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Trap-Produktionen in Live - Grundlegende Tipps

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Admiral Ackbar reps his favorite music

Trap ist in den letzten Jahren weltweit durchgestartet und hat in diesem Zuge auch einige Sub-Genres von HipHop und elektronischer Musik beeinflusst. Grund genug für uns, Sie mit einigen Tipps für Trap-Produktionen in Live zu versorgen – erste (Trap-)Schritte, Tipps für das Mixing und mehr. Wir sprachen mit Trap-Produzent und Certified Trainer Ian Gallagher über die technischen und stilistischen Feinheiten des Genres.

 

“Reverse” by Gold Bikini, Ian Gallagher’s group with MC Mono Diamonds.

Ian: „Die Essenz von Trap: Auf der klanglichen Ebene so kreativ wie möglich zu sein. Das Hundegebell in der Nachbarwohnung, eure Waschmaschine oder das ‘Hallo’ der Postbotin – nehmt alles auf. Und macht dann in Ableton Live ein tolles Instrument daraus.“ Wie das geht, zeigt Ian in einem kostenlosen Trap-Template – inklusive Drums, Bass, Melodieinstrumente und einer Menge Offbeat-Samples:

 

Laden Sie sich das Live-Set bei Warp Academy herunter. Es macht Sinn, beim Komponieren ein Muster-Set zu nutzen – entweder das von Ian oder ein eigenes. „Legt ein Template an, bevor ihr mit der MIDI-Programmierung loslegt“, empfiehlt Ian. „Entscheidet euch zum Beispiel zuerst für ein Drum-Rack, einen Sub-Bass, drei Synths und drei Vocal-Samples.“

„Technisch gesehen ist einer der wichtigsten Aspekte von Trap (und aktuellem HipHop) die Verwendung von Reverb. Damit wird die Klanglandschaft entwickelt. Es ist wichtig, die Sounds an die richtigen Stellen zu setzen, ähnlich wie bei Objekten in einem Gemälde. Den Sweet Spot finde ich meist über Pre-Delay, Decay-Zeit und EQ. Es gibt so viele gute Reverb-Effekte auf dem Markt, doch ich empfehle das Ableton-Live-Reverb, weil es einfach großartig ist. Stellt den ‘Stereo’-Regler zuerst auf 0, um das Reverb mono zu schalten – oder auf 120, um es nur an den Seiten zu hören.“ Ian setzt allerdings nicht auf allen Spuren Reverb ein: „Mein Tipp: Kein Hall auf die Drums, lieber Distortion- oder Saturation-Effekte. Ich bin bestimmt nicht der erste, der das sagt: Lives Saturator wird oft unterschätzt. Der Effekt ist einfach massiv. Legt ihn auf die Drums (als Gruppe oder einzeln), dreht am ‘Drive’-Regler und geht in Deckung.“

Jetzt fehlen nur noch die tighten Hi-Hat-Triller als markante Trap-Elemente. Auch dazu hat Ian einen Tipp: „Wenn die Hi-Hats zu lange ausklingen, können sie den Groove verdecken. In vielen Fällen entsteht der perfekte Hi-Hat-Sound folgendermaßen: Zuerst ein Sample in das Arrangement legen und mit einem Fade die passende Länge festlegen. Dann das Sample bouncen und in ein Drum-Rack, Simpler etc. legen.“


Weitere Inspiration

Die Tipps von Ian sind nur eine kleine Auswahl – in Sachen Trap gibt es noch viel mehr zu entdecken. Diese Blogs und Foren liefern HipHop-Produzenten jedes Erfahrungslevels weitere wertvolle Tipps:

iStandard
Future Producers
Gearslutz Hip Hop Production

 

Loop – Ableton’s summit for music makers. Erfahren Sie mehr...