Sounds

Skiddaw Stones

von Soniccouture

Die Skiddaw Stones sind wahrscheinlich das ungewöhnlichste und mit Sicherheit älteste Instrument, das von Soniccouture gesampelt wurde: Ein Lithophon (litho = Stein, phon= Stimme) aus dem Jahr 1840, mit 61 gestimmten und geformten Hornfels-Steinen aus der englischen Grafschaft Cumbria.

Die Skiddaw Stones sind wahrscheinlich das ungewöhnlichste und mit Sicherheit älteste Instrument, das von Soniccouture gesampelt wurde: Ein Lithophon (litho = Stein, phon= Stimme) aus dem Jahr 1840, mit 61 gestimmten und geformten Hornfels-Steinen aus der englischen Grafschaft Cumbria. Hornfels ist ein sehr seltenes Material, und hat einen besseren, länger anhaltenden Klang als herkömmlicher Schiefer.

Das Instrument wurde von Joseph Richardson, einem Steinmetz und Musiker, konstruiert. Richardson brauchte 13 Jahre dafür, den Hornfels zu sammeln und in acht klingende Oktaven zu verwandeln. Diese Aufgabe nahm ihn so in Anspruch, dass seine Familie in Armut verfiel. Als das Instrument endlich vollendet war, begaben sich Richardson und seine Söhne als „The Rock, Bell and Steel Band“ auf Europatournee und spielten auf Wunsch Königin Victorias sogar im Buckingham-Palast.

Heute befinden sich die Skiddaw Stones im Keswick Museum, das uns freundlicherweise genehmigte, das Instrument in ein Aufnahmestudio zu entführen: Kein alltäglicher Vorgang bei einem Versicherungswert von 350,000 £. Im Studio wurde mit Schlägeln aus Holz und Gummi in einem langwierigen Prozess zuerst der Anschlag aufgenommen, und dann eine zusätzliche Artikulation: Das Schaben des Holzschlägels auf den Steinen, ein Sound, der gespenstisch und klangvoll zugleich ist. Die Skiddaw Stones sind ein faszinierendes Instrument: Es klingt wirklich archaisch, und weitaus älter als es eigentlich ist. Mit anderen Worten: einzigartige „Rock“-Musik.

 

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