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Collision

von Ableton

Collision ist ein Physical-Modeling-Instrument für authentisch klingende Schlaginstrumente und kreative Percussion.

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Collision ist ein Physical-Modeling-Instrument für authentisch klingende Schlaginstrumente und kreative Percussion, das in Zusammenarbeit mit AAS entwickelt wurde. Collision erzeugt den Klang von Xylofon, Marimba und Glockenspiel; Sie können dem Instrument aber auch ganz neuartige Sounds entlocken. Anders als Instrumente, die mit Samples arbeiten, produziert Collision dynamische und lebendige Klänge und verleiht Ihren Tracks eine organische Note. Mit Corpus, einem Audio-Effekt, der Collisions Resonanzkörper-Bereich reproduziert, wird der klangliche Spielraum noch erweitert. Damit haben Sie ein weit gefächertes Spektrum: von authentischen Sounds bis zu exotischen und experimentellen Klängen.

Steuern Sie die Collision

Mit Collision und Corpus können Sie den Klang bis ins kleinste Detail steuern — vom Anschlagsimpuls über die Anschlagstärke bis zum Resonanzkörper. Wählen Sie eine Anschlagsart — Klangstab, Platte, Fell / Membran oder Rohr — und verändern Sie dort die Geometrie. Sie können auch mit verschiedenen Materialien experimentieren: Glas, Metall, Holz, Nylon oder Gummi. Probieren Sie unterschiedliche Hörpositionen aus und vergleichen Sie den Klang von parallelen und seriellen Anordnungen. Oder fügen Sie harmonische oder disharmonische Obertöne hinzu. Sie können Collisions Presets ausreizen, um Instrumente zu erhalten, die es in der wirklichen Welt gar nicht gibt, oder von Grund auf neue Sounds erzeugen.

Resonanzkörper

Collision hat sieben verschiedene Arten von Resonanzkörpern. „Resonanzkörper“ bezieht sich hierbei sowohl auf die schwingende Oberfläche, als auch den (optionalen) Klangkörper, der sich darunter befindet:

  • Beam simuliert verschieden große Klangstäbe aus unterschiedlichen Materialien.
  • Marimba ist ein Klangstab mit einseitiger Wölbung, die spezielle Tonhöhen erzeugt.
  • String simuliert Saiten unterschiedlichen Materials in verschiedenen Längen, wie sie bei Klavier, Gitarre und Zither zu finden sind.
  • Membrane ist ein rechteckiges Trommelfell, dessen Material und Größe eingestellt werden kann.
  • Plate simuliert verschieden große rechteckige Platten aus unterschiedlichen Materialien.
  • Pipe simuliert einen Zylinder, der an einer Seite offen ist. Die Öffnung der anderen Seite kann in der Größe verstellt werden.
  • Tube Tube simuliert einen Zylinder, der auf beiden Seiten offen ist.

Steuerungsmöglichkeiten

Collision kann auf zwei Arten betrieben werden: parallel und seriell. Dadurch wird die Bauweise der echten Instrumente nachgeahmt. Ein Xylofon besteht beispielsweise aus einem Schlägel und einer Oberfläche, unter der sich eine schwingende Röhre befindet. Somit ist ein Xylofon seriell aufgebaut. Eine parallele Bauweise gibt es bei wirklichen Instrumenten eigentlich nicht, und genau an diesem Punkt spielt die Physical-Modeling-Synthese ihre Stärke aus. Sie können virtuelle Instrumente kreieren, ohne dass physikalische Beschränkungen eine Rolle spielen: zum Beispiel zwei Resonanzkörper, die unabhängig voneinander Klang erzeugen. Oder mehrere Oberflächen, die simultan in Schwingung versetzt werden.

Corpus separatus

Corpus ist ein virtueller Resonanzkörper — eine Klangmaschine mit Eigenleben. Sie können Corpus unabhängig von Collision einsetzen, um Ihrem Audiomaterial den charakteristischen Klang der Physical-Modeling-Synthese zu geben, oder hinter virtuelle Instrumente schalten, um komplexe Resonanzen zu erzeugen. Corpus macht im Studio so manche komplizierte Mikrofonierung oder Hilfskonstruktion überflüssig. Corpus' eigentlicher Clou ist aber der MIDI-Sidechain-Input. Damit können Sie die Tonhöhe der erzeugten Resonanz verändern, oder Percussion mit gleichbleibender Tonhöhe gepitchte Resonanzen hinzufügen.

Die wichtigsten Funktionen

Collision

  • Collision ist ein neuartiges virtuelles Instrument und komplett in Ableton Lives Oberfläche integriert.
  • Collision liefert viele Presets von klassischen Schlaginstrumenten: Xylofon, Glockenspiel, Marimba, Balafon, Vibrafon und Toms.
  • Die Physical-Modeling-Synthese lässt Sie Collisions Parameter in Echtzeit verändern.
  • Collisions Exciter-Bereich hat zwei Oszillatoren: Der erste formt den Schlägel, dessen Material Sie durch Änderung der Härte und Justierung des Rauschanteils verändern können. Wenn Sie die Härte erhöhen, simuliert das einen Schlägel aus Metall. Fügen Sie Rauschen hinzu, bekommt der Schlägel eine filzige Oberfläche. Der zweite Oszillator des Exciter-Bereichs produziert Rauschen, hat verstellbare Hüllkurven und verschiedene Filtereinstellungen. Damit gewinnen Ihre Sounds an Kantigkeit.
  • Der Resonator-Bereich besteht aus zwei polyfonen Resonatoren, die wahlweise seriell oder parallel angeordnet sind. Die Resonatoren simulieren die angeschlagene Oberfläche und einen Klangkörper. Sie haben hier die Auswahl zwischen verschiedenen Typen:
    • Beam (ein Klangstab aus Holz oder Metall)
    • Marimba (ein Klangstab mit einseitiger Wölbung, die spezielle Tonhöhen erzeugt)
    • String (Saiten unterschiedlichen Materials in verschiedenen Längen)
    • Membrane (ein Trommelfell)
    • Plate (eine flache Resonanz-Fläche)
    • Pipe (ein offener oder geschlossener Zylinder)
    • Tube (eine Pipe-Variation, die beidseitig geschlossen ist)
  • weitere Parameter: Richtung des Anschlags, Hörposition, Decay, Brightness und Stimmung der Obertöne. Jeder Resonanz-Typ hat eigene Parameter für Form und Größe:
    • Ratio (ändert die Geometrie der Membran- und Plate-Resonanzen)
    • Opening (ändert die Pipe-Geometrie)
    • Radius (ändert den Umfang von Tube und Pipe)
  • Beide Resonatoren haben Pitch-Hüllkurven und zwei modulierbare LFOs.
  • Für ein ausdrucksvolles, dynamisches Spielen lassen sich viele Parameter via Key-Tracking, Änderung der Anschlagstärke und mit MIDI-Controllern steuern.
  • Live 11.3 unterstützt MPE.
  • Mit Live 11 wurde auch die Bedienoberfläche angepasst.

Corpus

  • Mit Corpus können Sie das eingehende Signal in Stereo bearbeiten und die Weite des Stereofelds ändern.
  • Corpus kann unabhängig von Collision verwendet werden, um Ihrem Audiomaterial den charakteristischen Klang der Physical-Modeling-Synthese zu geben.
  • Corpus hat Zugang zu beiden Collision-Resonatoren.
  • Ein MIDI-Sidechain-Input steuert die Tonhöhe der Resonanz.
  • Corpus hat gesplittete Parameter. Damit können Sie Resonanzen auf dem linken und dem rechten Kanal verstimmen.
  • Dual-LFO, mit dem Sie durch Änderung der Phaseneinstellungen interessante Stereoeffekte erzeugen können
  • Ein Post-Effekt-Filterbereich gibt dem Signal Klangfarbe.
  • Mit Live 11 wurde auch die Bedienoberfläche angepasst.

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