme automatisch zu quantisieren, kannst du die Option Rec. Quantize auf On setzen, indem du den entsprechenden oberen Display-Button verwendest. Den Notenwert stellst du mit dem Drehregler Quantize To ein. Hinweis: Ist Quantize aktiv, wirkt sich eine Änderung des Swing-Anteils wĂ€hrend der Aufnahme nicht auf die automatisch quantisierten Noten aus.

Um beim Arbeiten mit Drums nur die Noten eines einzelnen Pads im aktuellen Clip zu quantisieren, halte Quantize gedrĂŒckt und gehe dann zum gewĂŒnschten Drum-Rack-Pad.

8.6 Arrangement-Aufnahme

Befindet sich Push im Control-Modus und gleichzeitig steht in Live die Arrangement-Ansicht im Fokus, dann startet der Record-Button von Push die Aufnahme ins Arrangement oder beendet sie. Ist die Arrangement-Aufnahme eingeschaltet, werden alle deine Aktionen mit Push in die Arrangement-Ansicht aufgezeichnet.

Du kannst die Arrangement-Aufnahme auch auslösen, wenn sich Live in der Session-Ansicht befindet. Halte hierfĂŒr Shift gedrĂŒckt und drĂŒcke dann Record. Dieses Verhalten gilt anders herum auch fĂŒr die Arrangement-Ansicht: Bei gedrĂŒcktem Shift-Button auf Record zu gehen, startet die Session-Aufnahme.

9 Clip-Ansicht

Mit dem Clip-Button öffnest du die Clip-Ansicht. Dort kannst du die MIDI- oder Audio-Clips editieren und verschiedene Clip-Parameter anpassen. Einige der einstellbaren Parameter hÀngen davon ab, ob es sich um einen MIDI- oder einen Audio-Clip handelt.

Der Clip-Button.

Wenn Sie auf einer Audio-Spur arbeiten und kein Clip ausgewÀhlt ist, fragt Sie Push, ob Sie ein Sample laden möchten.

Du kannst ein Sample in den leeren Clip-Slot einer Audiospur laden.

Die Bezeichnung des Clips erscheint oben links in der Ecke des Displays. Ist der Clip nicht benannt, erscheint dort als Bezeichnung „MIDI Clip” oder „Audio Clip”. Ist kein Clip ausgewĂ€hlt, zeigt das Display „No Clip”.

Die Elemente im Display, etwa Parameter-Bezeichnungen, Noten oder Wellenform-Farben sowie die Display-Buttons oben, spiegeln die Farbe des selektierten Clips wider. StandardmĂ€ĂŸig entsprechen neue Clips der Spurfarbe. Änderst du die Spurfarbe, werden die Clipfarben darin allerdings nicht automatisch aktualisiert. Du kannst die Clipfarben im Session-Pad-Modus Ă€ndern.

Das Farbschema in einem Audio-Clip.

In MIDI-Spuren, die Drum-Racks enthalten, entsprechen die Noten in der Clip-Ansicht farblich den jeweiligen Drum-Rack-Pads. Du kannst zum Beispiel jedem Pad eine andere Farbe zuweisen und sofort im Clip erkennen, welche Note zu welchem Drum-Rack-Pad gehört. Die Pad-Farben sind jedoch nur auf Push sichtbar und nicht in Live (auch nicht im Control-Modus).

Die Velocity von Noten wird bei allen MIDI-Spuren durch die FarbintensitÀt angezeigt.

Die Noten-Farben geben die Pad-Farben und unterschiedliche Velocity-Werte wieder.

WĂ€hrend der Wiedergabe, folgt die Anzeige der Song-Position des Clips und scrollt automatisch. FĂŒr Spuren, in denen gerade ein Clip lĂ€uft, erscheint unter der Spurbezeichnung ein Balken, der die Abspielposition wiedergibt.

Der Fortschrittsbalken der Wiedergabe.

Sowohl in MIDI- als auch in Audio-Clips schaltet der zweite obere Display-Button das Loopen ein oder aus und macht die Optionen fĂŒr Loop-Parameter sichtbar. Ist Loop an, kannst du folgende Parameter einstellen:

Loop Position: legt fest, an welcher Stelle im Clip der Loop startet.

Loop Length: bestimmt, wie viele Takte oder Beats der Loop lang ist, ausgehend von der Loop-Position.

Start Offset: ermöglicht die Wiedergabe ab einem anderen Punkt im Loop, anstelle der Startposition des Loops. Befinden sich Loop Position und Start Offset an derselben Stelle, bewegen sich beide Werte, wenn die Loop-Position geÀndert wird.

Ist Loop aus, kannst du die Start- und End-Position des Clips festlegen. Das ist die Region, die beim Clip-Start (einmal) wiedergegeben wird. HĂ€ltst du Shift beim Einstellen der genannten Loop-Parameter gedrĂŒckt, kannst du die Änderungen in Sechzehntel-Auflösung vornehmen.

Wenn du mit einem Audio-Clip arbeitest, kannst du den Warp-Modus einschalten und anpassen und außerdem die Parameter fĂŒr Gain und Transpose Ă€ndern. Halten Sie Shift beim Einstellen von Transpose, um in Cent anstatt in Halbttonschritten einzustellen. Hinweis: Befindet sich Push im Control-Modus, beeinflusst der Transpose-Button auch die Pitch-Parameter in Lives Clip-Ansicht.

Mit dem ersten Drehregler kannst du in das Sample hinein- oder herauszoomen. Die Linie unter Zoom stellt den gesamten Clip dar und der im Display angezeigte Clip-Abschnitt ist hervorgehoben. Die Stelle, an der der Zoom ansetzt, hÀngt vom zuletzt verwendeten Positions-Drehregler ab (Start, Lenght, Loop etc.). Verwendest du die anderen Positions-Drehregler, bewegt sich der Fokus der Zoom-Funktion zur entsprechenden Stelle.

Heranzoomen eines Samples.

9.1 Layouts fĂŒr Echtzeitspiel

WĂ€hrend du in Echtzeit etwas mit den 64-Pads aufnimmst (Noten, Drum-Pads oder Slices), siehst du in der Clip-Ansicht die eingehenden MIDI-Noten. Diese Ansicht erweitert sich fortlaufend, sodass alle vorhandenen Noten gleichzeitig zu sehen sind.

9.2 Sequencing-Layouts

Beim Verwenden des Drum- oder des Melodic-Sequencers erscheint in der Clip-Ansicht ein weiß gefĂ€rbter Balken, der den sequenzierbaren Clip-Bereich anzeigt. Die Box im Display reprĂ€sentiert den Bereich der Pads, in dem Sie Noten hinzufĂŒgen, löschen oder Ă€ndern können.

Der aktive Sequencing-Bereich in der Clip-Ansicht.

Jeder Sequencing-Bereich entspricht somit einer Seite mit Schritten. Ein RĂ€hmchen ganz links im Display gibt an, welcher Notenbereich im Display zu sehen ist.

Werden Noten hinzugefĂŒgt, erscheinen am linken Display-Rand Linien, welche die Tonhöhen-Bereiche angeben, in denen sich Noten befinden. Sie können die Linien verwenden, um schnell Noten zu finden und zu editieren, ohne auf den Computer-Monitor schauen zu mĂŒssen.

TonhöhenumfÀnge mit einer höheren Dichte an Noten, werden durch dickere Linien reprÀsentiert.

Der Tonhöhenumfang und die Notenanzeige im Clip-Modus.

9.3 MIDI-Clips bearbeiten

Du kannst MIDI-Clips und einzelne Noten direkt auf Push bearbeiten, indem du die Drehregler, die oberen Display-Buttons und das Jogwheel verwendest. Du kannst auch den Edit-Modus fĂŒr Noten verwenden, um einzelne MIDI-Noten zu bearbeiten.

Um einen MIDI-Clip zu bearbeiten, wĂ€hle zunĂ€chst eine MIDI-Spur mit den unteren Display-Buttons aus und drĂŒcke den Clip-Button zum Öffnen der Clip-Ansicht.

Eine Spur auswĂ€hlen und den Clip-Button drĂŒcken.

Wenn du in dieser Spur einen Clip aus einer anderen Szene bearbeiten möchtest, verwende auf dem Steuerkreuz die Pfeiltasten hoch und runter. So greifst du vorĂŒbergehend auf den Session-Screen-Modus zu und kannst zu diesem Clip navigieren. Außerdem kannst du mit den Pfeiltasten links und rechts zwischen den Spuren wechseln.

Einen Clip per Steuerkreuz auswÀhlen.

Die Clip-Ansicht zeigt die Parameter Loop und Crop an, die sich auf den gesamten MIDI-Clip auswirken.

Die Clip-Ansicht.

DrĂŒcken des zweiten Display-Buttons oben aktiviert oder deaktiviert die Loop-Parameter und bestimmt, ob der Clip wĂ€hrend der Spurwiedergabe geloopt wird oder nicht. Ist Loop an, kannst du mit den Drehreglern folgende Loop-Parameter einstellen:

  • Mit Loop Position kannst du den Startpunkt eines Loops im Clip bestimmen.

  • Mit Loop Length legst du die Loop-LĂ€nge in Takten/Beats fest, ausgehend von der Loop-Position.

  • Start Offset ermöglicht die Wiedergabe ab einer anderen Stelle im Loop, anstelle der Startposition des Loops. Stehen Loop Position und Start Offset an derselben Position, fĂŒhrt das Verschieben der Loop-Position dazu, dass der Start-Offset mitverschoben wird.

Hinweis: Du kannst die oben genannten Parameter auch kleinschrittig anpassen, indem du Shift gedrĂŒckt hĂ€ltst, wĂ€hrend du die Drehregler bedienst.

Ist Loop aus, kannst du mit den Positionsmarkern fĂŒr Start und End den Bereich festlegen, der beim Starten des Clips (einmal) abgespielt wird. Mit diesen Markern kannst du außerdem den Clip kĂŒrzen. Stelle mit den entsprechenden Drehreglern die gewĂŒnschte Clip-LĂ€nge ein und drĂŒcke anschließend den dritten Display-Button oben, um die Bereiche des Clips abzuschneiden, die sich außerhalb des Start- und Endpunkts befinden.

9.3.1 Noten-Edit-Modus

Du kannst eine oder mehrere Noten in einem MIDI-Clip auswÀhlen und sie im Modus Note Edit Àndern oder löschen.

Den Edit-Modus fĂŒr Noten erreichst du, indem du rechts den oberen Display-Button ĂŒber Edit verwendest.

Der Edit-Button.

Im Display erscheinen dann die Parameter zum Ändern der ausgewĂ€hlten Noten anstelle der Optionen zur Clip-Bearbeitung. Wenn du zum Bearbeiten von Noten direkt in den Note-Edit-Modus gehen möchtest, kannst du statt Edit-Button auch das Jogwheel drĂŒcken oder daran drehen.

9.3.1.1 Hervorheben vs. Selektieren von Noten

Im Note-Edit-Modus wird die Note, die bereit zum Bearbeiten ist, immer durch einen weißen Rahmen und ein Blinken hervorgehoben.

Hervorgehobene Note.

Du kannst die Parameter der hervorgehobenen Note bearbeiten, indem du folgende Drehregler verwendest:

Position: verschiebt die Note in Sechzehntel-Schritten nach hinten oder nach vorn.

Nudge: zeigt an, um wieviel Prozent eine Note von ihrer aktuellen Position abweicht (definiert als nÀchstgelegenes Sechzehntel). Wird die Note nach rechts bewegt, nimmt die Prozentzahl zu, nach rechts nimmt sie ab.

Length: passt die grobe LĂ€nge einer Note an.

Pitch: kann zum Transponieren einer Note eingesetzt werden. Pitch ist in Spuren, die ein Drum-Rack enthalten, nicht verfĂŒgbar.

Drum Pad: bewegt die selektierte Note auf ein anderes Pad im Drum-Rack. Die Option Drum Pad ist nur in Spuren mit Drum-Rack verfĂŒgbar.

Velocity: erlaubt das Einstellen der Noten-Velocity auf einen Wert von 0 bis 127. Die Farbe einer Note hÀngt von der Velocity-Einstellung ab: Noten mit höherer Velocity erscheinen voller, wÀhrend Noten mit geringer Velocity blasser erscheinen.

Vel Range: definiert einen Bereich, aus dem ein Velocity-Wert zufÀllig einer spielenden Note zugewiesen wird.

Probability: legt anhand der in Prozent gewÀhlten Wahrscheinlichkeit fest, ob eine Note wiedergegeben wird.

Drehe am Jogwheel, um weitere Noten hervorzuheben. Du bewegst dich nacheinander durch die Noten, je nachdem, wo sie sich im Clip befinden.

Wenn du mehrere Noten gleichzeitig bearbeiten willst, etwa um einen Akkord zu Àndern, musst du jede Note einzeln selektieren.

Mehrere Noten auswÀhlen.

Um mehrere Noten zu selektieren, hebst du zunĂ€chst eine hervor und drĂŒckst dann auf das Jogwheel, um sie zu selektieren. Dadurch wird die Note nun weiß angezeigt. Nun kannst du durch Drehen am Jogwheel eine weitere Note hervorheben, deiner Auswahl hinzufĂŒgen und mit den Drehreglern die Parameter fĂŒr alle gleichzeitig bearbeiten. Besitzen die Noten in der Auswahl unterschiedliche Parameterwerte, erscheint in der Anzeige ein Bereich fĂŒr diese Parameter. Die Werte werden im VerhĂ€ltnis zum ursprĂŒnglichen Bereich angepasst.

Eine Noten-Auswahl mit verschiedenen Velocity-Werten.

So kannst du beliebig viele Noten auswĂ€hlen und mit den Encodern gebĂŒndelt bearbeiten. Bitte beachte: Wenn du eine weitere Note hervorhebst, ohne sie der Auswahl hinzuzufĂŒgen, betreffen die Änderungen, die du mit Encodern vornimmst, nur die hervorgehobene Note und nicht deine Auswahl.

Wenn du direkt alle Noten auswĂ€hlen möchtest, verwende den Button Select All ĂŒber dem Display. Um die Auswahl aller Noten zu widerrufen, verwende Deselect All.

Wenn du hervorgehobene oder selektierte Noten löschen möchtest, verwende den Button Delete.

Der Delete-Button.

9.3.2 Noten im Stepsequencer bearbeiten

In der Clip-Ansicht kannst du Noten auch editieren, wĂ€hrend du das Stepsequencer-Layout verwendest. HĂ€ltst du einen oder mehrere Steps gedrĂŒckt, vergrĂ¶ĂŸert das Display den Clipabschnitt mit den selektierten Steps und zeigt die bearbeitbaren Step-Parameter an. Noten innerhalb der Auswahl werden hervorgehoben.

Step im Clip-Modus gedrĂŒckt halten zur Ansicht der Noten-Parameter.

Du wirst bemerken, dass die Parameter beim Bearbeiten von Steps etwas anders sind als die beim Bearbeiten von einzelnen Noten.

Um diese Parameter fĂŒr mehrere Steps gleichzeitig zu Ă€ndern, kannst du alle gewĂŒnschten Steps gedrĂŒckt halten und die Encoder verwenden. Unterscheiden sich die Parameterwerte der selektierten Steps voneinander, erscheint im Display ein Wertebereich fĂŒr die Step-Auswahl.

Arbeitest du im Drum-Sequencer, kannst du die Parameter fĂŒr alle Steps einstellen, die von einem bestimmten Drum-Pad stammen. WĂ€hle hierfĂŒr bei gedrĂŒcktem Select-Button das jeweilige Pad aus und stelle die Drehregler ein.

Die Velocity fĂŒr alle Steps im Drum-Pad Ă€ndern.

10 Erstellen von Audio-Aufnahmen

In Push integriert ist ein hochwertiges Audio-Interface mit symmetrischen 6,35-mm-KlinkeneingĂ€ngen. HierĂŒber kannst du Audiosignale von Mikrofon, GItarre oder Synthesizer direkt in Clips aufnehmen und sie samplen, editieren oder warpen.

10.1 Einrichten einer Audiospur

ÜberprĂŒfe bitte Folgendes, um eine Audiospur zum Aufnehmen von Instrumenten einzurichten:

Die Audiospuren sind so vorkonfiguriert, dass sie das Audiosignal am Input 1 von Push empfangen. Im Standalone-Modus steht das Input-Monitoring automatisch auf Auto und die Spur bleibt so lange aufnahmebereit, wie sie ausgewÀhlt ist.

Verwende ein Instrumenten-, Klinken- oder Mikrofon-Kabel, um dein Instrument oder dein Mikrofon an Pushs Klinkeneingang anzuschließen. Falls dein Instrument in Stereo aufgenommen werden kann, verwende In 1 fĂŒr den linken Kanal und In 2 fĂŒr den rechten.

10.1.1 Spuren aufnahmebereit schalten (Arming)

Um ein Tonsignal aufnehmen zu können, muss die Audiospur aufnahmebereit sein.

Verwendest du das Noten-Modus-Layout, kannst du eine Spur mit ihrem unteren Display-Button aufnahmebereit schalten. Auch im Standalone-Modus werden MIDI- und Audiospuren auf diese Weise aufnahmebereit geschaltet, wÀhrend im Control-Modus nur die ausgewÀhlten MIDI-Spuren automatisch aufnahmebereit sind.

Im Session-Pad-Modus musst du die Spur manuell aufnahmebereit schalten, indem du du entweder den Display-Button unter dem Spurtitel lange drĂŒckst oder den Record-Button gedrĂŒckt hĂ€ltst und dann den unteren Display-Button der Spur drĂŒckst.

Bei aufnahmebereiten Spuren erscheint ein Kreissymbol vor dem Spurtitel.

Eine aufnahmebereite Spur.

Um mehrere Spuren gleichzeitig aufnahmebereit zu schalten, muss die Option Exclusive Arm im Status-Tab des Setup-MenĂŒs auf Off stehen. Halte dann den Record-Button gedrĂŒckt und drĂŒcke fĂŒr alle Spuren, die aufnahmebereit werden sollen, den unteren Display-Button.

10.1.2 Eingangskanal einer Spur wÀhlen

Um den Eingangkanal (Input Channel) fĂŒr deine Spur zu bestimmen, drĂŒcke den Button Mix.

Der Mix-Button.

Mit dem Mix-Button kannst du auf zwei Modi zugreifen. Der erste Modus heißt Global Mix. Hier werden fĂŒr alle Spuren die Einstellungen fĂŒr Volume, Pan und Sends angezeigt.

Der Global-Mix-Modus.

DrĂŒcke den Mix-Button erneut, um den Modus Track Mix zu sehen, worin fĂŒr die selektierte Spur die LautstĂ€rke sowie die Einstellungen fĂŒr Eingang und Ausgang angezeigt werden. DrĂŒcke den Display-Button ĂŒber Input & Output, um einen Eingangstyp und einen Eingangskanal auszuwĂ€hlen.

Die Input-Optionen im Track-Mix-Modus.

Wie oben erwĂ€hnt, ist als Eingang standardmĂ€ĂŸig Kanal 1 ausgewĂ€hlt. Du kannst dies in Kanal 2 oder 1/2 umĂ€ndern, wenn du fĂŒr ein Stereoinstrument beide EingĂ€nge verwendest. Ist ein ADAT-Extender angeschlossen, kannst du zusĂ€tzlich die KanĂ€le 9 bis 16 verwenden. Verwendest du Push im Control-Modus gemeinsam mit einem externen Audio-Interface, stimmen die angezeigten EingĂ€nge mit denen ĂŒberein, die fĂŒr das Interface verfĂŒgbar sind.

Mit dem Drehregler ĂŒber Input Type kannst du den Eingangstyp deiner Spur auswĂ€hlen. Voreingestellt ist hier Ext. In, wenn du den Standalone-Modus oder ein externes Audio-Interface plus Control-Modus verwendest. Mit dem Drehregler ĂŒber Input Channel wĂ€hlst du den Kanal aus, den du verwenden möchtest.

Du kannst den Drehregler ĂŒber Input & Output verwenden, um in die Output-Einstellungen zu wechseln und bei Bedarf ebenfalls per Drehregler einen anderen Ausgangstyp auswĂ€hlen. Voreingestellt ist die Master-Spur.

Die Output-Optionen.

10.1.3 Spuren abhören (Monitoring)

FĂŒr das Eingang-Monitoring von Audiospuren ist Auto voreingestellt, das heißt du hörst das eingehende Audiosignal, wenn die Spur aufnahmebereit ist, aber auch Clips, die abgespielt werden.

Wenn du den Eingang einer Spur durchgehend abhören möchtest, unabhĂ€ngig davon, ob die Spur aufnahmebereit ist oder Clips laufen, dann stelle das Monitoring mithilfe des Drehreglers ĂŒber Mix auf In.

Du kannst das Monitoring auf Off setzen, wenn du den Eingang ĂŒber eine externe Anwendung abhörst oder wenn du wĂ€hrend der Aufnahme das Signal nicht hören möchtest.

Wenn du ein Mikrofonsignal aufnimmst und das Monitoring auf Auto oder In steht, setze am besten Kopfhörer auf, um RĂŒckkopplungen zu vermeiden.

10.1.4 Input-Gain (EingangsverstÀrkung)

FĂŒr optimale Aufnahmen sollte das lauteste Signal weder ĂŒbersteuert noch verzerrt sein. HierfĂŒr solltest du aufmerksam verfolgen, wie eingehende Audiosignale klingen und den Eingangspegel auf Push ĂŒberwachen. Bist du dir nicht sicher, ob ein Signal ĂŒbersteuert oder verzerrt ist, kannst du dir mehr Spielraum (Headroom) verschaffen, indem du den Referenzpegel absenkst. Du kannst ihn im Audio-Tab des Setup-MenĂŒs unter Preamp Type einstellen.

Die Arten der VorverstÀrker.

Mit den Drehreglern ĂŒber den beiden Preamp-Type-EintrĂ€gen wĂ€hlst du jeweils den Eingang aus, dessen VerstĂ€rkung du Ă€ndern willst.

Line: ideal fĂŒr Line-Level-Equipment wie Synthesizer und Drum-Machines.

Instrument: am besten geeignet fĂŒr Instrumente wie Gitarre und Bass.

High: passend fĂŒr Equipment, das einen hohen Input-Gain fĂŒr eine angemessene Aufname benötigt, etwa fĂŒr dynamische Mikrofone. Bitte beachte, dass sich keine Phantomspeisung fĂŒr Kondensatormikrofone zuschalten lĂ€sst.

Wenn du ein Stereo-Instrument verwendest, schließe es an beide EingĂ€nge von Push an und drĂŒcke im Audio-Tab den Display-Button oben fĂŒr die Option Link 1 & 2. Dadurch wird sichergestellt, dass die Referenzpegel fĂŒr beide EingangskanĂ€le gleich sind.

Wenn du einen VorverstĂ€rker (Preamp Type) wĂ€hlst, drehe dein Instrument zunĂ€chst so laut auf, dass es nicht verzerrt. FĂŒr Instrumente wie Gitarre oder Line-Level-Synth bedeutet dies, die LautstĂ€rke komplett aufzudrehen. Spiele nun dein Instrument und beobachte den Eingangspegel auf Pushs Display, um sicher zu sein, dass der Pegel nicht am Anschlag ist, wenn dein Instrument am lautesten ist. Falls du Übersteuerungen oder Verzerrungen hörst oder der Eingangspegel den Anschlag der Anzeige erreicht, probiere einen Preamp-Typ mit einem geringeren Referenzpegel aus.

Hast du den richtigen VorverstĂ€rker fĂŒr dein Instrument gefunden, aber der Headroom ist noch nicht ausgeschöpft, kannst du das Signal mithilfe des digitalen Gain minimal verstĂ€rken. Du kannst den Drehregler oberhalb der Preamp-Typen verwenden und bis zu +20 dB dazugeben. Aber Vorsicht ist geboten, weil ein Signal mit zuviel extra Gain ĂŒbersteuern kann. Bitte achte daher auf die Pegelanzeige, damit der Pegel nicht bis ganz oben steigt.

10.2 Audio-Clips aufnehmen

Wenn deine Audiospur aufnahmebereit und richtig konfiguriert ist, solltest du das eingehende Signal hören können, wÀhrend du auf deinem Instrument spielst oder das Mikrofon verwendest.

Um einen Clip mit einem beliebigen Layout im Noten-Modus aufzunehmen, drĂŒcke den Record-Taster. Ist der Transport aktiv, startet die Aufnahme mit Beginn des nĂ€chsten Takts. Um die Aufnahme zu beenden, drĂŒcke erneut Record.

Im Session-Pad-Modus kannst du jedes Pad mit einem leeren Clip drĂŒcken, um einen neuen Clip aufzunehmen. Die Pads mit leeren Clip-Slots erscheinen rot, wĂ€hrend Clip-Slots mit darinliegenden Clips dieselbe Farbe wie die Spur erhalten. DrĂŒcke das Pad erneut, um die Aufnahme zu beenden.

Du kannst den Audio-Effekt Tuner in deiner Effektkette in der Audiospur einsetzen, um die eingehenden Noten zu beobachten und dein Instrument zu stimmen. Tuner verfĂŒgt ĂŒber eine neue Visualisierung, die speziell fĂŒr Push optimiert wurde.

Tuner zum Betrachten eingehender Noten verwenden.

10.3 Audio-Clips warpen

In der Clip-Ansicht kannst du Clips bearbeiten und warpen. DrĂŒcke zum Öffnen der Clip-Ansicht den Clip-Button.

Der Clip-Button.

Ist ein Audio-Clip ausgewĂ€hlt, sind standardmĂ€ĂŸig die Parameter Loop und Warp sichtbar.

Ein Audio-Clip in der Clip-Ansicht.

Du kannst den Display-Button ĂŒber Loop drĂŒcken, um das Loopen fĂŒr den Clip ein- oder auszuschalten. Wird ein Clip geloopt, kannst du mit den jeweiligen Drehreglern die Parameter Loop Position, Loop Length, und Start Offset einstellen. Wird ein Clip gerade nicht geloopt, kannst du die Start- und End-Positionen Ă€ndern.

Um das Warpen eines Clips ein- oder auszuschalten, drĂŒcke den Display-Button ĂŒber Warp.

Ist Warp aus, wird das Sample im Originaltempo der Aufnahme abgespielt, unabhĂ€ngig vom aktuellen Settempo. Dies ist nĂŒtzlich fĂŒr Samples, die keine innere rhythmische Struktur haben, wie Percussion-KlĂ€nge, AtmosphĂ€ren, Sound-Effekte, Sprache etc.

Ist Warp an, wird auf das Sample ein Timestretching angewandt, damit es im selben Tempo wie das Set wiedergegeben wird. Das funktioniert am besten bei Samples mit rhythmischem Charakter, etwa Loops, Musikaufnahmen oder komplette Songs.

Als Warp-Modus kannst du Beats, Tone, Texture, Repitch, Complex und Pro (aka Complex Pro) einstellen, wenn du den Drehregler ĂŒber Warp verwendest.

Die Warp-Modi verwenden unterschiedliche Varianten eines granularen Resynthese-Verfahrens. Granulare Resynthese erzielt Zeitstauchungen und Dehnungen durch das Wiederholen beziehungsweise Überspringen von kleinen Abschnitten des Samples (den “Grains”). Die Modi unterscheiden sich in der Auswahl der Grains, aber auch in den Einzelheiten der Interpolation zwischen den Grains, wodurch jeder Modus einen etwas anderen Charakter erhĂ€lt.

Beats Mode: funktioniert am besten bei sehr rhythmischem Klangmaterial (etwa bei Drumloops und bei einem Großteil elektronischer Tanzmusik). Die Granulation ist hier darauf optimiert, die KlangqualitĂ€t der Transienten im Audiomaterial zu erhalten.

Tones Mode: bietet sich fĂŒr Material mit einer mehr oder weniger klaren TonalitĂ€t an, etwa fĂŒr Gesang, monophone Instrumente und Basslines.

Texture Mode: zu empfehlen bei Klangtexturen mit schwer definierbarer Tonhöhe (beispielsweise bei polyphoner Orchestermusik, GerĂ€uschen, atmosphĂ€rischen FlĂ€chen etc.). Diese Variante bietet auch ein großes Potenzial fĂŒr kreative Klangmanipulationen.

Re-Pitch Mode: Ă€ndert die Wiedergabegeschwindigkeit, um den gewĂŒnschten Anteil an Timestretching zu erzielen.

Complex Mode: wurde speziell fĂŒr gemischtes Material entwickelt und kombiniert die Eigenschaften der anderen Warp-Modi; er eignet sich fĂŒr ganze MusikstĂŒcke, die ĂŒblicherweise sowohl Beats als auch Melodien und Texturen enthalten.

Complex Pro Mode: verwendet den Complex Mode mit abgewandeltem Algorithmus und erzielt mitunter noch bessere Ergebnisse (jedoch steigt die CPU-Last). Complex Pro funktioniert am besten bei polyphonen Texturen oder kompletten Tracks.

Du kannst mit dem Drehregler ĂŒber Transpose das Audiosignal um -48 bis +48 Halbtöne transponieren. Halte Shift gedrĂŒckt und drehe am Transpose-Regler, um die Tonhöhe in Cent-Schritten zu Ă€ndern. Mit dem Drehregler ĂŒber Gain stellst du die LautstĂ€rke von -inf bis +24 dB ein.

DrĂŒcke den Display-Button ĂŒber Edit, um weitere Clip- und Warp-Parameter sichtbar zu machen oder gehe per Jogwheel direkt in den Edit-Modus.

Die Optionen zum Bearbeiten eines Audio-Clips.

Verwende das Jogwheel, um den Startpunkt der Audiodatei zu setzen und drĂŒcke anschließend den Display-Button ĂŒber Set 1.1.1, um die Startposition dorthin zu verschieben.

DrĂŒcke den Display-Button ĂŒber „Warp to Grid”, um den Clip so zu warpen, dass das Tempo der Audioaufnahme mit dem Set-Tempo ĂŒbereinstimmt. Dies eignet sich fĂŒr das Samplen einer externen Quelle, falls das Tempo der Aufnahme vom Set-Tempo abweicht. Nach dem Warpen bleiben die Loop-Einstellungen fĂŒr den Clip erhalten.

Wenn du fertig bist, drĂŒcke den Display-Button ĂŒber Done, um zurĂŒck zu den Loop-Parametern des Clips zu wechseln.

10.4 Audio nach MIDI konvertieren

Der Taster Convert bietet dir mehrere Optionen, um einen Audio-Clip auf eine MIDI-Spur zu konvertieren.

Der Convert-Button.
Die Optionen zum Konvertieren von Audio.

Audio in Simpler zu konvertieren, legt den Audio-Clip in einem neu erstellten Simpler ab.

Audio in ein Drum-Pad zu konvertieren, legt den Audio-Clip in einem neu erstellten Drum-Rack auf dem ersten Pad ab.

Außerdem kannst du ein Audiosignal in MIDI-Noten konvertieren, indem du die Optionen fĂŒr Audio-to-MIDI verwendest: Harmony-MIDI, Melody-MIDI oder Drums-MIDI.

Harmony-MIDI Dieser Befehl identifiziert die Tonhöhen in einem polyphonen Audioclip und wandelt sie in MIDI-Noten um. Das Audiosignal wird durch ein Instrument-Rack mit einem Piano-Sound ersetzt (per Hot-Swap-Modus austauschbar durch ein Instrument deiner Wahl). Die besten Ergebnisse erzielt die Option bei Harmonie-Instrumenten wie Gitarre und Klavier.

Melody-MIDI: Dieser Befehl erkennt die Tonhöhen in einem monophonen Audio-Clip und wandelt sie in MIDI-Noten um. Das Audiosignal wird durch einen Synth in einem Instrument-Rack ersetzt (per Hot-Swap-Modus austauschbar durch ein anderes Instrument). Diese Option eignet sich am besten fĂŒr Gesang oder Samples von Solo-Instrumenten.

Drums-MIDI: Dieser Befehl extrahiert die Rhythmen von perkussiven Audiosignalen und wandelt sie in MIDI-Noten um. Aus dem Audio-Clip wird ein Drum-Rack mit einem 606 Core Kit (per Hot-Swap-Modus austauschbar durch ein anderes Drum-Set). Diese Option bietet sich vor allem fĂŒr Aufnahmen von Breakbeats oder Beatboxing an.

Hinweis: In der Edition Live Intro stehen diese Audio-nach-MIDI-Optionen nicht zur VerfĂŒgung.

11 Arbeiten mit Samples

Das Instrument Simpler macht die Pads von Push auf vielfĂ€ltige Weise spielbar, denn es stehen umfassende, aber einfach zu bedienende Sample-Parameter in drei Modi zu VerfĂŒgung.

Wechsele in den Browse-Modus, um einen leeren Simpler in einer MIDI-Spur einzufĂŒgen.

Ein leeres Simpler-Device.

Du kannst den Hot-Swap-Modus öffnen, um nach verfĂŒgbaren Simpler-Presets und Samples aus der Core-Library zu suchen. Um alle Samples anzuzeigen, auch die aus Packs, navigiere bitte zum Ordner Samples in der Kategorie Device.

Der Ordner Samples.

Sobald du ein Sample im Swap-Modus selektiert und geladen hast, kehrst du automatisch zur Device-Ansicht zurĂŒck. Im Display erscheint nun die Sample-Wellenform, zusammen mit einigen Parametern, um die Wiedergabe des Samples direkt anzupassen. Das ist die Haupt-Bank mit Simplers Parametern.

Die Hauptparameter von Simpler zur Sample-Bearbeitung.

Wenn du ein Preset gewÀhlt hast, aber die Wellenform nicht sichtbar ist, befindet sich Simpler möglicherweise innerhalb eines Instrument-Racks.

Die Hauptparameter von Simpler fĂŒr ein Preset.

Du kannst die Device-Kette aufklappen, um Simpler anzuzeigen und die Sample-Wellenform anzupassen.

FĂŒr Simpler sind drei Modi möglich: Classic, One-Shot oder Slicing. Die jeweils verfĂŒgbaren Sample-Parameter entsprechen dem gewĂ€hlten Modus. Mit dem Drehregler ĂŒber Mode kannst du den Modus deiner Wahl einstellen.

Den Drehregler zum AuswÀhlen eines Modus in Simpler einsetzen.

Classic-Playback-Modus ist in Simpler voreingestellt und optimal fĂŒr das Erstellen von Melodie- und Harmonie-Instrumenten, die Samples mit unterschiedlichen Tonhöhen einsetzen. Der Modus bietet eine ADSR-HĂŒllkurve und unterstĂŒtzt das Loopen, so dass ein Sample solange loopt, wie du die Note gedrĂŒckt hĂ€ltst. Der Classic-Modus ist standardmĂ€ĂŸig polyphon und die Pad-Matrix verwendet bei diesem Modus das gleiche Layout wie beim Spielen anderer tonaler Instrumente.

One-Shot-Playback-Modus ist optimal fĂŒr die monophone Wiedergabe von One-Shot-Drum-Samples oder kurze gesampelte Phrasen geeignet. Dieser Modus besitzt vereinfachte HĂŒllkurven-Parameter und unterstĂŒtzt kein Looping. Sobald eine Note getriggert wird, lĂ€uft immer das gesamte Sample durch, unabhĂ€ngig davon, wie lange du die Note hĂ€ltst. Sowohl im Classic- als auch im One-Shot-Modus verwendet das Grid das 64-Pads-Layout.

Slicing-Playback-Modus zerteilt das Sample automatisch nicht-destruktiv, sodass die einzelnen Slices auf den Pads gespielt werden können. Du kannst Slices manuell erzeugen und verschieben oder aus verschiedenen Optionen wĂ€hlen, wie Simpler die Slices erzeugen soll. Dieser Modus ist optimal fĂŒr die Arbeit mit rhythmischen Breaks geeignet. Das Pad-Grid zeigt im Slicing-Modus alle spielbaren Pads und somit die Anzahl der Slices im Sample an.

11.1 Classic-Playback-Modus

Die Parameter von Simpler im Classic-Modus.

Im Classic-Modus kannst du mit dem Drehregler ĂŒber Zoom die Wellenform in der Simpler-Anzeige vergĂ¶ĂŸern oder verkleinern. Dies kann hilfreich sein, um die Start- oder End-Position eines Loops in der Wellenform transientengenau zu bestimmen.

Der Start Parameter bestimmt die absolute Position im Sample von der die Wiedergabe starten könnte, wÀhrend der End-Parameter bestimmt, wo die Wiedergabe stoppen könnte; beide Parameter definieren die Region des Samples, mit der gearbeitet werden kann.

Die Parameter S Start und Length sind als Prozentwert der gesamten Sample-LĂ€nge angegeben, wie ĂŒber Start und End definiert. Spielst du z.B. ein Pad, nachdem du S Start auf 50 % und Length auf 25 % gesetzt hast, wird das dritte Viertel (50 - 75 %) der Region zwischen den Start- und End-Werten gespielt.

Loop Length bestimmt, wie groß der Loop-Bereich des Samples ist (ebenfalls ĂŒber Start- und End-Wert definiert). Loop Fade legt den Crossfade-Anteil des Loops fest. Bitte beachte, dass beide Parameter nur bei eingeschaltetem Loop aktiv sind.

Du kannst den oberen Display-Button von Simpler drĂŒcken, um in den Edit-Modus fĂŒr das Device zu gelangen. Im Edit-Modus kannst du mit den unteren Display-Buttons zusĂ€tzliche Parameter-Seiten aufrufen und mit den oberen Display-Buttons bestimmte Einstellungen ein- oder ausschalten. Wenn du Simplers obere Display-Taste erneut drĂŒckst, verlĂ€sst du den Edit-Modus.

Die Optionen fĂŒr Simpler im Edit-Modus.

Die Loop On/Off-Taste bestimmt, ob das Sample loopt, wenn ein Pad gehalten wird, oder nicht. Der Button „Warp as
” stellt das Warping zwischen den Start- und End-Werten so ein, dass das Sample genau in der angegebenen Dauer wiedergegeben wird. Die Werte sollten sich auf die Sample-LĂ€nge beziehen, sollte aber etwas falsch klingen, kannst du die Optionen :2 oder x2 nutzen, um die Wiedergabegeschwindigkeit zu verdoppeln bzw. zu halbieren.

Crop entfernt die Bereiche des Samples, die außerhalb der eingestellten Start- und Endpunkte liegen und Reverse spielt das gesamte Sample rĂŒckwĂ€rts ab. Hinweis: Stutzen (Crop) sowie Umkehren (Reverse) sind nicht-destruktiv; das heißt sie erzeugen eine Kopie des Samples und verarbeiten diese Kopie, sodass dein Original-Sample unverĂ€ndert bleibt.

11.2 One-Shot-Modus

Die Parameter und Edit-Optionen fĂŒr Simpler im One-Shot-Modus.

Im One-Shot-Modus funktionieren die Zoom-, Start- und End-Parameter genau wie im Classic-Modus. Dasselbe gilt fĂŒr den Taster Warp as
 sowie :2, x2, Crop und Reverse.

Die Optionen fĂŒr Trigger und Gate bestimmen, wie ein Sample ausklingt, nachdem das Pad losgelassen wurde.

Ist Trigger aktiviert, spielt das Sample auch nach dem Loslassen des Pads weiter, das heißt, wie lange du das Pad gedrĂŒckt hĂ€ltst, macht keinen Unterschied.

Ist Gate aktiviert, klingt das Sample aus (Fade Out), sobald du das Pad loslÀsst.

Fade In bestimmt, wie lange es dauert, bis das Sample nach dem Anschlagen eines Pads seine maximale LautstÀrke erreicht, wÀhrend Fade Out die Zeit angibt, die vom Beginn des Ausklingens bis zur Stille vergeht. Mit diesen Parametern kannst du den LautstÀrkeverlauf des Samples anpassen.

Der Transpose-Drehregler ermöglicht Ihnen das Sample um 48 Halbtöne (vier Oktaven) nach oben oder unten zu transponieren. Du wirst bemerken, dass sich die Klangfarbe des Samples beim Transponieren erheblich Àndern kann und abhÀngig von deinem eingestellten Warp-Modus ist. Der Gain-Drehregler bestimmt die GesamtlautstÀrke des Simpler-Instruments.

11.3 Legato-Wiedergabe

In den Modi Classic und One-Shot kannst du Samples wĂ€hrend der Wiedergabe transponieren, ohne dabei die Abspielposition zu Ă€ndern. Im Grunde handelt es sich dabei um eine spielbare Variante von Lives Legato-Modus fĂŒr Clips. So aktivierst du die Legato-Wiedergabe:

  1. Öffne Simplers gesamte Parameter-Bank, indem du den entsprechendenden Display-Button in der Device-Ansicht verwendest.

  2. DrĂŒcke im Edit-Modus unten den zweiten Display-Button, um die Global-Parameter-Bank zu sehen.

  3. Stellen Sie den Glide-Mode-Parameter auf Glide.

  4. Stellen Sie den Voices-Parameter auf 1. Dieser Parameter ist nur im Classic-Modus verfĂŒgbar. Im One-Shot-Modus ist die Wiedergabe immer monophon.

Die Einstellungen fĂŒr die Legato-Wiedergabe.

Wenn Sie die Pads nun legato spielen, transponiert das Sample ohne Änderung der aktuellen Wiedergabe-Position.

FĂŒr bestmögliche Ergebnisse sollte Warp eingeschaltet sein (in der Warp-Parameter-Bank). Complex Pro fĂŒhrt in der Regel zu den besten Ergebnissen beim Transponieren, aber du kannst auch ausprobieren, wie sich die anderen Warp-Modi auf das Klangergebnis auswirken.

11.4 Slicing-Optionen

Die Parameter und Edit-Optionen fĂŒr Simpler im Slicing-Modus.

Im Slicing-Modus arbeiten die Zoom-, Start- und End-Parameter genau wie im Classic- und One-Shot-Modus, ebenso die Buttons Warp as..., :2, x2 und Reverse.

Im Slice-By-MenĂŒ legen Sie die Methode fest, wie Slices erzeugt werden:

Transient: Slices werden automatisch an den Transienten im Sample gesetzt. Der Sensitivity-Drehregler bestimmt, wie empfindlich Simpler auf Transienten und relativen Pegelspitzen im Sample reagiert und damit, wie viele Slices erzeugt werden. Höhere Werte ergeben mehr Slices, es sind maximal 64 Slices möglich.

Beat: Slices werden so gesetzt, dass sie musikalisch zu den ZÀhlzeiten passen. Der Division-Drehregler wÀhlt die Taktunterteilung, mit der Sampler die Slices im Sample setzt.

Region: Slices werden in gleichmĂ€ĂŸigen Zeitabschnitten gesetzt. Der Regions-Drehregler legt die Anzahl gleichmĂ€ĂŸiger Zeitabschnitte fest, die erzeugt werden.

Manual: Ist Manual ausgewÀhlt, werden Slices nicht automatisch gesetzt. Stattdessen erzeugst du die Slices manuell, indem du die Funktion Pad Slicing aktivierst und bei laufender Sample-Wiedergabe leere Pads anschlÀgst. Um manuell Slices zu erzeugen:

  1. Tippen Sie ein Pad an, das eine Slice enthÀlt, um die Wiedergabe von dieser Slice aus zu starten.

  2. Wenn das Sample den Punkt erreicht, an dem Sie eine zusĂ€tzliche Slice erzeugen möchten (z.B. bei einem Drum-Hit), drĂŒcken Sie ein leeres Pad.

  3. Es wird dann eine Slice an diesen Punkt gesetzt und dem Pad zugewiesen. Alle Pads, die nach diesem Punkt zugewiesen waren, verschieben sich dadurch auf dem Grid weiter nach hinten bzw. oben.

  4. Sobald der Loop alle gewĂŒnschten Slices hat, kannst du Pad Slicing ausschalten.

Bei allen Slicing-Modi werden Slices in Vierergruppen von links nach rechts verteilt, ausgehend vom Pad unten links. Die jeweils nÀchsten vier Slices werden immer auf die folgenden vier Pads nach oben gesetzt. Ist die linke HÀlfte der Pad-Matrix belegt, werden die Slices weiter auf der rechten Seite verteilt, wieder in Vierergruppen von unten nach oben.

Es können maximal 64 Slices erzeugt werden.

Auf dem Grid können im Slicing-Modus standardmĂ€ĂŸig 64 Slices angeordnet werden. Du kannst per Layout-Button zwischen den Layouts 64 Pads, Loop Selector und 16 Velocities umschalten.

Die Option Playback bestimmt, wie viele Slices sich gleichzeitig triggern lassen. Mono ist monophon; zur gleichen Zeit kann immer nur ein Pad live oder ĂŒber Sequencer gespielt werden. Auf Poly gestellt, können mehrere Pads zusammen getriggert werden. Auf Through gestellt, ist die Wiedergabe monophon, bei jedem Triggern einer Slice, wird diese jedoch bis zum Ende der Sample-Region weitergespielt.

Die Trigger/Gate-Optionen sind analog zum One-Shot-Modus, aber was du tatsÀchlich hörst, hÀngt davon ab, welcher Playback-Modus gewÀhlt ist.

Nudge ermöglicht Ihnen, die Position jedes Slice-Markers einzustellen. Das ist besonders beim Feineinstellen von Slices nĂŒtzlich, die Sie im Manual-Modus erzeugt haben. Tippe auf das Pad, das du verschieben möchtest und vergrĂ¶ĂŸere den Slice-Bereich mit dem Zoom-Regler, um ihn genauer zu betrachten. Bei gedrĂŒcktem Shift-Button kannst du mit dem Nudge-Drehregler in kleineren Schritten vorgehen.

Split Slice erzeugt eine neue Slice in der Mitte der aktuell gewĂ€hlten Slice. Dies ist auch im Manual-Modus im Zusammenhang mit Nudge nĂŒtzlich, um Slices, die mit Pad Slicing erzeugt wurden, fein einzustellen.

Um eine Slice zu löschen (eine entweder manuell oder automatisch erzeugte), halte Delete gedrĂŒckt gehe zum entsprechenden Pad.

12 Externe Instrumente aufnehmen und steuern

Mit Push lassen sich externe Synthesizer und Drummachines aufnehmen, abhören und steuern, wenn man MIDI-AusgÀnge und Audio-EingÀnge kombiniert. Am einfachsten ist es, wenn du hierzu das Device External Instrument verwendest und dadurch MIDI- und Audio-Signale nach Bedarf einspeisen und abnehmen kannst.

12.1 Externe Instrumente verwenden

Um deine gespielten Instrumente hören zu können, brauchst du neben einer aufnahmebereiten MIDI-Spur, in dem sich das Device External Instrument befindet, auch passend konfigurierte Ein- und AusgÀnge.

Schließe zunĂ€chst dein Instrument an Push an, entweder ĂŒber die Ports MIDI In oder MIDI Out oder ĂŒber USB-A.

Pushs MIDI-Eingang (MIDI In) und MIDI-Ausgang (MIDI Out) sind vorkonfiguriert fĂŒr das Empfangen und Senden von MIDI-Noten. Hast du dein Instrument via USB-A-Port angeschlossen, ĂŒberprĂŒfe bitte im MIDI-Tab von Pushs Setup-MenĂŒ, ob die jeweligen Ports fĂŒr Eingang (Input) und Ausgang (Output) passend konfiguriert sind.

DrĂŒcke hierfĂŒr den Setup-Button und dann den MIDI-Tab. Mit dem Drehregler ĂŒber I/O kannst du zwischen den Ports fĂŒr Input und Output wechseln. Außerdem siehst du nun folgende Optionen fĂŒr die MIDI-Ports, die du mit dem jeweiligen Display-Button ein- und ausschalten kannst: Track, Remote, Sync und MPE (nur Input).

Track: erlaubt Push das Senden und Empfangen von MIDI-Noten und MIDI-CC-Daten. Aktiviere die Option Track fĂŒr den Input und fĂŒr den Output des MIDI-Ports, damit Push mit deinem Instrument MIDI-Daten austauschen kann.

Sync: erlaubt Push das Senden und Empfangen von MIDI-Clock-Daten. Aktiviere Sync fĂŒr den Input des MIDI-Ports, um Push mit einem externen Sequencer, einer Drummachine oder einer Groovebox zu synchronisieren. Oder aktiviere Sync fĂŒr den Output des MIDI-Ports, um per MIDI-Clock einen externen Sequencer, eine Drummachine oder eine Groovebox mit Push zu synchronisieren. Hinweis: Wenn du Sync verwendest, dĂŒrfen Input und Output niemals gleichzeitig fĂŒr dasselbe GerĂ€t aktiv sein, weil dies zu MIDI-Feedback-Schleifen fĂŒhren kann.

Remote: erlaubt die Fernsteuerung durch einen MIDI-Controller.

MPE: erlaubt Push das Empfangen von MPE-Daten aus MPE-fÀhigen GerÀten.

Alle BedienoberflĂ€chen, die Live nativ unterstĂŒtzen, werden auch von Push im Standalone-Modus erkannt.

Wichtig ist es zu ĂŒberprĂŒfen, ob beim Verwenden des External Instruments die Option Track fĂŒr Input und Output des MIDI-Ports aktiviert ist.

War das Konfigurieren erfolgreich, siehst du beim Spielen von MIDI-Noten auf deinem Instrument die entsprechenden Pads auf Push grĂŒn aufleuchten.

Verbinde nun ein Klinkenkabel von deinem Instrument zu einem Eingang (In) von Push, um die Audio-Konfigurationen vorzunehmen. Falls dein Instrument in Stereo aufgenommen werden kann, verwende In 1 fĂŒr den linken Kanal und In 2 fĂŒr den rechten.

Setze abschließend ein External Instrument als Device in eine MIDI-Spur, drĂŒcke hierfĂŒr den Add-Button und öffne den Browse-Modus.

WĂ€hle im Browse-Modus in der Kategorie Instruments das Device External Instrument aus.
Das Device External Instrument.

Mit den Drehregler ganz links kannst du bestimmen, zu welchem Device die MIDI-Daten geroutet werden. Ist dein Instrument per USB-A mit Push verbunden, erscheint es in dieser Liste der verfĂŒgbaren Devices. Ist dein Instrument ĂŒber Pushs MIDI-Out-Port verbunden, kannst du den Eintrag Push 3 MIDI Out auswĂ€hlen.

Die meisten MIDI-fĂ€higen GerĂ€te empfangen Noten auf Channel 1, du kannst aber auch den Drehregler ĂŒber Channel verwenden, um einen anderen MIDI-Channel fĂŒr den Eingang festzulegen.

Mit Audio From wĂ€hlst du den Audio-Eingang aus, ĂŒber den dein Instrument mit Push verbunden ist.

Dein Instrument muss durch den Input-Gain ausreichend vorverstĂ€rkt werden. ÜberprĂŒfen kannst du dies im Audio-Tab von Pushs Setup-MenĂŒ. Mit dem Gain-Regler im External Instrument kannst du fĂŒr zusĂ€tzlichen Gain sorgen.

Wenn du nun Noten auf deinem Instrument oder auf Pushs Pads spielst, hörst du das Tonsignal von der Spur mit dem External Instrument. Falls notwendig, kannst du die Audio-Latenz mit dem Drehregler ĂŒber Latency verringern.

External Instrument funktioniert wie jedes andere Software-Instrument, das heißt du kannst in der Spur MIDI- und Audio-Effekte einfĂŒgen, die sich auf den Klang deines Hardware-Instruments auswirken.

Wenn du mit dem External Instrument einen Clip aufnimmst, entstehen im Clip MIDI-Noten und solange dein Instrument mit Push verbunden ist, hörst du ein Audiosignal.

Möchtest du dein Instrument in einer anderen Spur festhalten oder es von Push trennen und trotzdem den Sound hören, dann friere die Spur ein. DrĂŒcke Shift, den unteren Display-Button fĂŒr die Spur und dann Freeze.

So entsteht fĂŒr jeden Clip in dieser Spur eine Sampledatei. Statt das Device und die Clip-Einstellungen in Echtzeit zu berechnen, werden diese Sampledateien wĂ€hrend der Wiedergabe verwendet.

Eingefrorene Spuren kannst du auch als Audio fixieren und dadurch die Original-Clips und Devices durch Sample-Dateien ersetzen. DrĂŒcke Shift, den unteren Display-Button der Spur und wĂ€hle dann Flatten.

12.2 ModulargerÀte per CV steuern

Mit Push kannst du die Audiosignale von CV-fĂ€higen Instrumenten steuern und aufnehmen, z.B. von einem Modularsystem. DafĂŒr kannst du die Presets aus dem vorinstallierten Pack CV Tools Intro verwenden.

ZunĂ€chst musst du CV Out aktivieren, denn es ist standardmĂ€ĂŸig aus, um keine GerĂ€te zu beschĂ€digen, die versehentlich an Pedal 1 oder 2 angeschlossen werden könnten, etwa Kopfhörer oder Lautsprecher.

DrĂŒcke den Setup-Button und gehe zum Tab Pedals & CV. Hier kannst du mit den zugehörigen Drehreglern den CV Output fĂŒr einen oder fĂŒr beide Buchsen einschalten.

CV Out aktivieren.

Beide Pedal-Buchsen sind stereo, so dass ein Y-Kabel von mĂ€nnlichem TRS auf zwei weibliche TS verwendet werden kann und insgesamt vier CV-AusgĂ€nge verfĂŒgbar sind.

Beim Verwenden von CV belegt Pedal 1 die AusgÀnge 5 und 6 von Push und Pedal 2 die AusgÀnge 7 und 8.

Ist CV Out eingeschaltet und du hast dein Y-Kabel an die CV-EingÀnge deines GerÀts und an Pushs Pedal-Buchsen angeschlossen, kannst du eine MIDI-Spur mit einem CV-Instrument-Preset aus dem Pack CV Tools Intro anlegen.

Rufe im Browse-Modus das Pack CV Tools Intro auf und wĂ€hle von den Presets fĂŒr Push 3 eines aus, das am besten zum Setup deines Modularsystems passt.

Presets fĂŒr Push 3 im Pack CV Tools Intro.
Ein geladenes Push-3-Preset aus CV Tools Intro.

Durch ihr Design funktionieren die Presets fĂŒr Push 3, ohne dass viele Anpassungen nötig sind. Dennoch empfehlen wir dir, den Kurs zu dem Pack in der Hilfe-Ansicht von Live zu lesen, um die Konzepte hinter den Einstellungen und Optionen besser zu verstehen.

13 Automatisieren von Parametern

Alle Änderungen, die du wĂ€hrend der Wiedergabe am Device und an den Mixer-Parametern vornimmst, kannst du mit Push direkt als Automation in deine Clips aufnehmen. Dadurch werden die aufgenommenen Änderungen auf den Clip angewendet und werden bei jedem Abspielen wiedergegeben, ohne dass du die Parameter wĂ€hrend der Wiedergabe hĂ€ndisch steuern musst.

13.1 Automationen aufzeichnen

Mit dem Taster Automate schaltet du das Aufnehmen von Automationsdaten ein und aus. Der Button leuchtet rot, wenn die Funktion aktiv ist und weiß, wenn sie aus ist.

Der Automate-Button.

Schalte Automate ein, um die Automatisierung aufzuzeichnen. Befindet sich Push im Control-Modus, schaltet der Automate-Taster auch die Aufnahmebereitschaft fĂŒr die Automation in Lives Session-Ansicht ein. WĂ€hle in der Device-Ansicht die Spur mit dem Clip aus, den du automatisieren willst und drĂŒcke dann Record. WĂ€hrend du die Parameter im Device Ă€nderst, wird dies als Automation im Clip aufgezeichnet.

Der Record-Button.

Wenn du das Aufnehmen der Parameter-Änderungen beenden willst, die Wiedergabe aber weiterlaufen soll, drĂŒcke erneut Record. Wenn du die Aufnahme und die Wiedergabe beenden möchtest, drĂŒcke Play.

Um die aufgenommenen Automationsdaten fĂŒr einen bestimmten Parameter zu löschen, halte Delete gedrĂŒckt und tippe auf den entsprechenden Drehregler. Sollte fĂŒr einen Parameter keine Automation vorhanden sein, setzt das Halten von Delete und BerĂŒhren eines Drehreglers den Parameter auf seinen Anfangswert zurĂŒck.

Automatisierte Parameter werden mit einem weißen Punkt neben ihrer Bezeichnung im Display angezeigt. Wenn du einen automatisierten Parameter nachtrĂ€glich Ă€nderst, wird die Automation fĂŒr diesen Parameter ĂŒberschrieben und der weiße Punkt neben dem Parameter wird grau.

Automatisierte und ĂŒberschriebene Parameter werden im Display angezeigt.

Um die gesamte, von dir manuell ĂŒberschriebene Automation wiederherzustellen, drĂŒcke bei gehaltenem Shift-Button den Automate-Button.

13.2 Automationen im Stepsequencer

Du kannst Automationsdaten auch aufzeichnen, wenn du den Drum- oder den Melodic-Step-Sequencer verwendest. Je nach Anzeigemodus stehen fĂŒr die ausgewĂ€hlten Schritte unterschiedliche Parameter zur VerfĂŒgung:

  • In der Device-Ansicht kannst du verschiedene Parameter automatisieren.

  • In der Mix-Ansicht kannst du Mixer-Automationsdaten erzeugen und bearbeiten.

Automationsdaten in der Mix-Ansicht aufzeichnen.

Du kannst mehrere Steps gedrĂŒckt halten und fĂŒr diese Auswahl die Automationsdaten gleichzeitig aufnehmen. HĂ€ltst du einen Step gedrĂŒckt und passt den Drehregler an, wird die entsprechende Parameter-Automation gezielt fĂŒr die Position und Dauer dieses Schrittes eingestellt. Hinweis: Die Automation kann fĂŒr jeden beliebigen Step erzeugt werden, auch wenn dieser keine Noten enthĂ€lt.

14 Spur-Parameter und Mixing

Wenn du an einem Set arbeitest, möchtest du vielleicht den Fokus auf eine einzelne Spur legen und genauer erfahren, wie sich ein bestimmtes Element zum Rest des Sets verhĂ€lt und daraufhin Änderungen vornehmen.

Mit den Tastern Stop Clip, Mute und Solo kannst du ausgewÀhlte Spuren stoppen, stummschalten oder solo schalten.

Die Buttons Stop Clip, Mute und Solo.

WĂ€hle eine Spur aus und drĂŒcke einen der drei Buttons, um den Modus auf diese Spur anzuwenden. Du kannst diese Aktion auch fĂŒr eine andere Spur ausfĂŒhren und dennoch in der aktuellen Spur bleiben. Halte hierfĂŒr den Button fĂŒr die gewĂŒnschte Aktion gedrĂŒckt und drĂŒcke den unteren Display-Button einer anderen Spur.

Die Buttons Stop Clip, Mute und Solo zeigen Ihre AktivitĂ€t in den Spuren auf unterschiedliche Weise an. Ist der Stop-Clip-Button gedrĂŒckt, erscheinen fĂŒr alle Spuren mit angehaltenen Clips die unteren Display-Buttons gedimmt. Ist eine Spur stummgeschaltet, leuchtet der Mute-Button, wenn die Spur ausgewĂ€hlt wird. Außerdem wird der untere Display-Button gedimmt und die Parameter im Display sind ausgegraut. Ist eine sologeschaltete Spur ausgewĂ€hlt, leuchtet der Solo-Button, wĂ€hrend fĂŒr alle anderen Spuren die unteren Display-Buttons gedimmt sind und die Parameter ausgegraut.

14.1 Spur-Parameter sperren

Im Normalfall wĂ€hlst du durch DrĂŒcken eines unteren Display-Buttons eine Spur aus, aber mit dem Lock-Button kannst du diese unteren Display-Buttons auch mit bestimmten Aktionen verknĂŒpfen, etwa den Clip in der Spur anhalten, ihn stumm oder auf Solo schalten.

Der Lock-Button.

Halte Lock gedrĂŒckt und nutze den Button Stop Clip, Mute oder Solo, um diese Aktion einem unteren Display-Button zuzuweisen. Der Lock-Button und der gewĂ€hlte Aktions-Button beginnen nun zu blinken und wenn du den unteren Display-Button einer Spur drĂŒckst, wird die gewĂ€hlte Aktion auf diese Spur angewendet. Wenn du beispielsweise den Mute-Button mit Lock zuweist, musst du nur den unteren Display-Button drĂŒcken, um diese Spur stummzuschalten.

Verankern des Solo-Buttons mit Lock.

DrĂŒcke erneut den Lock-Button oder den selektierten Aktions-Button, um die VerknĂŒpfung zu lösen.

14.2 Mixing

Um bei einer Spur LautstĂ€rke, Panning oder Sends per Drehregler zu steuern, drĂŒcke die Mix-Taste.

Der Mix-Button.

Der Mix-Button schaltet zwischen Global-Mix-Modus und Spur-Mix-Modus um.

14.2.1 Global-Mix-Modus

Im Global-Mix-Modus stellen die Drehregler die LautstĂ€rke, das Stereo-Panorama oder die Send-Pegel fĂŒr die acht sichtbaren Spuren ein. Du kannst den zu steuernden Parameter mit der oberen Display-Taste aufrufen.

Steuerung des Panoramas fĂŒr acht Spuren.

EnthÀlt dein Set mehr als sechs Return-Spuren, erscheinen oben rechts im Display Pfeile und du kannst mit den beiden Display-Buttons ganz rechts durch die Sends blÀttern und ihre Parameter per Drehregler Àndern. Volumes und Pans bleiben dabei immer sichtbar.

Du kannst die unteren Display-Buttons oder die Pfeiltasten auf dem Steuerkreuz verwenden, um eine Spur zum Bearbeiten auszuwÀhlen. EnthÀlt dein Set mehr als acht Spuren, kannst du mit den Pfeiltasten links und rechts weitere Spuren sichtbar machen und dorthin navigieren.

DrĂŒcke den Master-Button, um die Master-Spur auszuwĂ€hlen.

Der Master-Track-Button.

In den Einstellungen fĂŒr Master Track Mix kannst du die LautstĂ€rke und das Panorama mit dem ersten und zweiten Drehregler jeweils anpassen. Befindet sich Push im Control-Modus und in Lives Mixer wird der Modus Split Stereo Pan eingeschaltet, erscheinen im Display die Optionen fĂŒr linken und rechten Panning-Kanal getrennt und nicht als ein Master-Panning-Parameter.

Um den Ausgangskanal fĂŒr den Master und das Vorhören (Cue) festzulegen, drĂŒcke den Display-Button ĂŒber Input & Output.

AuswĂ€hlen eines Ausgangskanals fĂŒr das Vorhören.

DrĂŒcke Master erneut, um zur vorherigen Spur zurĂŒckzukehren.

14.2.2 Spur-Mix-Modus

DrĂŒcke den Mix-Button erneut, um in den Spur-Mix-Modus zu gelangen. In diesem Modus kannst du mit den oberen Display-Buttons zwischen Mix und Input & Output der Spur wĂ€hlen. Über Mix kannst du die Parameter der Spur abmischen, ĂŒber Input & Output legst du die Signalwege fĂŒr Spureingang und -ausgang fest. Du kannst die unteren Display-Buttons oder die Pfeiltasten auf dem Steuerkreuz verwenden, um zwischen Spuren zu wechseln. Ist Mix selektiert, stellen die Drehregler die LautstĂ€rke, das Panning und die Send-Pegel fĂŒr die aktuell gewĂ€hlte Spur ein. HĂ€ltst du Shift beim Drehen gedrĂŒckt, kannst du die Parameter-Werte feiner abstufen.

Die Mix-Parameter im Spur-Mix-Modus.

EnthÀlt dein Set mehr als sechs Return-Spuren, erscheinen oben rechts im Display Pfeile und du kannst mit den beiden Display-Buttons oben rechts durch die Spuren blÀttern.

Weitere Sends sichtbar machen.

Ist Input & Output selektiert, kannst du mit den Drehreglern die Routing- und Abhör-Optionen der Spur einstellen.

Die Input- und Output-Einstellungen im Spur-Mix-Modus.

Mit dem ersten Drehregler kannst du die Spur-Einstellungen fĂŒr das Monitoring vornehmen oder es ganz ausschalten.

Drehen am zweiten Regler bewirkt ein Umschalten zwischen Eingangs- und Ausgangsoptionen.

Ist Input ausgewĂ€hlt, kannst du mit dem dritten Drehregler den Eingangstyp und mit dem vierten Drehregler den Eingangskanal fĂŒr die Spur auswĂ€hlen. Ist als Eingangstyp eine andere Spur eingestellt, kann das empfangene Signal mit dem letzten Drehregler auf Pre FX, Post FX oder Post Mixer gesetzt werden.

Einstellungen fĂŒr den Eingang einer MIDI-Spur.

FĂŒr die AusgĂ€nge kannst du in den Output-Einstellungen mit den jeweiligen Drehreglern den Ausgangstyp und den Ausgangskanal festlegen.

14.3 Mixing von Racks und Gruppenspuren

Spuren mit Instrument- oder Drum-Racks unterscheiden sich optisch durch das Symbol neben dem Spur-Titel.

Eine Spur mit einem Instrument-Rack.

Diese Arten von Devices lassen sich aufklappen und gestatten so den Zugriff auf die Mix-Modi von einzelnen Ketten. Auf diese Weise kannst du auch Gruppen-Spuren aufklappen und ihre Spuren einzeln abmischen.

Um ein Rack oder eine Spur-Gruppe auszuklappen, verwende zum AuswĂ€hlen den unteren Display-Button. DrĂŒcke den Button erneut. Die Spur-Gruppe bzw. das Rack klappt sich aus und zeigt die enthaltenen Spuren und Ketten an. Eine ausgeklappte Spur erscheint im Display unterstrichen, die Linie reicht bis zum Ende der enthaltenen Spuren und Ketten. Jedes DrĂŒcken des unteren Display-Buttons einer gewĂ€hlten Spur klappt diese Spur ein und aus.

Ausklappen eines Drum-Racks zum Mixen der Inhalte.

Mit den Pfeiltasten links und rechts auf dem Steuerkreuz navigierst du zu den Ketten und Spuren, die möglicherweise nach dem Ausklappen noch nicht zu sehen sind. Halte beim Arbeiten mit einem ausgeklappten Drum-Rack den Button Select gedrĂŒckt und drĂŒcke ein Pad, um zu diesem Pad im Mixer zu springen. Dies kann das Mischen großer Drum-Racks erleichtern.

15 Die Session-Ansicht

Die Session-Ansicht gibt dir einen Überblick ĂŒber alle Spuren und Clips in deinem Set. Du kannst direkt Clips und Szenen starten sowie Clips aus unterschiedlichen Szenen zu neuen Szenen zusammensetzen. Somit eignet sich die Session-Ansicht hervorragend fĂŒr die BĂŒhne und zum Skizzieren von Songteilen.

Die Session-Ansicht lÀsst sich mit Push auf zwei Arten aufrufen: als Session-Screen-Modus und als Session-Pad-Modus. Im Session-Screen-Modus siehst du alle deine Clips und Szenen im Display, wÀhrend du im Session-Pad-Modus die Clips mit den Pads starten kannst.

Die Buttons fĂŒr Session-Screen-Modus und Session-Pad-Modus.

In beiden Modi zeigt die Session-Ansicht dieselben Spuren und Clips an. Wenn du etwa zu einer bestimmten Szene im Session-Screen-Modus navigierst, siehst du dieselben Clips auf den Pads, wenn du den Session-Pad-Modus aufrufst.

Angezeigte Clips im Session-Screen-Modus und im Session-Pad-Modus.

Verwendest du Push im Control-Modus, siehst du einen farbigen Rahmen um die Szenen, die sich momentan im Fokus befinden. Dieser Rahmen wird auch als Session-Ring bezeichnet.

In der Session-Ansicht kannst du einzelne Clips oder komplette Szenen abspielen, wÀhrend du am Set arbeitest, oder die Clips zu neuen Song-Abschnitten und Variationen umarrangieren sowie Clips wÀhrend einer Performance live starten.

Neben dem Starten einzelner Clips oder Szenen kannst du in beiden Modi die Clips und Spuren stoppen, stummschalten oder solo schalten, indem du die Buttons Stop Clip, Mute oder Solo verwendest. Diese Aktionen kannst du auch ausfĂŒhren, wenn du den jeweiligen Button drĂŒckst und den unteren Display-Button fĂŒr die Spur verwendest.

Die Buttons Stop Clip, Mute und Solo.

Um alle Clips zu stoppen, halte Shift gedrĂŒckt und gehe dann auf Stop Clip.

15.1 Session-Display-Modus

Im Session-Screen-Modus kannst du ĂŒber Pushs Display auf alle deine Clips und Szenen zugreifen. So kannst du Szenen und Clips direkt vom Display triggern und gleichzeitig im Note-Modus auf den Pads spielen.

Um den Session-Screen-Modus zu verwenden, drĂŒcke den Session-Button ĂŒber dem Jogwheel.

Öffnen des Session-Screen-Modus.

Du kannst mithife des Jogwheels oder mit dem Steuerkreuz durch Clips, Szenen und Spuren navigieren. Um in eine andere Spur zu wechseln, tippe das Jogwheel seitlich an oder verwende die Pfeiltasten auf dem Steuerkreuz. Drehe am Jogwheel oder drĂŒcke auf dem Steuerkreuz die Pfeile nach oben oder unten, um eine andere Szene auszuwĂ€hlen. DrĂŒcken auf das Jogwheel oder auf die Steuerkreuz-Mitte startet die ausgewĂ€hlte Szene. Wenn deine Szenen in Live benannt sind (im Control-Modus oder in einem Live-Set, das auf Push ĂŒbertragen wurde), kannst du das Jogwheel antippen, um die Szenentitel zu lesen.

Mit den oberen Display-Buttons startest du die einzelnen Clips in einer Szene. Wird eine Szene gerade wiedergegeben, zeigt der ausgewĂ€hlte Clip durch grĂŒnes Blinken an, dass er wartet und synchron zu den bereits spielenden Clips starten wird.

Starten von Clips in einer Szene.

Wenn du in Session-Screen-Mode bist und in einer aufnahmebereiten Spur einen leeren Clip-Slot auswÀhlst, leuchtet der zugehörige Display-Button rot auf.

Du kannst den Session-Screen-Modus auch aufrufen, um einzelne Clips auszuwĂ€hlen und in der Clip-Ansicht zu bearbeiten oder um andere Aktionen auszufĂŒhren. Beispielsweise kannst du mit dem Jogwheel oder dem Steuerkreuz einen bestimmten Clip auswĂ€hlen und ihn löschen, indem du bei gedrĂŒcktem Delete-Button zum oberen Display-Button des Clips gehst. Um einen Clip zu kopieren, wĂ€hle ihn zunĂ€chst aus, halte Duplicate gedrĂŒckt und drĂŒcke oben den entsprechenden Display-Button. Halte Duplicate weiter gedrĂŒckt, wĂ€hle einen neuen Clip-Slot aus und drĂŒcke den oberen Display-Button fĂŒr die zugehörige Spur, um den Clip dort einzufĂŒgen.

Außerdem ist es im Session-Screen-Modus möglich, Samples direkt auszutauschen. Navigiere dazu zu dem Clip, der das Sample enthĂ€lt, das du ersetzen möchtest, drĂŒcke den Swap-Button, um in den Hot-Swap-Modus zu wechseln und wĂ€hle ein anderes Sample aus.

Der Swap-Button.

15.2 Session-Pad-Modus

Im Session-Pad-Modus kannst du mit den Pads auf einfache Weise Clips und Szenen starten. Jede Pad-Spalte steht fĂŒr eine Spur und jedes Pad in einer Spalte steht fĂŒr einen Clip. In einer Spur kann immer nur ein Clip abgespielt werden und du kanns die Clips von den Spuren in beliebiger Reihenfolge starten.

DrĂŒcke den Session-Button unterhalb des Steuerkreuzes und öffne so den Session-Pad-Modus.

Öffnen des Session-Pad-Modus.

Tipp: Wenn du im Note-Modus bist, halte die Session-Taste gedrĂŒckt, um nur vorĂŒbergehend in den Session-Pad-Modus umzuschalten. Beim Loslassen der Taste gehst du wieder zurĂŒck in den Note-Modus. Analog dazu schaltest du mit gedrĂŒcktem Note-Button vorĂŒbergehend in den Note-Modus, wĂ€hrend du im Session-Modus bist.

Im Session-Pad-Modus kannst du dich per Steuerkreuz durch die Szenen und Spuren bewegen: die Pfeiltasten links und rechts blĂ€ttern durch die Spuren, wĂ€hrend die Pfeiltasten nach oben und unten durch die Szenen scrollen. Es ist auch möglich, acht Spuren oder acht Szenen weiterzugehen, indem du die Buttons fĂŒr Page beziehungsweise Octave verwendest. Allerdings wirkt sich die Navigation nur auf die Anzeige der Clips aus und wĂ€hlt sie nicht aus.

Du kannst einzelne Clips triggern, indem du die Pads drĂŒckst oder ganze Szenen abspielen, indem du die Szenen-Buttons rechts daneben oder das Jogwheel drĂŒckst. Um einen Clip in einer Spur zu stoppen, drĂŒcke ein leeres Pad in dieser Spur.

Die Farben der Pads signalisieren jeweils:

  • Clip-Farbe: Dieser Slot enthĂ€lt einen Clip. Zum Ändern der Clip-Farbe kannst du Shift gedrĂŒckt halten und das Pad mit dem Clip wĂ€hlen. DrĂŒcke dann auf eines der Pads im Ă€ußeren Ring, um die Farbe fĂŒr den gewĂ€hlten Clip zu bestimmen.

  • GrĂŒn blinkend: Dieser Clip ist bereit zum automatischen Starten.

  • Farblos: ein leerer Clip-Slot.

Um einen Clip zu kopieren, halte Duplicate gedrĂŒckt, drĂŒcke das zu kopierende Pad und dann das Pad, worin der Clip eingefĂŒgt werden soll.

15.3 Session-Übersicht

Die Session-Übersicht lĂ€sst dich schnell durch große Sets navigieren.

Wenn du im Session-Pad-Modus den Layout-Button gedrĂŒckt hĂ€ltst, kannst du vorĂŒbergehend auf die Session-Übersicht zugreifen, die dir einen Überblick ĂŒber alle Clips und Spuren in deinem Set verschafft. Du kannst die Session-Übersicht auch verankern, indem du den Shift-Button hĂ€ltst und dann den Layout-Button drĂŒckst. Um die Session-Übersicht wieder zu verlassen, drĂŒcke erneut die Layout-Taste.

In der Session-Übersicht steht jedes Pad fĂŒr einen Block mit acht Szenen mal acht Clips, das Grid stellt somit insgesamt 64 Szenen x 64 Spuren dar. DrĂŒcke ein Pad, um auf den gewĂŒnschten Bereich der Session-Übersicht zu fokussieren. Wenn du beispielsweise das Pad in der dritten Reihe der ersten Spalte drĂŒckst, fokussierst du auf die Szenen 17 bis 24 und die Spuren 1 bis 8. DarĂŒber hinaus steht jeder Scene-Button fĂŒr einen Block mit 64 Szenen (falls diese in deinem Set vorhanden sind).

Die Pad-Anordnung in der Session-Übersicht.

In der Session-Übersicht bedeuten die Farbcodes der Pads folgendes:

  • Weiß: zeigt den momentan ausgewĂ€hlten Block von Clips an. Verwendest du Push im Control-Modus, erscheint diese Clip-Auswahl in Live farbig eingerahmt, als so genannter Session-Ring.

  • GrĂŒn: In diesem Block werden Clips abgespielt (auch wenn dieser Block mit Clips gerade nicht ausgewĂ€hlt ist).

  • Farblos: Dieser Block enthĂ€lt keine Spuren oder Szenen.

16 Verzeichnis der Funktionen

Nachfolgend wird die Funktion jeder Taste und jedes Parameters erklÀrt.

Sets-Button – zeigt deine Set-Bibliothek an sowie die Sets, die im Standalone-Modus erstellt wurden. Hier kannst du auch ein neues Set erstellen.

Setup-Button – Das Setup-MenĂŒ beinhaltet die Einstellungen fĂŒr Pushs Pads, das Audio-Interface, Software-Autorisierungen und mehr.

Learn – Hier kannst du Kurse abrufen, um die neuen Funktionen von Push kennenzulernen. Mit dem QR-Code kannst du Links zu weiterem Lernmaterial aufrufen, etwa zu Video-Tutorials oder zum Handbuch. Im Laufe der Zeit kommen hier weitere Kurse und Tutorials hinzu.

Volume-Drehregler – passt die LautstĂ€rke fĂŒr den Main-Ausgang, den Kopfhörer-Ausgang, die Master-Spur und das Vorhören (Cue) an. Durch Tippen auf den Drehregler siehst du, welche Volume-Option ausgewĂ€hlt ist. Durch DrĂŒcken des Drehreglers schaltest du zwischen den Volume-Optionen um. Drehen am Regler passt die LautstĂ€rke in einzelnen Dezibel-Schritten an. HĂ€ltst du Shift gedrĂŒckt und drehst am Regler, passt du die LautstĂ€rke in 0,1 Dezibel-Schritten an.

Undo – macht die zuletzt ausgefĂŒhrte Aktion rĂŒckgĂ€ngig. Halte Shift gedrĂŒckt und drĂŒcke dann Undo, um die Aktion wiederherzustellen. Im Control-Modus wirkt sich Undo auch auf Aktionen in Live aus, auch wenn du diese nicht mit Push vorgenommen hast.

Save – speichert den aktuellen Stand deines Sets.

Lock-Button – Halte Lock gedrĂŒckt und nutze die Buttons Stop Clip, Mute oder Solo, um diese Aktion einem unteren Display-Button zuzuweisen. Wenn du beispielsweise den Solo-Button mit Lock zuweist, musst du nur den unteren Display-Button drĂŒcken, um diese Spur solo zu schalten. Um eine Aktion wieder zu lösen, drĂŒcke den Button fĂŒr die Aktion erneut.

Stop-Clip-Button – DrĂŒcke diesen Button, um den ausgewĂ€hlten laufenden Clip zu stoppen. Halte Stop Clip gedrĂŒckt und gehe zum Display-Button unten, um die Wiedergabe des Clips auf der gewĂ€hlten Spur zu stoppen. Ist der Stop-Clip-Button gedrĂŒckt, erscheinen fĂŒr alle Spuren mit angehaltenen Clips die unteren Display-Buttons weiß.

Mute-Button – schaltet die aktuell gewĂ€hlte Spur stumm. Gehe bei gedrĂŒcktem Mute-Button zum unteren Display-Button einer Spur, um diese Spur stumm zu schalten. Halten Sie Mute, wĂ€hrend Sie ein Drum-Rack-Pad drĂŒcken, um dieses Pad stumm zu schalten. Halten Sie Mute, wĂ€hrend Sie einen Schritt im Step-Sequenzer drĂŒcken,um diesen Schritt zu deaktivieren. Halten Sie Mute, wĂ€hrend Sie die obere Display-Taste eines GerĂ€ts drĂŒcken, um das GerĂ€t zu deaktivieren.

Solo-Button – schaltet die aktuell gewĂ€hlte Spur solo. Halten Sie Solo, wĂ€hrend Sie die untere Display-Taste einer anderen Spur drĂŒcken, um diese Spur solo zu schalten. Halten Sie Solo, wĂ€hrend Sie ein Drum-Rack-Pad drĂŒcken, um dieses Pad solo zu schalten.

Swing-and-Tempo-Regler – Drehregler zum Einstellen des Set-Tempos oder der Swing-IntensitĂ€t fĂŒr quantisierte und sich wiederholende Noten. Durch Tippen auf den Drehregler siehst du, ob Tempo oder Swing ausgewĂ€hlt ist. DrĂŒcken schaltet zwischen Tempo und Swing um. Ist Tempo eingestellt, wird das Tempo durch Drehen am Regler in einzelnen BPM-Schritten eingestellt. Um das Tempo in Schritten von 0,1 BPM anzupassen, halte Shift gedrĂŒckt und drehe dann am Regler. Ist Swing eingestellt, wird der Swinganteil mit dem Regler in Schritten von 1 % eingestellt, im Bereich von 0 bis 100 %.

Tap Tempo – DrĂŒcke diesen Button wiederholt, um dein Set-Tempo festzulegen. Wenn du mit einem 4/4-Taktmaß arbeitest, startet die Wiedergabe nach vier Taps im gewĂŒnschten Tempo.

Metronome-Button – schaltet Lives Metronom ein oder aus. Langes DrĂŒcken öffnet weitere Optionen fĂŒr das Metronom.

Quantize — DrĂŒcke hier, um die selektierten Noten zu quantisieren (oder alle Noten im Clip, falls keine ausgewĂ€hlt sind). Halten Sie Quantize und drĂŒcken ein Drum-Pad, um die Noten dieses Pads zu quantisieren. Bei Audio-Clips beeinflusst das Quantisieren die Transienten. Halte Quantize gedrĂŒckt, um die Quantisierungs-Einstellungen zu öffnen.

Fixed Length – schaltet Fixed Length ein und aus. Ist die Funktion an, sind alle neu erzeugten Clips ein feste Anzahl von Takten lang. Ist die Funktion aus, werden neue Clips so lange weiter aufgenommen, bis du New, Record oder Play drĂŒckst. Halte Fixed Length gedrĂŒckt, um die Aufnahmedauer fĂŒr Clips einzustellen oder aktiviere Phrase Sync.

Automate – schaltet die Aufnahme fĂŒr Automationen ein oder aus. Der Automations-Button leuchtet rot, wenn er eingeschaltet ist und weiß, wenn er aus ist. Ist er aktiv, werden alle Änderungen, die du per Drehregler an den Parametern vornimmst, im Clip aufgezeichnet. Automatisierte Parameter erhalten einen weißen Punkt neben ihrer Bezeichung in der Device-Ansicht. Parameter mit ĂŒberschriebener Automation erhalten dort einen grauen Punkt. Bei gedrĂŒcktem Shift-Button fĂŒhrt das DrĂŒcken der Automation dazu, dass eine ĂŒberschriebene Automation reaktiviert wird. Halten Sie Delete und drĂŒcken die Automation-Taste, um die gesamte Automation eines Clips zu löschen.

New – stoppt den ausgewĂ€hlten Clip und erzeugt einen leeren Clip-Slot in der Spur, damit du neues Material aufnehmen kannst.

Capture-Button – hĂ€lt nachtrĂ€glich alle MIDI-Noten fest, die du auf den Pads gespielt hast, ohne dass du sie aktiv in einen neuen Clip aufnimmst. Damit Capture funktioniert, muss eine Spur aufnahmebereit sein.

Record-Button – DrĂŒcken startet eine Aufnahme und erneutes DrĂŒcken stoppt sie, wĂ€hrend die Wiedergabe weiterlĂ€uft. Wird Record ein drittes Mal gedrĂŒckt, aktiviert dies den Overdub-Modus, so dass du wĂ€hrend der Wiedergabe weitere Noten in den Clip aufzeichnen kannst. Halten Sie Record und drĂŒcken eine der unteren Display-Tasten fĂŒr eine Spur, um sie manuell aufnahmebereit zu schalten. Bist du im Control-Modus und hast in Live die Arrangement-Ansicht im Fokus, schaltet Record die Arrangement-Aufnahme ein und aus. Du kannst die Arrangement-Aufnahme auch auslösen, wenn sich Live in der Session-Ansicht befindet. Halte hierfĂŒr Shift gedrĂŒckt und drĂŒcke dann Record. Dieses Verhalten gilt anders herum auch fĂŒr die Arrangement-Ansicht: Bei gedrĂŒcktem Shift-Button auf Record zu gehen, startet die Session-Aufnahme.

Play-Button – schaltet die Wiedergabe ein und aus.

Touch-Strip – Ist eine MIDI-Spur ausgewĂ€hlt, steuert der Touch-Strip beim Spielen in Echtzeit das Pitchbend oder das Modulationsrad oder bei der Step-Sequencer-Eingabe den verfĂŒgbaren Notenbereich. FĂŒr Instrument-Spuren ist die Pitchbend-Funktion voreingestellt. Du kannst Select gedrĂŒckt halten und den Touchstrip berĂŒhren, um zwischen Pitchbend und Modulationsrad zu wechseln. Im melodischen Step-Sequencer sind Pitchbend und Modulationsrad nicht verfĂŒgbar. Ist eine Drum-Rack-Spur ausgewĂ€hlt, wĂ€hlt der Touch-Strip die Drum-Rack-Bank.

Drehregler – Die acht Drehregler (Encoder) haben je nachdem, welcher Modus im Fokus ist, verschiedene Funktionen, unter anderem Parameter-Änderungen, Auswahl und Navigation, Bearbeiten von Clips und Noten. Allgemein gilt: Wenn ein Parameter oder eine Option im Display erscheint, dann wirkt sich der Drehregler oben darauf aus.

Display-Buttons oben und unten – Wie die Drehregler haben auch die Display-Buttons verschiedene Funktionen, je nach aktueller Ansicht. Dazu zĂ€hlen unter anderem Spur-Auswahl, Zugriff auf Parameter-BĂ€nke und Editing-Optionen sowie die Auswahl und Aufnahmebereitschaft von Spuren.

Display – zeigt zu jeder Zeit an, welchen Fokus Push gerade hat.

Pad-Grid – Das Grid mit 8 mal 8 Pads ist vollstĂ€ndig MPE-fĂ€hig. Du kannst im 64-Notes-Layout die Noten direkt auf den Pads spielen oder mithilfe des Melodic- oder Drum-Step-Sequencers aufzeichnen.

Scenes & Repeat Intervals – Die Szenen- und Notenwert-Buttons haben abhĂ€ngig vom aktuellen Modus unterschiedliche Funktionen. Im Note-Modus kannst du mit den Notenwert-Buttons die Taktunterteilungen fĂŒr Step-Sequencer und Grid einstellen oder in Kombination mit dem Repeat-Button die Noten mit unterschiedlichen Notenwerten wiederholen lassen. Im Session-Modus kannst du mit den Scenes-Tastern die Szenen starten.

Master-Spur-Buttons – Durch DrĂŒcken erscheint im Display die Master-Spur. DrĂŒcke den Button erneut, um zur vorherigen Ansicht zurĂŒckzukehren.

Swap-Button – öffnet den Hot-Swap-Modus zum Suchen und Laden neuer Devices in einer Spur. DrĂŒcke den Swap-Button erneut, um zur vorherigen Ansicht zurĂŒckzukehren.

Add-Button – Ă¶ffnet den Browse-Modus zum AuswĂ€hlen neuer Spuren, Instrumente und Effekte und macht Packs, die User-Library sowie deine Sammlungen zugĂ€nglich.

Device-Button – öffnet die Device-Ansicht zum Anzeigen und Ändern der Device-Parameter in der gewĂ€hlten Spur.

Mix-Button – Einmaliges DrĂŒcken öffnet den Global-Mix-Modus zum Anzeigen der Einstellungen fĂŒr LautstĂ€rke, Panning und Sends in jeder Spur. Erneutes DrĂŒcken öffnet den Track-Mix-Modus und zeigt die Einstellungen fĂŒr Monitoring und EingĂ€nge und AusgĂ€nge der gewĂ€hlten Spur an.

Clip-Button – öffnet die Clip-Ansicht zum Einstellen der Loop-Optionen von Clips und um MIDI-Noten einzeln zu bearbeiten.

Session-Screen-Modus-Button – öffnet die Session-Ansicht im Display und zeigt dort Clips und Szenen an. Navigiere per Jogwheel oder Steuerkreuz zwischen Szenen und Clips. Du startest Szenen, indem du auf das Jogwheel oder in die Mitte des Steuerkreuzes drĂŒckst. Du startest einzelne Clips, indem du bei gedrĂŒcktem Shift-Button das Jogwheel oder die Mitte des Steuerkreuzes drĂŒckst.

Jogwheel – Verwende das Jogwheel zum Navigieren und AuswĂ€hlen. Du kannst am Jogwheel drehen, um zu navigieren, es drĂŒcken, um etwas auszuwĂ€hlen oder von rechts antippen, um von einem UntermenĂŒ in ein ĂŒbergeordnetes MenĂŒ zurĂŒckzukehren. Tippe das Jogwheel von links an, um ein ausgewĂ€hltes Device oder Set umzubenennen. Um den Cursor wĂ€hrend der Texteingabe zu steuern, tippe das Jogwheel von links oder rechts an.

Steuerkreuz – Ă„hnlich dem Jogwheel kannst du mit dem Steuerkreuz navigieren und auswĂ€hlen. Verwende zum Navigieren die Pfeiltasten nach oben und unten und nach links und rechts und bestĂ€tige mit der Mitte eine Auswahl.

Note-Button – Ă¶ffnet den Note-Modus zum Spielen der Pads und um per Layout-Button eine Pad-Anordnung fĂŒr das Grid auszuwĂ€hlen.

Session-Modus-Button – öffnet den Session-Pad-Modus und zeigt die Clips auf dem Pad-Grid in der Session-Ansicht an, um sie zu starten oder neu aufzunehmen.

Scale – wĂ€hlt im Note-Modus ein Tonart und eine Tonleiter fĂŒr dein Set aus. Die Skalen-Einstellungen werden zusammen mit dem Set gespeichert und Push ruft sie erneut auf, sobald das Set geladen wird.

Layout – DrĂŒcke im Note-Modus Layout, um zwischen den Anordnungen des Pad-Grids zu wechseln. Ist eine MIDI-Spur mit einem Melodie-Instrument ausgewĂ€hlt, kannst du zwischen den Layouts 64 Notes, Melodic Sequencer sowie Melodic Sequencer + 32 Notes umschalten. Ist eine MIDI-Spur mit einem Drum-Rack ausgewĂ€hlt, kannst du zwischen den Layouts 64 Pads, Loop Selector sowie 16 Velocities umschalten.

Repeat – Wird im Note-Modus Repeat gedrĂŒckt, aktiviert dies die Notenwert-Buttons (Repeat Intervals) und die Noten wiederholen sich automatisch mit den gewĂ€hlten Notenwerten, wenn du ein Pad gedrĂŒckt hĂ€ltst. Halte Repeat gedrĂŒckt, um die Repeat-Intervals-Buttons vorĂŒbergehend zu aktivieren.

Accent – Mit Accent werden alle eingehenden MIDI-Noten mit voller AnschlagsstĂ€rke (Velocity) gespielt. Analog zum Repeat-Button kannst du Accent gedrĂŒckt halten, um die Option nur vorĂŒbergehend zu aktivieren.

Double Loop – verdoppelt das im Loop enthaltene Material sowie die LĂ€nge des Loops.

Duplicate – Im Szenen-Workflow erzeugt Duplicate eine neue Szene, die alle zurzeit spielenden Clips enthĂ€lt. Im Clip-Workflow erzeugt Duplicate eine Kopie des aktuell gewĂ€hlten Clips im nĂ€chsten Clip-Slot, wĂ€hrend die Wiedergabe aller anderen zurzeit spielenden Clips auf den anderen Spuren weiterlĂ€uft. Halte Duplicate gedrĂŒckt und drĂŒcke ein Drum-Rack-Pad, um das Pad zu kopieren und an einer anderen Stelle im Drum-Rack einzufĂŒgen. Halte Duplicate gedrĂŒckt und drĂŒcke den Display-Button einer Spur, um die Spur zu kopieren. Im Session-Modus kannst du Duplicate gedrĂŒckt halten und einen Clip zum Kopieren auswĂ€hlen, den du durch Tippen in einen anderen Clip-Slot einfĂŒgst.

Convert – AbhĂ€ngig vom gewĂ€hlten Device und dessen Modus hat der Convert-Button folgende Auswirkungen:

  • Verwendest du Simpler im Classic- oder im One-Shot-Modus, erzeugt Convert ein neues Drum-Rack mit Simplern auf dem ersten Pad. Alle bereits vorhandenen Devices in dieser Spur, etwa Audio-Effekte, werden Teil dieser neuen Device-Kette.

  • Wenn du Simpler im Slicing-Modus verwendest, erzeugt Convert ein Drum-Rack und verteilt alle Slices auf einzelne Pads.

  • Verwendest du ein Drum-Rack, erzeugt Convert einen neuen Simpler (oder einen Sampler bei entsprechenden Rack-Inhalten), mit allen Devices, die sich zuvor auf dem Pad befanden.

  • Verwendest du eine Audio-Spur und drĂŒckst Convert, kannst du wĂ€hlen, ob du das Signal in einen neuen Simpler oder in ein Drum-Rack umwandeln möchtest oder du wĂ€hlst eine Audio-zu-MIDI-Option: Harmony-MIDI, Melody-MIDI oder Drums-MIDI.

Delete – löscht im Note-Modus den ausgewĂ€hlten Clip. Beim Arbeiten mit einem Drum-Rack halten Delete gedrĂŒckt und wĂ€hle ein Pad aus, um die Noten in diesem Clip zu löschen (oder auch das Pad selbst, wenn keine Noten vorliegen). Halte im Session-Modus Delete gedrĂŒckt und drĂŒcke dann auf einen Clip, um ihn zu löschen. Um ein GerĂ€t oder eine Spur zu löschen, halte Delete gedrĂŒckt und wĂ€hle mit den oberen und unteren Display-Tasten das GerĂ€t oder die Spur aus. Um die Automationsdaten eines Drehreglers zu löschen, halte Delete gedrĂŒckt und berĂŒhre den entsprechenden Drehregler. Sollte fĂŒr diesen Parameter keine Automation aufgezeichnet sein, setzt das Halten von Delete und BerĂŒhren eines Drehreglers den Parameter auf seinen Anfangswert zurĂŒck. Um eine Slice im Slicing-Modus von Simpler zu löschen, halte Delete gedrĂŒckt und tippe auf das Pad. Befindest du dich im Control-Modus und in Live ist die Arrangement-Ansicht im Fokus, löscht das DrĂŒcken von Delete den ausgewĂ€hlten Clip im Arrangement.

Octave Up/Down – Ist eine Instrument-Spur selektiert, verschieben diese Buttons die Pads um eine Oktave nach oben oder unten. Ist ein Drum-Rack selektiert, verschieben diese Tasten die Pad-Übersicht des Drum-Racks um 16 Pads nach oben oder unten. Im Session-Modus verschieben die Tasten die Steuerung der Session-Ansicht um acht Szenen nach oben oder unten. Sollten keine Oktaven mehr verfĂŒgbar sein, leuchten die Tasten nicht.

Page Left/Right – Beim Arbeiten mit dem Drum- oder dem Melodic-Step-Sequencer blĂ€tterst du mit diesen Buttons durch die Step-Seiten. Im Session-Modus verschieben diese Buttons die Session-Ansicht um acht Spuren nach links oder rechts.

Shift – Kombinierst du den gedrĂŒckten Shift-Button mit anderen Buttons, erhĂ€ltst du Zugriff auf weitere Funktionen. Halten von Shift beim Drehen der Regler ermöglicht feinere Auflösungen.

Select – Halte Select im Session-Pad-Modus gedrĂŒckt und wĂ€hle dadurch einen Clip aus, ohne ihn zu starten. Hierdurch erscheint auch der Clip-Name im Display. Um ein Drum-Rack-Pad auszuwĂ€hlen ohne es zu triggern, halte im Note-Modus Select gedrĂŒckt und tippe auf das Pad.